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    Ausstellung

    Avantgarde und Gegenwart

    Die Sammlung Belvedere von Lassnig bis Knebl

    15/09/202119/02/2023

    Belvedere 21 – Museum für zeitgenössische Kunst

    Arsenalstraße 1,
    1030 Wien

    Greta Freist, Friedensreich Hundertwasser, Maria Lassnig, Padhi Frieberger, Günter Brus, VALIE EXPORT, Heimo Zobernig, Elke Silvia Krystufek, Ashley Hans Scheirl und Jakob Lena Knebl: Werke dieser und vieler anderer österreichischer Künstler*innen befinden sich in der Sammlung des Belvedere und machen die Faszination des Bestandes aus dem 20. sowie dem 21. Jahrhundert aus. Die Ausstellung Avantgarde und Gegenwart bringt eine hochkarätige Auswahl gegenwärtiger und historischer Positionen aus der Sammlung sowie aus der vom Belvedere verwalteten Artothek des Bundes in ein produktives Wechselspiel. Die Sammlung wird als ein dynamisches Gefüge von Konstellationen begriffen, das auf Kontinuitäten und Brüche, Relevanzen und Redundanzen hin befragt wird. Verschiedene Erzählstränge vermitteln Zugänge zur Kunst von den 1930er-Jahren bis heute und zeigen wesentliche Strömungen und Tendenzen auf.

    Jakob Lena Knebl, Joan, 2019, Belvedere, Wien, Johannes Stoll

    Alle Programmformate

    Das entwendete Meisterwerk

    Bilder als Zeitmaschinen

    8/04/202230/10/2022

    Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

    1., Schillerplatz 3

    Die Ausstellung Das entwendete Meisterwerk. Bilder als Zeitmaschinen stellt der gängigen Praxis der Schausammlung ein Modell gegenüber, das die historischen Kunstsammlungen der Akademie – Gemäldegalerie, Kupferstichkabinett und Glyptothek – mit zeitgenössischen Werken in Konversation treten lässt. Die Ausstellung schöpft aus dem Reichtum der drei Sammlungen und greift dabei nur eine Auswahl der vielen möglichen Bildprogramme, Typologien und allegorischen Formeln heraus, um sie mit anderen Werken aus anderen Zeiten lose zu verweben.

    Dabei eröffnet die Ausstellung einen Parcours durch die Kunstgeschichte seit dem 15. Jahrhundert bis heute, wie sie sich in dem Reichtum der drei Sammlungen abbildet. Neben dem Weltgerichts-Tryptichon von Hieronymus Bosch treffen weitere historische Meisterwerke u.a. von Sandro Botticelli, Daniel Chodowiecki, Lucas Cranach d. Ä., Albrecht Dürer, Anthonis van Dyck, Barent Fabritius, Hans Baldung Grien, Samuel van Hoogstraten, Martin van Meytens, Adriaen van Ostade, Rembrandt Harmensz. van Rijn, Peter Paul Rubens, Jacob van Ruisdael, Rachel Ruysch, Pierre Subleyras, David Teniers d. J., Anna Dorothea Therbusch, Franz Zächerle auf internationale zeitgenössische Werke von Martin Beck, Anna-Sophie Berger / Teak Ramos, Marcel Broodthaers, Lili Dujourie, VALIE EXPORT, Rodney Graham, Ulrike Grossarth, Albert Paris Gütersloh, Marcello Maloberti, Willem Oorebeek, Jeroen de Rijke / Willem de Rooij, Klaus Scherübel, Allan Sekula, Paul Sietsema, Laurence Sturla.

     

    Die Kunstsammlungen

    Die Kunstsammlungen der Akademie der bildenden Künste Wien umfassen die Gemäldegalerie, das Kupferstichkabinett und die Glyptothek. Sie beherbergen etwa 1.200 Gemälde und rund 160.000 Arbeiten auf Papier vom 14. bis zum 21. Jahrhundert sowie etwa 450 Gipsabgüsse. Das Vorhandensein von derart qualitätvollen und umfangreichen historischen Sammlungen an einer Kunstakademie stellt eine Besonderheit dar. Sie sind Begegnungsräume für Forschung, Lehre und Kunstinteressierte und als Studiensaal und Museum öffentlich zugänglich.

    Franz Zächerle, Pygmalion umfängt seine Statue, Detail, 1771 © Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

    Ausstellung

    IM BLICK: Georg Eisler

    Spurensicherung

    8/04/202225/09/2022

    Oberes Belvedere

    Prinz Eugen-Straße 27

    Alltag auf den Straßen Wiens, gewalttätige Ausschreitungen in Belfast, Trubel auf einem Bahnhof, Tanzende in einem Club  – für die Inhalte seiner Bilder ließ sich der Wiener Künstler Georg Eisler unmittelbar vom Leben inspirieren. Persönliche Tage- und Arbeitsbücher geben Aufschluss über sein Ringen, diese prägenden Eindrücke spontan und ungezwungen auf der Leinwand festzuhalten. Wie nachhaltig und intensiv ihm das gelang, zeigt diese Im Blick-Ausstellung im Oberen Belvedere.

    © Georg und Alice Eisler - Fonds für bildende Künstler und Komponisten

    Ausstellung

    OPEN

    3/06/20222/10/2022

    Der Besuch der Heidi Horten Collection ist nur mit einem gültigen Time-Slot-Ticket möglich: www.hortencollection.com/tickets

    Heidi Horten Collection

    Hanuschgasse 3, 1010 Wien

    Mit OPEN feiert die Heidi Horten Collection die Eröffnung ihrer neuen Wirkungsstätte – einem eigens für die Sammlung geschaffenen Museum, das auf Wunsch und Initiative der Kunstsammlerin Heidi Goëss-Horten entstand.

    Courtesy Heidi Horten Collection

    Ausstellung

    Teach Nature

    15/06/20222/10/2022

    KUNST HAUS WIEN. Museum Hundertwasser

    Untere Weißgerber Straße 13, 1030 Wien

    Für die Gruppenausstellung Teach Nature setzen sich Studierende der Akademie der bildenden Künste Wien mit der Bedeutung von Natur für die Kunstproduktion auseinander. Inspiriert wurden ihre Arbeiten durch Besuche österreichischer Nationalsparks und durch Gespräche mit Wissenschaftler:innen sowie Parkbetreuer:innen.

    Ausgangspunkt der Beschäftigung der Studierenden war die sogenannte „Rote Liste“, also die immer stetig steigende Anzahl der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Österreichs. Simone Bader, Mona Hahn, Roland Kollnitz, Nora Schultz und Heimo Zobernig, standen als Lehrende der Fachbereiche Bildhauerei | Raumstrategien, Bildhauerei und Installation, sowie Kunst im öffentlichen Raum an der Akademie der bildenden Künste Wien den Studierenden in dieser Zeit begleitend zur Seite. In regelmäßigen Treffen wurden die Zusammenhänge der in und mit der Natur gesammelten Eindrücke und deren Bedeutung für die Kunstproduktion diskutiert und Bezüge zur individuellen künstlerischen Arbeitsmethodik der Studierenden hergestellt.

     

     

    KÜNSTLER:INNEN

    Vik Bayer, Anna Bochkova, Karolin Brägger, Emma Hummerhielm Carlén, Kristina Cyan, Nana Dahlin, Freja Gøtke, Yoko Gwen Halbwidl, Bob Schatzi Hausmann, Florian Hofer, Katharina Hölzl, Theresa Horlacher, Ma Jia, Lisa Jäger, Julia Karpova, Adele Knall, Jusun Lee, raúl i. lima, Taro Meissner, PYO E, Bianca Phos, Dante Schmieder, Alua Sugralimova, Michael Reindel, Jakob Rockenschaub, Lera Weinrub, Andrea Zabric, Julia Znoj

     

    Teach Nature, Kunst Haus Wien, Museum Hundertwasser

    Ausstellung

    Cranach der Wilde

    Die Anfänge in Wien

    21/06/202216/10/2022

    KUNSTHISTORISCHES MUSEUM WIEN

    Maria-Theresien-Platz,
    1010 Wien

    Diese Ausstellung, die das Kunsthistorische Museum gemeinsam mit der Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» in Winterthur konzipiert, ist die weltweit erste, die sich den künstlerischen Anfängen Lucas Cranachs d. Ä. (1472–1553) widmet. Dessen erste erhaltene Werke sind in Wien fassbar, wohin der aus Franken stammende Künstler um 1500 gelangt sein muss. Seine hier geschaffenen Arbeiten fallen durch ihre ausgesprochene Expressivität auf – damit unterscheiden sie sich deutlich von dem höfisch-eleganten Stil, den Cranach nur wenig später als Hofkünstler der sächsischen Kurfürsten in Wittenberg entwickelte. Im Gegensatz zu den zahllosen Tafelbildern, die seine dortige Großwerkstatt verließen, haben sich aus den Wiener Jahren nur wenige Gemälde erhalten, von denen sich Schlüsselwerke heute in Winterthur und im Kunsthistorischen Museum Wien befinden. Sie stehen, ergänzt um hochkarätige Leihgaben aus anderen Sammlungen, im Mittelpunkt der Ausstellung, die damit einen umfassenden Überblick über das
    frühe Schaffen dieses Ausnahmekünstlers bietet.

    © Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz», Winterthur

    Ausstellung

    1503. Mitgliederausstellung

    23/06/202225/09/2022

    Künstlerhaus

    Karlsplatz 5, 1010 Wien

    Das Künstlerhaus ist eine der ersten „artist-run institutions“ des deutschsprachigen Raums. Die „Genossenschaft der bildenden Künstler im Künstlerhaus“, aus der später die „Gesellschaft der bildenden Künstler im Künstlerhaus“ hervorging, agiert seit ihrer Gründung 1861 ohne Unterbrechung als genreinklusive Vereinigung. Die von Georg Schöllhammer und Fanny Hauser kuratierte und von Johannes Porsch mitrecherchierte und gestaltete Mitgliederausstellung 2022 konfrontiert die Gegenwart des Hauses mit seiner vielgestaltigen Vergangenheit, in der sich die Aufbrüche, Konflikte und antagonistische Strömungen der österreichischen visuellen Künste paradigmatisch abbilden.

    KH Archiv, Scan, Feste Aichelburg 120

    Ausstellung

    Oceans. Collections. Reflections.

    George Nuku

    23/06/202231/01/2023

    Weltmuseum Wien

    Heldenplatz, 1010 Wien

    Das Weltmuseum Wien präsentiert 2022 die erste umfassende Ausstellung des Māori Künstlers George Nuku. Zu sehen sind Installationsprojekte in den Sonderausstellungsräumlichkeiten des Weltmuseum Wien, eine Installation in der Säulenhalle sowie die kostenlos zugängliche Präsentation „Bottled Ocean 2122“ im Theseustempel.

    Weltmuseum Wien, George Nuku

    Alle Programmformate

    Kollaborationen

    2/07/20226/11/2022

    mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

    Museumsplatz 1,
    1070 Wien

    Ausgehend von den Schwerpunkten der mumok Sammlung in den Avantgarden der 1960er- und 1970er-Jahre sowie den konzeptuellen und gesellschaftsanalytischen Ansätzen der Gegenwartskunst untersucht die Ausstellung Kollaborationen unterschiedliche Strategien kollektiver Autor*innenschaft. Der Bogen, den die Schau dabei spannt, reicht von der kleinsten zur größten Einheit des Miteinanders: von der internen Verbundenheit des Kollektivs zum punktuellen Zusammenschluss des Konnektivs, vom Paar zur Gesellschaft – und nicht zuletzt von der Liebesbeziehung zur Allverbundenheit. Kollaborationen geht der Frage nach, wie künstlerische Modellformen eines „Wir“ für das gesellschaftliche Zusammenleben fruchtbar gemacht werden können: Was bedeutet Kollaboration im 21. Jahrhundert, wenn sich grundlegende Gesellschaftsstrukturen zusehends auflösen und wie reagieren Künstler*innen darauf?

     

     

    Künstler*innen: Marina Abramović & Ulay, Ant Farm, Art & Language, Martin Beck, Bernadette Corporation, Anna & Bernhard Blume, George Brecht, Günter Brus, John Cage, Merce Cunningham, Chto Delat, Leidy Churchman, Clegg & Guttmann, Phil Collins, Bruce Conner, DIE DAMEN, Jean Dupuy, VALIE EXPORT, Peter Faecke und Wolf Vostell, Robert Filliou, Rimma Gerlovina & Valeriy Gerlovin, Gilbert & George, Manfred Grübl, Andreas Gursky, Richard Hamilton und Dieter Roth, Haus-Rucker-Co., Christine & Irene Hohenbüchler, IRWIN, Ray Johnson und Berty Skuber, On Kawara, Friedrich Kiesler, Alison Knowles, Brigitte Kowanz und Franz Graf, Louise Lawler, Lucy R. Lippard, Sharon Lockhart, George Maciunas, Larry Miller, Ree Morton, Otto Muehl, museum in progress, Moriz Nähr, Natalia L.L., Otto Neurath, Yoko Ono, Nam June Paik, Stephen Prina, Jörg Schlick, Hubert Schmalix, Secession, Seth Siegelaub, Christian Skrein, Daniel Spoerri, Petr Štembera und Tom Marioni, Thomas Struth, Timm Ulrichs, VBKÖ, Kerstin von Gabain und Nino Sakandelidze, Franz Erhard Walther, Robert Watts, Franz West, Wiener Gruppe, Oswald Wiener, Heimo Zobernig u.a.m. ; mit der Videoreihe lumbung calling der documenta fifteen, kuratiert von ruangrupa

     

     

    Ausstellungsgestaltung von Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová

     

     

    Diskurs- und Performanceprogramm in Zusammenarbeit mit der VBKÖ – Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs

     

     

    Kuratiert von Heike Eipeldauer und Franz Thalmair

    Ulay, Marina Abramović Breathing In / Breathing Out, 1977. Photo: mumok.© Courtesy of the Marina Abramović Archives / Bildrecht, Wien 2022

    Alle Programmformate

    Francesco Clemente

    7/07/202230/10/2022

    Albertina

    Albertinaplatz 1, 1010 Wien

    Die Albertina widmet dem italienisch-US-amerikanischen Künstler Francesco Clemente (*1952) eine umfassende Personale: Anlass hierfür ist die Übernahme eines wesentlichen Teils der Sammlung Jablonka als Dauerleihgabe, die zahlreiche bedeutende Werke des Künstlers beinhaltet.

    Die Schau konzentriert sich auf Clementes Selbstbetrachtungen und illustriert damit den engen Bezug zwischen seinen Reisen und seinem Wirken an den verschiedensten Orten der Welt. Diese Eindrücke, Erlebnisse und Mythen der bereisten Länder prägten den Künstler und spiegeln sich in seinem Schaffen wider. Neben dem Oeuvre aus der Sammlung Jablonka sind einige weitere Schlüsselwerke aus der Sammlung der Albertina zu sehen.

    Francesco Clemente: Self-portrait with eyes, 2002 Öl auf Leinwand ALBERTINA, Wien – The ESSL Collection © Francesco Clemente

    Ausstellung

    Speculative Fiction

    9/07/202216/10/2022

    Akademie der bildenden Künste Wien

    1., Schillerplatz 3

    Die durch globale Krisen wie Klimawandel oder Pandemie ausgelösten Entwicklungen der letzten Jahre führten dazu, das vermehrt Fragen und Sehnsüchte nach einem anderen Umgang mit der Welt auftreten. Um imaginäre Alternativen zu einer unbefriedigenden politischen und ökologischen Gegenwart zu entwerfen, wenden sich Künstler_innen – durchaus auch in expliziter Bezugnahme auf die Gedanken von Donna Haraway – vermehrt der spekulativen Fiktion zu.

    Im Bereich der Videokunst kommt dem Science-Fiction-Genre dabei eine neue Form der Relevanz zu. Fragen nach der Verbundenheit von menschlichen und nicht-menschlichen Lebensformen – sei es die Natur aber auch Formen künstlicher Intelligenz – werden thematisiert und der Utopiebegriff wird abseits seines modernen Verständnisses neu umrissen.

    Das Screening Speculative Fiction präsentiert Arbeiten von Absolvent_innen der Akademie, die den skizzierten Themenbereich mit ihren Werken ausloten.

     

    Mit Arbeiten von: Veronika Eberhart, Katrin Euller, Barbara Kapusta, Pille-Riin Jaik, Flavia Mazzanti, Ursula Mayer, Marlies Pöschl, Stefanie Schwarzwimmer, Paula Strunden, Kay Walkowiak

    Marlies Pöschl, Aurore, 2019 (Still)

    Ausstellung

    How thick is the layer of butter on your bread?

    Notes on class and capital

    13/07/202225/09/2022

    Akademie der bildenden Künste Wien

    1., Schillerplatz 3

    Wie kaum ein anderes Feld, versammelt die Kunstwelt unterschiedlichste Formen von Kapital und Arbeit. Die Codes zu kennen, um Teil dieser Welt zu werden, ist ebenso wichtig wie den Schlüssel zur Umwandlung symbolischen in ökonomisches Kapital zu finden. Zwischen Aneignungsstrategien, Klassenscham und Überlegungen zu unsichtbarer und/oder un(ter)bezahlter Arbeit zeigt die Ausstellung künstlerische Projekte, die von einer diskursiven Klammer in Form eines Zines ergänzt werden und somit den kollektiven Prozess der Ausstellungsentwicklung wie auch Diskurse rund um Klasse und Kapital greif- und sichtbar macht.

     

    Mit Arbeiten von: Kristina Kusmina Dreit, Jackie Grassmann, Ferhat İlhan, Hanne Jannasch und Isabell Alexandra Meldner, Seung Yeon Jung, Irene Landa, Rogine Moradi, Rebecca Rothenborg, Anne Schmidt, Olga Shapovalova

    How thick is the layer of butter on your bread? Notes on class and capital, Grafik: Irene Landa

    Ausstellung

    MARIA PINIŃSKA-BEREŚ. Meadow of Your Body

    curated by Jarosław Suchan

    9/09/202222/10/2022

    Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder

    Grünangergasse 1, 1010 Wien

    Maria Pinińska-Bereś (geboren 1931 in Poznań, gestorben 1999 in Kraków), bildnerische, installative und performative Arbeiten. Sie gilt als eine Wegbereiterin der ökologischen und feministischen Kunst in Polen, obgleich ihr Verhältnis zum Feminismus ambivalent war. Von 1950–1956 studierte sie an der Krakauer Akademie im Atelier von Professor Xawery Dunikowski, einem führenden Vertreter der modernen Bildhauerei in Polen. Sie gehörte zu Tadeusz Kantors künstlerischem Umfeld und wurde 1979 Mitglied der Krakauer Gruppe, die auf seine Initiative hin zwei Jahrzehnte zuvor gegründet worden war. Ihre Arbeiten befinden sich in den Sammlungen der wichtigsten polnischen Museen, u. a. im Kunstmuseum in Łódź, Nationalmuseum in Krakau, Nationalmuseum in Wrocław, Zentrum für Polnische Skulptur in Orońsko, Museum für Gegenwartskunst MOCAK in Krakau und Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich, sowie in vielen Privatsammlungen. Maria Pinińska-Bereś Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen innerhalb und außerhalb Polens gezeigt, in den letzten Jahren u. a. in den Ausstellungen Gender Check. Femininity and Masculinity in the Art of Eastern Europe, mumok, Wien (2010); The World Goes Pop, Tate Modern, London (2015); 20 – An Exhibition in Three Acts: Collection Revisited 1960–1982, Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich (2016); 56 Artillery Lane, Raven Row Gallery, London (2017); The Penumbral Age. Art in the Time of Planetary Change, Museum für Moderne Kunst, Warschau (2020).

     

    Jarosław Suchan, Kunsthistoriker und -kritiker, Kurator. Von 2006 bis 2022 war er Direktor des Kunstmuseums in Łódź, wo er ein neues Ausstellungsgebäude für die Sammlung errichtete und für das Museum ein neues Profil entwickelte. Zuvor war er Direktor der Kunstgalerie Bunkier Sztuki in Krakau (1999–2002) und stellvertretender Direktor und Chefkurator des Zentrums für Zeitgenössische Kunst Zamek Ujazdowski in Warschau (2002– 2006). Als Kurator oder Ko-Kurator organisierte er zahlreiche Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst in Museen und Institutionen, u. a. im Centre Pompidou, Paris; Museo Reina Sofía, Madrid; Museum Serralves, Porto; Kunstmuseum Den Haag; Universalmuseum Joanneum, Graz; Moderna Museet Malmö; Museum Abteiberg, Mönchengladbach; Ludwig Múzeum, Budapest; Nationale Kunstgalerie Zachęta, Warschau. Suchan ist Autor zahlreicher Texte über die Avantgarde, Moderne, zeitgenössische Kunst und Institutionskritik sowie Herausgeber oder Mitherausgeber von Büchern über Tadeusz Kantor, Jerzy Grotowski, Władysław Strzemiński und die polnisch-jüdische Avantgarde. Zuletzt war er Mitverfasser der Anthologie „The Avant-Garde Museum“.

     

    Ausstellungsansicht MARIA PINIŃSKA-BEREŚ. Courtesy Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder

    Ausstellung

    Sensory Tales

    curated by Rita Kálmán & Lívia Páldi

    13/09/202222/10/2022

    KRINZINGER SCHOTTENFELD

    Schottenfeldgasse 45, 1070 Wien

    The exhibition takes its starting point from the understanding of fluid and transformative existence, relations and presences, the expanded idea of intimacy and its practices from friendship to kinship. It brings together artists with diverse mixed media practices whose collaborative and individual works interrogate the contemporary condition through the somatic and explore the relationship between bodies and the organization of space. Informed by queer ecologies, feminism, critical anthropology, re-envisioning collective futures and infrastructures the presentation revolves around notions of radical joy, abundance, vulnerability and resilience. Sensory Tales features a line-up of artists from different generations, backgrounds and geographies whose practices share a nuanced and transformative treatment of their chosen media challenging us to reconsider how we read and understand facets of reality and identity. 
     
    Artists: Dóra Maurer, Mithu Sen, Tamás Kaszás, Johanna Calle, Aliza Orlan, Gideon Horváth, Katarina Šević, Dominika Trapp      

    Dominika Trapp, Escaping Water, Ink on antique paper, 2022, courtesy of the artist. Graphics: Carmen Alber.

    Alle Programmformate

    UNSEEN PLACES. Gregor Sailer

    15/09/202212/02/2023

    KUNST HAUS WIEN. Museum Hundertwasser

    Untere Weißgerber Straße 13, 1030 Wien

    Unzugängliche Landschaften, abgeriegelte Territorien oder militärische Sperrgebiete: Gregor Sailer zeigt in seinen Arbeiten surreale Architekturen an den Randzonen menschlicher Zivilisation. 

    Der Künstler interessiert sich für die bauliche Veränderung von Landschaft und die komplexen politischen, militärischen und wirtschaftlichen Implikationen von Architektur. Das führt ihn in entlegene, unwirtliche Weltgegenden, potemkinsche Dörfer und an Orte, die nur für wenige Menschen erreichbar sind. Sailers Fotos sind menschenleer, die Gebäude darauf wirken oft wie Skulpturen. Ob Klimawandel, politische Konflikte oder ein übersteigertes Sicherheitsbedürfnis – Sailers Bilder offenbaren, welche Dynamiken zur Existenz dieser Orte führen. 

    Das KUNST HAUS WIEN widmet dem Fotokünstler seine erste große Ausstellung in Österreich. Sailers Bilder eröffnen den Zugang zur Welt der Fakes, Kopien und Kulissen und hinterfragen diese mitunter absurden Auswüchse unserer heutigen Gesellschaft. Die Arbeiten Gregor Sailers verlangen monatelange Recherchearbeit und -aufenthalte unter extremen Bedingungen, etwa in der Arktis bei minus 50 Grad. Der 1980 geborene Tiroler Künstler wurde vielfach ausgezeichnet, seine Fotos wurden in zahlreichen Publikationen und Ausstellungen gezeigt und sind in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.

    Kuratorin: Verena Kaspar-Eisert (KUNST HAUS WIEN)

    Gregor Sailer, aus der Serie Polarsilkroad, Norway © Gregor Sailer

    Alle Programmformate

    Jean-Frédéric Schnyder | The Otolith Group | Patricia L. Boyd

    19/11/20225/02/2023

    Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession

    Friedrichstraße 12, 1010 Wien

    Jean-Frédéric Schnyder

    Seit Ende der 1960er-Jahre hat der konzeptuell arbeitende Schweizer Künstler Jean-Frédéric Schnyder ein breites Oeuvre geschaffen, das Malereien, Fotografien, Skulpturen, Objekte und Installationen umfasst. In seiner künstlerischen Praxis ist er stets radikal offengeblieben. Ein Resultat seiner radikalen Offenheit ist ein Werk voller Diskontinuitäten. Betrachtet man Schnyders malerisches Werk seit dem Beginn der 1970er-Jahre, so entdeckt man zugleich überraschende Kontinuitäten und Brüche.

    Jean-Frédéric Schnyder, geboren 1945 in Basel, lebt und arbeitet in Zug, Schweiz.

    Programmiert vom Vorstand der Secession
    Kuratiert von Jeanette Pacher

     

    The Otolith Group

    The Otolith Group, 2002 von Anjalika Sagar und Kodwo Eshun als von KünstlerInnen geleitetes Kollektiv gegründet, ist in London angesiedelt. Die Gruppe erforscht die zeitlichen Anomalien, anthropischen Inversionen und die synthetische Entfremdung des Posthumanen, des Inhumanen, des Nicht-Menschlichen und die Komplexität der Umweltbedingungen des Lebens, mit denen wir alle konfrontiert sind.

    The Otolith Group ist ein in London ansässiges Kollektiv, das 2002 gegründet wurde.

    Programmiert vom Vorstand der Secession
    Kuratiert von Bettina Spörr

     

     

    Patricia L. Boyd

    Patricia L. Boyd thematisiert in ihrem Werk häufig die Wechselbeziehungen zwischen Präsentationstechniken und institutionellen Dynamiken, indem sie räumliche Eingriffe vornimmt, welche die Wahrnehmung und Bewegung der Betrachter*innen in den Ausstellungsräume verändern. Sie arbeitet mit einer Reihe von Medien, darunter Skulptur, Fotografie, Schreiben und Video.

    Patricia L. Boyd, geboren 1980 in London, lebt und arbeitet in New York und London. Sie war bereits 2018 in der von Anthony Huberman kuratierten Gruppenausstellung Other Mechanisms in der Secession zu sehen und hatte seitdem vielbeachtete Einzelausstellungen im Münchener Kunstverein (2020), Front Desk Apparatus, New York (2019), Christian Andersen, Kopenhagen (2019) und Cell Project Space, London (mit Rosa Aiello, 2019).

    Programmiert vom Vorstand der Secession
    Kuratiert von Annette Südbeck

    Jean-Frédéric Schnyder, Hans Schnyder 1959 – JF 2020 nach Winston Churchill, 2020. Courtesy der Künstler & Galerie Eva Presenhuber, Zurich / New York

    Ausstellung

    mixed up with others before we even begin

    26/11/202210/04/2023

    mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

    Museumsplatz 1,
    1070 Wien

    Die Ausstellung mixed up with others before we even begin fokussiert auf Formen von Kontamination und untersucht Denk- und Arbeitsmodelle, die innerhalb der gegenwärtigen visuellen Kultur unterschiedliche, teils gegensätzliche Einheiten miteinander in Beziehung bringen.

    Anhand aktueller künstlerischer Positionen, die in Dialog mit ausgewählten Werken der mumok Sammlung sowie mit Objekten der Sammlungen des Naturhistorischen Museums Wien treten, rückt die Mischform nicht nur als künstlerische, sondern auch als gesellschaftliche und politisch wirksame Leitlinie in den Vordergrund. Dabei geht es um Momente der Begegnung und des freundlichen Zusammenschlusses ebenso, wie um Momente des Aufeinanderprallens.

     

    Künstler*innen: Leilah Babirye, Mariana Castillo Deball, Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová, Nilbar Güreş, Nicolás Lamas, Slavs and Tatars

    Nilbar Güreş: Contaminated Pina Colada, 2021. Oil on canvas, 50 × 40 cm. Courtesy of the artist and Galerie Martin Janda, Vienna