Vienna Art WeekAgenda

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Ausstellung

Wien 1900

Aufbruch in die Moderne

16/03/201931/07/2021

Leopold Museum

Museumsplatz 1
1070 Wien

Das Leopold Museum entwirft mit seiner neu konzipierten Dauerpräsentation ein opulentes Tableau, das einen in Dichte und Komplexität einzigartigen Einblick in das Faszinosum Wien um 1900 und das Fluidum jener pulsierenden Zeit bietet.

Die Donaumetropole war um die Jahrhundertwende gleichermaßen die Hauptstadt des Hochadels und der liberalen Intellektuellen, der prachtvollen Ringstraße und endloser Armenviertel, des Antisemitismus und des Zionismus, des starren Konservatismus und der einsetzenden Moderne. Glanz und Elend, Traum und Wirklichkeit, Selbstauflösung und Neuaufbruch bezeichnen den ästhetischen Pluralismus und markieren das Wien jener Zeit als Versuchsstation und Ideenlaboratorium – und damit als zentralen Motor einer turbulenten Erneuerungsbewegung. In diesem heterogenen Milieu – Arnold Schönberg sprach von der „Emanzipation der Dissonanz“ – fand jene einzigartige Verdichtung an Kulturleistungen statt, die uns heute von Wien um 1900 als einem Quellgrund der Moderne sprechen lässt. Der Aufbruch fand in den unterschiedlichsten Disziplinen statt, von der Malerei und den grafischen Künsten, über Literatur, Musik, Theater, Tanz und Architektur bis hin zu Medizin, Psychologie, Philosophie, Rechtslehre und Ökonomie. Die ca. 1300 Exponate umfassende, sich über drei Ebenen erstreckende Ausstellung präsentiert den Glanz und die Fülle künstlerischer und geistiger Errungenschaften jener Epoche anhand der Meisterwerke des Leopold Museum sowie großartiger Dauerleihgaben aus österreichischen und internationalen Sammlungen.

Die Ausstellung entsteht unter der kuratorischen Ägide von Hans-Peter Wipplinger in begleitendem Dialog mit Expertinnen und Experten aus den verschiedenen Fachgebieten.

© Leopold Museum, Wien

Ausstellung

Böse Kaiser

Eine Ausstellung des Münzkabinetts

12/11/201928/02/2021

Die Ausstellung ist nur für Führungen geöffnet.

KUNSTHISTORISCHES MUSEUM WIEN

Maria-Theresien-Platz,
1010 Wien

Das Bild, das die antike Überlieferung von römischen Kaisern gezeichnet hat, wirkt bis heute nach. Ob Caligula, Nero oder Commodus, sie gelten als Paradebeispiele für Cäsarenwahn. Denn das endgültige Urteil, ob jemand gut oder böse ist, wird unausweichlich von der Nachwelt gefällt, ungeachtet aller Behauptungen oder Bemühungen der betreffenden Person selbst.

Die Ausstellung stellt Aussagen aus der antiken Überlieferung, die zum Teil von Zeitgenossen stammen, zum Teil aber auch viele Generationen nach dem Ableben eines Kaisers aufgeschrieben wurden, der Münzprägung gegenüber. Diese beiden Quellen sind auf gänzlich verschiedene Art und Weise entstanden und verfolgten zudem völlig unterschiedliche Zielsetzungen. Manchmal prallen sie regelrecht aufeinander und sind nur selten in Einklang zu bringen. Zwar beruht auf ihnen ein Großteil unseres Wissens über die Geschichte der Antike, aber es zeigt sich, wieviel Raum zwischen persönlicher Meinung und offizieller Darstellung verbleibt.

Es werden bewusst Klischees und Anekdoten aufgegriffen und es wird versucht, diese anhand von Beispielen aus den Beständen des Münzkabinetts zu illustrieren, das mit 90.000 römischen Münzen und insgesamt rund 600.000 Objekten zu den größten und bedeutendsten Sammlungen der Welt zählt. Der Bogen spannt sich vom blutrünstigen Caligula und Nero, dem Brandstifter Roms, bis hin zu den Christenverfolgern und zu Julian dem Abtrünnigen im 4. Jahrhundert n. Chr.

© KHM

Ausstellung

OTTO PRUTSCHER

Allgestalter der Wiener Moderne

20/11/201911/10/2020

MAK – Museum für angewandte Kunst

Stubenring 5,
1010 Wien

Otto Prutscher (1880–1949) war Architekt und Designer, Ausstellungsgestalter, Lehrer und Mitglied aller wichtigen Reformkunstbewegungen – von der Secession bis zum Werkbund.

Prutscher gehörte zu den ersten SchülerInnen der Wiener Kunstgewerbeschule. Der Unterricht bei Josef Hoffmann und dem Maler Franz Matsch hinterließ Spuren: Seine Entwürfe weisen eine hohe zeichnerische Qualität auf; sie orientierten sich an den jeweils aktuellen Tendenzen der Architektur.

Prutschers heute bekanntes Werk umfasst mehr als 50 Bauwerke, knapp 50 Ausstellungen, rund 170 Einrichtungen, 300 Entwürfe dafür sowie über 200 Einzelmöbel und Garnituren. Mehr als 200 Unternehmen setzten seine Designs um, allen voran die Wiener Werkstätte und Betriebe wie Backhausen oder Augarten.

70 Jahre nach Prutschers Tod diskutiert die Ausstellung sein komplexes Schaffen und dessen Rolle für die Entwicklung der Wiener Moderne. Anlass dafür bietet die großzügige Schenkung von 139 Entwürfen, Objekten und Möbeln Prutschers durch die Sammlerin Hermi Schedlmayer.

Kurator: Rainald Franz, Kustode MAK-Sammlung Glas und Keramik

©Archivio Famiglia Otto Prutscher, Milano

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a_schau

Dauerausstellung

1/01/202031/12/2021

Architekturzentrum Wien

MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Die „a_schau“ ist die Dauerausstellung des Az W. Sie zeigt einen kompakten Überblick zur Entwicklung und Geschichte der Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts und einen einzigartigen Blick auf 150 Jahre Architekturschaffen in Österreich.

In zehn Episoden entfalten sich die relevantesten Phänomene und Strömungen und lassen dabei Platz für autonome Positionen. Ausgehend vom Aufstieg Wiens zur imperialen Großstadt führt die Ausstellung ins Spannungsfeld zwischen sozialpolitischem Experiment, der „Eroberung“ alpiner Landschaftsräume, den Machtverstrickungen in der NS-Zeit und dem Wiederaufbau nach 1945.

Moderne, Experimente und Krisen
Das Jahr 1958 ist für die Architekturentwicklung in Österreich signifikant. Es werden einige Schlüsselbauten fertiggestellt, die einen etwas späten Aufbruch in die internationale Moderne signalisieren. Danach machen sich Raumfahrt, der weltweite Siegeszug von Pop-Kultur und Massenmedien in der Architekturproduktion bemerkbar. Die Ölkrise von 1973 setzt den utopischen Konzepten ein abruptes Ende und markiert gleichzeitig den Beginn einer Vielzahl von konstruktiven und formalen Experimenten. Wichtiger Bestandteil der Ausstellung sind aktuelle Positionen quer durch Österreich, die in digitaler Form präsentiert werden.

Kuratorinnen: Gabriele Kaiser, Monika Platzer, Az W

Günther Domenig, Steinhaus, 1986–2008 © AzW Wien, Sammlung, Foto: Margherita Spiluttini

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Herbert Brandl

Exposed to Painting. Die letzten zwanzig Jahre

31/01/202026/10/2020

Belvedere 21 – Museum für zeitgenössische Kunst

Arsenalstraße 1,
1030 Wien

Mit seinen großformatigen Bilderwelten zählt Herbert Brandl zu den erfolgreichsten österreichischen Malern der Gegenwart. Das Sujet Landschaft nimmt von Anfang an einen dominierenden Stellenwert in seinem Werk ein, das zwischen malerischer Abstraktion und Gegenständlichkeit changiert. Ab der Jahrtausendwende wird Brandls Begeisterung für die Monumentalität der Bergwelt verstärkt wahrnehmbar. In unterschiedlichen Formaten und Techniken interpretiert der Maler das Bergmotiv neu und spielt dabei mit expressiven Gesten, abstrakten Farbräumen und mächtigen Formgebilden. Das Belvedere 21 präsentiert ab Ende Jänner 2020 Brandls Œuvre mit dem Schwerpunkt auf Arbeiten der vergangenen beiden Jahrzehnte bis hin zu Werken, die der Künstler eigens für die Ausstellung schafft.

Ausstellungsansicht Herbert Brandl. Exposed to Painting. Die letzten zwanzig Jahre, Foto: Markus Wör

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Die frühe Radierung

Von Dürer bis Bruegel

12/02/20201/11/2020

Albertina

Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Die Frühzeit der Druckgrafik ist von mehreren bedeutenden Erfindungen geprägt, sodass bis um 1500 bereits eine Vielzahl an technischen Verfahren entwickelt war. Das Aufkommen der Radierung im späten 15. Jahrhundert und ihre schnelle Verbreitung im frühen 16. Jahrhundert stellen einen der wichtigsten Wendepunkte dar. Die Grundlagen der Technik entwickelten sich in den Werkstätten von Waffenätzern, bis in den 1490er-Jahren der deutsche Druckgrafiker Daniel Hopfer damit begann, von geätzten, also „radierten“ Metallplatten auch Abzüge auf Papier herzustellen. Dabei ließ sich das Radieren so einfach bewerkstelligen, dass es Künstlern aus verschiedensten Sparten die Anfertigung eigener Drucke ermöglichte. Unter den Pionieren des Mediums waren einige der größten Künstler der Renaissance wie Albrecht Dürer, Parmigianino und Pieter Bruegel der Ältere.

Die Ausstellung in der ALBERTINA widmet sich den ersten 70 Jahren der Radierung: von ihren Anfängen in der Dürerzeit bis in die Epoche Bruegels, als viele berühmte und auch weniger bekannte Künstler in Deutschland, Flandern, Italien und Frankreich in dieser Technik arbeiteten. Rund 125 Radierungen sind neben Zeichnungen, Druckplatten und illustrierten Büchern in der Schau zu sehen.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Metropolitan Museum in New York.

Daniel Hopfer, Woman and Attendant Surprised by Death, ca 1510-1515 © The Metropolitan Museum of Art

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Renate Bertlmann

Carlone Contemporary

20/02/202031/01/2021

Oberes Belvedere

Prinz Eugen-Straße 27

Das Belvedere präsentiert 2020 in der Reihe CARLONE CONTEMPORARY die Arbeit der Multimediakünstlerin Renate Bertlmann für den österreichischen Pavillon der Biennale von Venedig 2019: ein Feld roter Messer-Rosen. Sie zeigt sinnliche Blumen aus Muranoglas mit messerscharfen Klingen im Blütenkelch. Der Gegensatz zwischen Fragilität und Aggression weist Parallelen zur Dualität der Fresken im Carlone-Saal des Belvedere auf.
Kuratiert von Felicitas Thun-Hohenstein.
#CarloneContemporary #RenateBertlmann

Johannes Stoll / Belvedere, Wien. © Renate Bertlmann & Richard Saltoun Gallery, London

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Josef Trattner: Inside Out

28/02/202023/12/2020

DI–FR 9:00–17:00 Uhr

Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung

Mariahilfer Straße 1b/1

Der interdisziplinär arbeitende Künstler Josef Trattner beschäftigt sich seit vielen Jahren u. a. mit dem Material Schaumstoff und realisiert unter Verwendung dieses Werkstoffs Projekte im öffentlichen Raum. Wesentliches Merkmal seiner Arbeiten ist die Überlagerung von kunstimmanenten Aspekten – das Verhältnis von Materialität, Form und Farbe zum Innen- und Außenraum – mit gesellschaftlichen Fragestellungen. Seine ephemeren, nach Veränderung durch Publikum und Wettereinflüsse sich wieder in Nichts auflösenden Inszenierungen in Natur- und Stadträumen sind immer auch soziale Versuchsanordnungen, denen ein selbstreflexives und kritisches Potenzial eingeschrieben ist.
Exklusiv für die Friedrich Kiesler Stiftung wurde eine Raum-Skulptur mit den Maßen 3 x 3 x 3 Meter realisiert, die vom Publikum benützt werden kann. Modelle, Fotos und ein Film, der die Entstehung der Skulptur dokumentiert, werden ebenso gezeigt.

Josef Trattner © Redtenbacher

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Steve Reinke

Butter

6/03/202026/10/2020

mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

Museumsplatz 1,
1070 Wien

„Mein Werk will mich tot sehen, so viel ist sicher. Es spricht über nichts anderes“, schreibt Steve Reinke in einem Briefwechsel anlässlich seiner Ausstellung im mumok. Tod und Leben, Empathie und Grausamkeit, Sex und Intimität, aber eben auch das unbehagliche Verhältnis des Autors zu seinem Werk sind Themen, die Reinke in seiner Arbeit beschäftigen. In bester nietzscheanischer Manier betrachtet er den Menschen allerdings nicht als politisches oder moralisches Wesen, sondern als Spielball mikrobiotischer Agenden: Anstelle eines freudianischen Ich oder Es bestimmen in seinen jüngeren Videos Bakterien, Plazenta und Plankton den Lauf der Welt, und „Kultur“ beschreibt nicht humanistische Exzellenz, sondern Leben aus der Petrischale. Butter, die erste museale Einzelpräsentation des Künstlers überhaupt, zeigt Reinkes neueste Videoarbeit An Arrow Pointing to a Hole sowie eine Auswahl seiner sinistren Textbilder und gedankenverlorenen Stickereien, die auf paradox präzise Weise von Kontrollverlust, Formlosigkeit und Selbstvergessenheit erzählen.

Steve Reinke, Ohne Titel (Stickerei), 2017, Courtesy der Künstler und Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin, © mumok / Deinhardstein

Ausstellung

ALLES WAR KLAR

Eröffnungsausstellung

7/03/20201/11/2020

Künstlerhaus

Karlsplatz 5, 1010 Wien

ALLES WAR KLAR thematisiert, wie sich die institutionellen Routinen über die letzten 150 Jahre der Geschichte des Künstlerhauses immer wieder hinterfragen lassen. Die Besucher*innen werden auf einen Rundgang durch insgesamt sieben Ausstellungsräume eingeladen, der einer sorgfältig entwickelten Dramaturgie folgt. Ein Zyklus der Metamorphose und zugleich Katharsis der neu zu etablierenden Institution wird sich schließen, bis sich die Unterscheidung und Wertigkeit von Vergangenheit und Zukunft allmählich auflöst. Den Besucher*innen liefert die Ausstellung sowohl intellektuell herausfordernde Kontexte wie auch unmittelbare, sinnliche Wirkungen.

Künstler*innen:
Anna Artaker, Thomas Baldischwyler (mit Werken von Willi Baumeister, Falm, Haus-Rucker-Co, Karl Hofer, Thomas Jeppe, Gustav Klimt, Martin Kippenberger, Elke Silvia Krystufek, Teresa Feodorowna Ries, Didi Sattmann, Hanns Wagula), Cäcilia Brown, Natalia Domínguez Rangel, Michaela Eichwald, Agata Ingarden, Florian Aschka, Alexandru Cosarca, Georg Klüver-Pfandtner, Larissa Kopp, Adam Kraft, Max Schaffer, Toni Schmale, Wiener Perspektive / AG SPACE

Agata Ingarden, The Lounge, 2020 © wolfleeb.com

Ausstellung

… von Brot, Wein, Autos, Sicherheit und Frieden

8/03/20204/10/2020

Das kuratorische Kollektiv What, How & for Whom / WHW hat im Juni 2019 die künstlerische Leitung der Kunsthalle Wien übernommen. Sie starten ihr Programm mit einer internationalen Gruppenausstellung, die mehr als 30 Künstler*innen zeigt und sich über alle Räumlichkeiten der Kunsthalle Wien erstreckt.

Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf das Buch „Globalization and the Manufacture of Transient Events“ des libanesischen Autors und Künstlers Bilal Khbeiz, erschienen 2003 bei Ashkal Alwan in Beirut. Khbeiz sinniert darin über die Unterschiede zwischen den Träumen der Menschen im Globalen Süden und jenen im Globalen Norden. Er kommt zu dem Schluss, dass „… wir in der dritten Welt von Brot, Wein, Autos, Sicherheit und Frieden weiterhin nur träumen können.“ In den letzten zwei Jahrzehnten entzieht sich der Horizont eines guten Lebens mit genau diesem „Brot, Wein, Autos, Sicherheit und Frieden“ jedoch immer mehr Menschen – auch dort, wo er als selbstverständlich galt.

Die Künstler*innen der Ausstellung kritisieren die brutalen Prozesse, die ebenjene emanzipatorischen und politischen Werte aushöhlen, welche ein lebenswertes Dasein für die Mehrzahl der Menschen erst ermöglichen. Zugleich weisen sie mit ihren Arbeiten darauf hin, dass sich der frühere Horizont eines guten Lebens auch verändern und durch Ideen aus dem Kontext von Postwachstum, Feminismus, Ökologie und entkolonialisiertem Denken ersetzt werden könnte.

Kuratorinnen: What, How & for Whom / WHW

 

Ausstellungsansicht: von Brot, Wein, Autos, Sicherheit fund Fieden, Foto: eSeL.at - Lorenz Seidler

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Korrespondenzen: Bosch & Schlegel

Christine Schlegel: Reservate abtrünniger Engel

12/03/202027/09/2020

Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien zu Gast im Theatermuseum

Lobkowitzplatz 2

Die Ausstellungsreihe Korrespondenzen
Das Herzstück der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien ist das Triptychon mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts von Hieronymus Bosch (um 1450/55 – 1516). Der dreiteilige Altar zählt zu den weltweit bedeutendsten Kunstwerken der Zeit um 1500 und ist das zweitgrößte Werk Boschs. Das Retabel gibt bis heute Rätsel auf und ist der unbestrittene Publikumsmagnet der Sammlung.
Die Ausstellungsreihe zeigt Korrespondenzen zwischen dem Werk des niederländischen Malers und dem anderer Künstler_innen auf und setzt in regelmäßiger Folge Kunstwerke zu seinem Weltgerichts-Triptychon in Beziehung. Es werden überraschende Verbindungen zwischen unter-schiedlichen Medien und Künstler_innen sichtbar, die Perspektive auf Bosch wechselt.

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unter flaschen – die Fledermaus in der Bar du Bois

13/05/202024/10/2020

Universitätsgalerie im Heiligenkreuzer Hof Wien


Heiligenkreuzer Hof Stiege 8, 1.Stock

Das Vergangene ist nicht vorbei. Es kann wiederentdeckt und in Archiven besucht werden, manches will aber auch wiederbelebt werden. Solch eine Aktualisierung in mehreren Akten erlebte jüngst das legendäre „Kabarett Fledermaus“. Einst (1907-13) war es in Wien ein Ort für emanzipatorische und eskapistische Tendenzen. Doch dann wurde es geschlossen, später zerstört und seine experimentelle Programmatik geriet in Vergessenheit. Seine wegweisende künstlerische Gestaltung jedoch blieb über die Zeiten in Erinnerung. Im Rahmen einer internationalen Kooperation gelang der Abteilung Kunstsammlung und Archiv der Universität für angewandte Kunst Wien 2019 eine stilistische 1:1-Rekonstruktion des berühmten Barraumes.
Beteiligte Künstler_innen:

Chiara Bals, Diana Barbosa Gil, Katrine Bobek, Eva Engelbert, Daniel Fonatti, Johannes Frauenschuh, Andreas Harrer, Anna Hostek, Anastasia Jermolaewa, Gea Kalkhof, Selma Klima, Leena Lübbe, Felizitas Moroder, Ann Muller, Florian Pfaffenberger, Raphael Pohl, Carolina Rotter, Lisa Sifkovits, Julia Steinbach, Stefan Thater, Julian Turner, Maria VMier, Astrid Wagner, Johanna Odersky, Bartholomaeus Wächter, Laura Welker


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Dauerausstellung Schausammlung

1/07/202031/12/2021

Oberes Belvedere

Prinz Eugen-Straße 27

Mehrere tausend Werke aus neun Jahrhunderten umfasst die Sammlung des Belvedere. Das Museum wirft mit der Aufstellung der Sammlung einen spannenden Blick aus unerwarteter Perspektive auf die Werke von Künstler_innen wie Rueland Frueauf d. Ä., Franz Xaver Messerschmidt, Ferdinand Georg Waldmüller, Gustav Klimt, Erika Giovanna Klien, Egon Schiele, Helene Funke oder Oskar Kokoschka.

Der umfangreiche Bestand des Belvedere umfasst Werke vom Mittelalter bis in die Gegenwart, darunter die weltweit größten Sammlungen von Ferdinand Georg Waldmüller und Gustav Klimt oder die Charakterköpfe von Franz Xaver Messerschmidt. Mit der Schausammlung schafft das Obere Belvedere neuartige Zugänge zu diesen Meisterwerken der Kunst.

Themenräume unterbrechen die chronologisch den Kunstepochen folgende Hängung. Ein vielschichtiger Dialog entsteht so zwischen den Klassikern der Kunstgeschichte und zeitgenössischen Positionen. Die Räume kreisen um Fragestellungen zu Österreichs Geschichte, seiner Identität und seiner Kunst. So wird ein Spannungsfeld zwischen historischen Referenzen und aktuellen Bezugspunkten erzeugt – scheinbar Altbekanntes kann im neuen Kontext wiederentdeckt werden.

Dem Bau des Schloss Belvedere unter Prinz Eugen von Savoyen, der Museumsgründung, der Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages und der heutigen Rolle als modernes Museum ist ein eigener Ausstellungsbereich gewidmet, der die bewegte Geschichte des Hauses reflektiert.

Ausstellungsansicht "Schausammlung Neu" Foto: Johannes Stoll, © Belvedere, Wien

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Meisterwerke der Moderne

Die Sammlung Batliner

1/07/202031/12/2021

Albertina

Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Die Schausammlung der ALBERTINA wurde vollständig neu aufgestellt. Schwerpunkt der aktuellen Präsentation sind zahlreiche bisher selten gezeigte Arbeiten Pablo Picassos. Die ALBERTINA besitzt mit der Sammlung Batliner eine der bedeutendsten Kollektionen Europas zur Malerei der Klassischen Moderne.
Den Ausgangspunkt der permanenten Ausstellung bilden die Künstler des Impressionismus und des Postimpressionismus wie Degas, Cézanne, Toulouse-Lautrec und Gauguin. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Deutschen Expressionismus mit den Künstlergruppen Die Brücke und Der Blaue Reiter sowie auf der Neuen Sachlichkeit mit Werken von Wacker, Sedlacek und Hofer. Den Fokus auf die Kunst Österreichs vertiefen Werke von Kokoschka sowie Gemälde von Egger-Lienz. Die Vielfalt der russischen Avantgarde illustrieren Gemälde von Gontscharowa, Malewitsch und Chagall.

Die ALBERTINA begrüßt die Sammlung Othmar Huber zu einem Gastauftritt im Rahmen der Schausammlung. Aus der Kollektion des Schweizer Augenarztes Othmar Huber (1892–1979) wird eine Auswahl von 15 Werken präsentiert, die einen Dialog zwischen diesen beiden herausragenden Sammlungen der Klassischen Moderne entfacht. Der Fokus dieser Begegnung von Schlüsselwerken der Moderne liegt auf dem Blauen Reiter, darunter Marcs Hauptwerk Blaues Pferd II, Mackes Hafen von Duisburg sowie Werken von Kandinsky und Klee. Zwei bedeutende Gemälde von Picasso, Schlafende Trinkerin aus der frühen Phase seiner Blauen Periode sowie Frau im Profil, die zusammen mit dem reichen ALBERTINA-Bestand an Werken Picassos präsentiert werden, runden das besondere Gastspiel ab. Die ausgestellten Werke sind Leihgaben der Stiftung Othmar Huber, die im Kunstmuseum Bern beheimatet ist, und des Kunsthauses Glarus.

Paul Signac | Venedig, die rosa Wolke, 1909 | © ALBERTINA, Wien – Sammlung Batliner

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The Beginning

KUNST IN ÖSTERREICH 1945 BIS 1980

1/07/20208/11/2020

Albertina Modern

Karlsplatz 5, 1010 Wien

Die Eröffnungsausstellung der ALBERTINA MODERN The Beginning. Kunst in Österreich 1945 bis 1980 bietet erstmals einen umfassenden Überblick einer der innovativsten Epochen österreichischer Kunstgeschichte. Die Schau präsentiert die wichtigsten Positionen an der Schwelle zur Postmoderne – vom Wiener Phantastischen Realismus über die frühe Abstraktion, den Wiener Aktionismus, die kinetische und konkrete Kunst sowie die österreichische Spielvariante der Popart bis zu dem für Wien so kennzeichnenden gesellschaftskritischen Realismus. The Beginning widmet den großen Einzelgängern Friedensreich Hundertwasser, Arnulf Rainer und Maria Lassnig eigene Räume. Was Skulptur und Objektkunst in diesem Zeitraum bedeuten kann, veranschaulichen Hauptwerke von Joannis Avramidis und Rudolf Hoflehner über Wander Bertoni und Roland Goeschl bis Curt Stenvert, Bruno Gironcoli und Cornelius Kolig.
Wiener Avantgarden
Die Schau zeigt insgesamt fast 100 Künstlerinnen und Künstler dieser, sich über drei Jahrzehnte spannenden Epoche. Die Aufarbeitung von Ständestaat und Nationalsozialismus sowie die internationale Vernetzung aller wesentlichen ProtagonistInnen sind bislang oft übersehene Kennzeichen dieser Wiener Avantgarden. Ausgangspunkt der Ausstellung sind die Sammlungen der ALBERTINA, die jüngst durch die Akquisition der Sammlung Essl eine große Bereicherung erfahren haben. Ein Ausstellungsprojekt dieses Anspruchs und Umfangs mit rund 360 Objekten ist darüber hinaus auf die Unterstützung vieler LeihgeberInnen angewiesen: KünstlerInnen, PrivatsammlerInnen und Museen.

Robert Klemmer | Laufender Klemmer, 1969 | ALBERTINA, Wien © Estate Robert Klemmer

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MAK SCHAUSAMMLUNG WIEN 1900

Design / Kunstgewerbe 1890-1938

1/07/202031/07/2022

MAK – Museum für angewandte Kunst

Stubenring 5,
1010 Wien

Die Räume der Schausammlung sind von zeitgenössischen KünstlerInnen gestaltet und zeigen ausgewählte Highlights der MAK-Sammlung. In einem einzigartigen Zusammenspiel von künstlerischem Erbe und zeitgenössischen Interventionen werden die historischen Bestände in Szene gesetzt und laden in dieser speziellen Inszenierung zur eingehenden Betrachtung der Objekte ein.
Thematisches Zentrum der Präsentation bildet das vielgestaltige Ringen um einen österreichischen modernen bürgerlich-demokratischen Stil. Als Secessionismus und Jugendstil bezeichnet, dient das Design und Kunstgewerbe dieser vibrierenden Zeit heute wie kein anderes der österreichischen Identitätsstiftung.

©MAK

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MISFITTING TOGETHER

Serielle Formationen der Pop Art, Minimal Art und Conceptual Art

1/07/20206/01/2021

mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

Museumsplatz 1,
1070 Wien

„I was reflecting that most people thought the Factory was a place where everybody had the same attitudes about everything; the truth was, we were all odds-and-ends misfits, somehow misfitting together.” (Andy Warhol)

Pluralistische Vielfalt bestimmte das methodische Verständnis der Pop Art, Minimal Art und Conceptual Art seit den 1960er-Jahren. In Anlehnung an Mel Bochners Text „The Serial Attitude“ (1967) und die von Paul Maenz und Peter Roehr kuratierte Ausstellung Serielle Formationen (1967) setzt sich die Sammlungspräsentation MISFITTING TOGETHER mit der seriellen Ordnung als verbindender Komponente dieser drei Strömungen auseinander. Sie zeigt, wie stark diese einander beeinflusst haben und wie ungern sie sich in kunsthistorische Schubladen zwängen lassen.

In ihrer „gemeinsamen Unangepasstheit“ bilden die Werke in MISFITTING TOGETHER die Grundlage für die im Herbst stattfindenden Warhol-Ausstellungen ANDY WARHOL EXHIBITS a glittering alternative und DEFROSTING THE ICEBOX. Die verborgenen Sammlungen der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museum Wien und des Weltmuseum Wien zu Gast im mumok.

Andy Warhol stellte zuletzt 1981 – also noch zu Lebzeiten – im mumok aus. Knapp 40 Jahre später ist es mehr als überfällig, sein Schaffen in einem umfassenderen kunsthistorischen Kontext zu präsentieren. MISFITTING TOGETHER verortet Warhols Werk deshalb nicht nur im Rahmen der Pop Art, sondern zeichnet ein differenzierteres Bild der Zeit, indem Arbeiten der Minimal und Conceptual Art hinzugezogen werden – allesamt Sammlungsschwerpunkte von Peter und Irene Ludwig.

Künstler_innen: Lutz Bacher, Alighiero Boetti, Daniel Buren, Hanne Darboven, Jan Dibbets, Heinz Gappmayr, Robert Indiana, Jasper Johns, Donald Judd, On Kawara, Joseph Kosuth, Sol LeWitt, Roy Lichtenstein, Dóra Maurer, Claes Oldenburg, Friederike Pezold, Larry Poons, Charlotte Posenenske, Peter Roehr, Robert Smithson, Daniel Spoerri, Andy Warhol

Larry Poons, Nixe’s Mate, 1961, mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Leihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung, © Bildrecht Wien

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Suellen Rocca

3/07/20208/11/2020

Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession

Friedrichstraße 12, 1010 Wien

Die Installation von Suellen Rocca im Grafischen Kabinett ist die letzte von der Künstlerin noch zu Lebzeiten konzipierte Ausstellung, die mit großem Respekt vor ihrem Werk posthum umgesetzt wurde. Neue Gemälde und Zeichnungen sind zusammen mit Bildern der vergangenen Dekade in einem installativen Setting zu sehen. Es besteht aus einem simplen Bett und einem Paravent und zitiert das künstlerische Vokabular Roccas. Die Präsentation der realen Gegenstände zusammen mit ihren bildlichen Darstellungen lässt die Grenzen zwischen Ausstellungsraum und Bildraum verschwimmen und fördert die Wahrnehmung, geradezu physisch in eine der Bildlandschaften eintreten zu können.

Suellen Rocca, installation view Secession 2020, photo: Peter Mochi

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BAKELITE

Die Sammlung Georg Kargl

15/07/202026/10/2020

MAK – Museum für angewandte Kunst

Stubenring 5,
1010 Wien

Erstmals beschäftigt sich das MAK in einer Sonderausstellung mit einem historischen Kunststoff und seiner Rolle im Design und in der Kulturgeschichte. Anlass dazu bietet die Präsentation ausgewählter Stücke aus der Bakelit-Sammlung des Wiener Galeristen Georg Kargl (1955–2018), der dem MAK eng verbunden war. Kargl war nicht nur ein bedeutender Protagonist der Wiener und internationalen Kunstszene sowie Experte der Wiener Moderne im Bereich der angewandten Kunst, sondern auch ein großer Kenner und leidenschaftlicher Sammler von Bakelit.

©MAK/Georg Mayer

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Europas beste Bauten

Mies Van der Rohe Award 2019

30/07/202012/10/2020

Architekturzentrum Wien

MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Alle zwei Jahre stellt die Ausstellung „Europas beste Bauten“ herausragende Architekturprojekte aus Europa in den Mittelpunkt und avancierte damit zum Publikumsmagnet. Es werden Projekte ausgezeichnet, deren visionärer Charakter als Orientierung, wenn nicht gar als Manifest für die Entwicklung zeitgenössischer Architektur dient.

Die Covid19-Krise macht deutlich, wie wichtig guter Wohnbau ist, dazu neue Kombinationen von Wohnen und Arbeiten und insgesamt eine Stadt der kurzen Wege mit funktionierenden Nachbarschaften und großzügigen öffentlichen Räumen. Der biennal verliehene EU Mies Award gibt einmal mehr architektonische Antworten auf drängende gesellschaftliche Fragen. Der Hauptpreis ging an ein wegweisendes Wohnbauprojekt: eine radikale Transformation von drei Wohnblöcken aus den 1960er Jahren in Bordeaux durch die Architekt*innen Lacaton & Vassal gemeinsam mit Frédéric Druot und Christophe Hutin. Die weiteren Finalisten reichen von einer öffentlichen Platzgestaltung in Tirana, Albanien, bis zu neuen Kombinationen von Wohnen und Arbeiten in Berlin. Den Nachwuchspreis erhielt das junge französische Büro BAST für den Anbau zu einer Dorfschule in Montbrun-Bocage in der Nähe von Toulouse. Aus den knapp 400 nominierten Projekten aus 36 europäischen Ländern wurden insgesamt 40 Projekte von der hochkarätigen Jury unter Beteiligung der Az W Direktorin Angelika Fitz für die Ausstellung ausgewählt, darunter drei aus Österreich: die Bundesschule Aspern von fasch&fuchs.architekten und ein Wohnbau von StuidoVlayStreeruwitz in Wien Floridsdorf sowie das Haus der Musik von Erich Strolz und Dietrich Untertrifaller in Innsbruck. Ergänzend werden die 15 Nominierungen mit österreichischer Beteiligung präsentiert.

Katalog
Ein Katalog zur Ausstellung präsentiert alle nominierten Projekte und ist im Rahmen der Ausstellung im Az W erhältlich.

Eine Ausstellung der Fundació Mies van der Rohe, Barcelona und Creative Europe im Architekturzentrum Wien.

Frédéric Druot Architecture und Christophe Hutin Architecture © Foto: Philippe Ruault

Alle Programmformate Ausstellung Eintritt frei

WiR | WE – A hybrid in progress

curated by_ Marina FOKIDIS

5/09/202026/09/2020

11:00

Christine König Galerie

Schleifmühlgasse 1A, 1040 Wien

CHRISTINE KÖNIG GALERIE

WiR | WE - A hybrid in progress

Jimmie DURHAM | Peter FRIEDL | Penelope GEORGIOU | Christian NYAMPETA | Sina MOSER | Maria Magdalena CAMPOS-PONS | Gerhard RÜHM | Nancy SPERO | Anna TERESHKINA | Sislej XHAFA
curated by_ Marina FOKIDIS

Städte haben sich in fremde Landschaften verwandelt, der Alltag ist nicht mehr der Alltag, den wir kannten; die Politik ist nicht mehr die Politik, die wir wiedererkennen können; unser Hab und Gut gehört uns nicht mehr; der öffentliche Raum gehört uns ebenfalls nicht mehr, und selbst der private Raum ist verhandelbar. Wir erleben einen Umbruch, und als wir diese unvermeidliche Veränderung erfahren, bei der alles im Wandel ist, verliert der Raum seine Form und verwandelt sich in ein Nichts, einen immateriellen Ort: den Raum für das Unmögliche. Können wir eine Reihe neuer Queer-Kapazitäten identifizieren, die möglicherweise zum Vorschein kommen, über die Hysterie der Hyperkonnektivität hinauskommen und durch die Turbulenzen innerhalb des anspruchsvollen superterritorialen Terrains, in dem wir alle leben, hindurchnavigieren?

Wie können wir die Vergangenheit in die Gegenwart führen, und wie kann "die Zukunft" wieder in unserem Leben glaubwürdig werden?

Gerhard RÜHM, WiR, erweitertes ich-bild, 2000, Typocollage und Bleistift auf Karton, 30 x 40 cm

Ausstellung Eintritt frei Eröffnung

WiR | WE – A hybrid in progress

curated by_ Marina FOKIDIS

5/09/202026/09/2020

11:00

Christine König Galerie

Schleifmühlgasse 1A, 1040 Wien

CHRISTINE KÖNIG GALERIE

WiR | WE - A hybrid in progress

Jimmie DURHAM | Peter FRIEDL | Penelope GEORGIOU | Christian NYAMPETA | Sina MOSER | Maria Magdalena CAMPOS-PONS | Gerhard RÜHM | Nancy SPERO | Anna TERESHKINA | Sislej XHAFA
curated by_ Marina FOKIDIS

Städte haben sich in fremde Landschaften verwandelt, der Alltag ist nicht mehr der Alltag, den wir kannten; die Politik ist nicht mehr die Politik, die wir wiedererkennen können; unser Hab und Gut gehört uns nicht mehr; der öffentliche Raum gehört uns ebenfalls nicht mehr, und selbst der private Raum ist verhandelbar. Wir erleben einen Umbruch, und als wir diese unvermeidliche Veränderung erfahren, bei der alles im Wandel ist, verliert der Raum seine Form und verwandelt sich in ein Nichts, einen immateriellen Ort: den Raum für das Unmögliche. Können wir eine Reihe neuer Queer-Kapazitäten identifizieren, die möglicherweise zum Vorschein kommen, über die Hysterie der Hyperkonnektivität hinauskommen und durch die Turbulenzen innerhalb des anspruchsvollen superterritorialen Terrains, in dem wir alle leben, hindurchnavigieren?

Wie können wir die Vergangenheit in die Gegenwart führen, und wie kann "die Zukunft" wieder in unserem Leben glaubwürdig werden?

Gerhard RÜHM, WiR, erweitertes ich-bild, 2000, Typocollage und Bleistift auf Karton, 30 x 40 cm, Courtesy Christine König Galerie, Wien

Alle Programmformate Ausstellung Eintritt frei

Johannes BÜTTNER | Alien vs. Predator

5/09/202017/10/2020

KOENIG2 by_robbygreif

Margaretenstraße 5, 1040 Wien

Einmal in jedem Jahrhundert entsendet eine außerirdische Spezies von Jägern ausgewählte Nachkommen um in einer gewaltvollen Rites de Passage den Übergang vom Jugendalter zu erwachsenen Mitgliedern ihrer Gesellschaft zu vollziehen. Das Ritual sieht die Verfolgung und Tötung einer zweiten, speziell für diesen Zweck herangezüchteten Spezies vor, welche sich parasitär, d.h. mit Hilfe eines Wirtes, vermehrt. Gelingt es das erste Beuteopfer zu erlegen, markieren die erfolgreichen Initianden ihren Helm und ihr Haupt mit einem Symbol unter Zuhilfenahme des ätzenden Blutes ihres Opfers. Dieser Narrativ gibt den Plot der 2004 erschienenen Comicbuch-Verfilmung „Alien vs. Predator“ und ihres Universums wieder, die der ersten österreichischen Einzelausstellung von Johannes Büttner ihren Namen leiht. Die Referenz zum wohlbekannten Film-Franchise ist das metaphorische Leitmotiv der Ausstellung, die Auseinandersetzungen mit kultischen Praktiken und kultureller Aneignung in der globalisierten Gegenwart aufzeigt.

Johannes BÜTTNER | Alien vs. Predator

Alle Programmformate Ausstellung

Amygdala

curated by Kerstin von Gabain

8/09/202010/10/2020

12:00

Zeller van Almsick

Franz-Josefs-Kai 3/16, 1030 Wien

Amygdala zeigt ein Zusammentreffen zwischen Edin Zenuns Tonerde mit Pigment und Ölgemälden und botanischen Modellen von Beginn des 20. Jahrhunderts. Aufbauend auf seinen früheren Arbeiten untersucht die Ausstellung Zenuns zugrundeliegende Beschäftigung mit dem Raum zwischen Abstraktion und Figuration - jener Schnittstelle zwischen Netzhaut und Gehirn, wo die einzelnen Teile in ein Ganzes verwandelt werden.

Alle Programmformate Ausstellung Eintritt frei Eröffnung Talk

Christian Ludwig Attersee „Haus im Dschungel“

8/09/20209/10/2020

Galerie Ernst Hilger

Dorotheergasse 5, 1010 Wien

Die Ausstellung Christian Ludwig Attersee "Haus im Dschungel" anlässlich seines 80. Geburtstages.

Galerie Ernst Hilger

Alle Programmformate Ausstellung

Nach uns die Sintflut

16/09/202014/02/2021

KUNST HAUS WIEN. Museum Hundertwasser

Untere Weißgerber Straße 13, 1030 Wien

Schwindende Gletscher und Polkappen, steigende Meeresspiegel und versteppte Landflächen: die Folgen der Klimakrise sind längst sichtbar. Nach uns die Sintflut heißt die große Herbstausstellung des KUNST HAUS WIEN, die mit den Mitteln der Kunst die Dringlichkeit des Themas aufzeigt. 21 österreichische und internationale Künstlerinnen und Künstler veranschaulichen durch Fotografie und Video die ökologischen Auswirkungen unseres wachstumsorientierten Wirtschaftssystems.

Die Werke aus den vergangenen zehn Jahren sind oft in intensiver Recherche und in Zusammenarbeit mit WissenschafterInnen entstanden. Sie geben den abstrakten Prozessen und komplexen Zusammenhängen der Klimakrise eine visuelle Form und berühren auf emotionaler Ebene. Die Ausstellung steht programmatisch für die Anliegen und Schwerpunkte, die das KUNST HAUS WIEN als Grünes Museum verfolgt: Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen sowie künstlerische Fotografie.

KünstlerInnen: Benoit Aquin, Ursula Biemann, Axel Braun, Solmaz Daryani, Verena Dengler, Michael Goldgruber, Justin Brice Guariglia, Stephan Huber, Genoveva Kriechbaum, Anouk Kruithof, Bénédicte Kurzen, Douglas Mandry, Benedikt Partenheimer, Sarker Protick, Gabriele Rothemann, Anastasia Samoylova, Christina Seely, Nicole Six & Paul Petritsch, Frank Thiel, Angela Tiatia

Alle Programmformate Ausstellung

Verborgene Gedanken visueller Natur

23/09/202031/12/2021

Sigmund Freud Museum

Berggasse 19, 1090 Wien

Die Dauerausstellung Verborgene Gedanken visueller Natur wurde in Sigmund Freuds "erster Ordination" im Hochparterre eingerichtet: Eine Präsentation ausgewählter Werke der Konzeptkunstsammlung des Sigmund Freud Museums. 1989 mit einer Installation des amerikanischen Künstlers Joseph Kosuth ins Leben gerufen, unfasst die Sammlung Werke von KünstlerInnen wie Franz West, Heimo Zobernig, Susan Hiller, John Baldessari, Sherrie Levine, Haim Steinbach, Ilya Kabakov oder Pier Paolo Calzolari.

Ausstellungsansicht: Verborgene Gedanken visueller Natur © Oliver-Ottenschlaeger, Sigmund Freud Privatstiftung

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Klemens Schillinger „Hardware“

(Programmpartner Vienna Design Week)

25/09/20208/10/2020

rauminhalt_harald bichler space & content

Schleifmühlgasse 13, 1040 Wien

Der österreichische Designer Klemens Schillinger versteht unter Hardware anonyme Teile aus unterschiedlichen Anwendungsbereichen. In spielerischer Form untersucht der Designer die ästhetischen und funktionalen Qualitäten dieser speziellen Halbzeuge. Mit Fokus auf die Erhaltung der Sichtbarkeit jener Teile, so etwa Rohrklemmen, Gusswinkel und Lochbleche entwirft Schillinger mehrheitlich speziell für die Ausstellung in der Galerie rauminhalt_harald bichler neue auratische Objekte. Für die gezeigten Möbelstücke und Wandobjekte fügt der Designer konstruktive und ästhetische Komponenten mit einer Selbstverständlichkeit ineinander. (Programmpartner der Vienna Design Week 2020)

Leonhard Hilzensauer

Ausstellung

Beethoven bewegt

29/09/202024/01/2021

KUNSTHISTORISCHES MUSEUM WIEN

Maria-Theresien-Platz,
1010 Wien

Die Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien bringt Beethoven in Dialog mit KünstlerInnen wie Friedrich, Goya, Rodin, Horn, Baldessari und Sehgal.
Das Kunsthistorische Museum Wien präsentiert in Kooperation mit dem Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien eine durchaus ungewöhnliche Hommage an Ludwig van Beethoven (1770–1827).

Beethovens universelle und einzigartige Rezeption, die epochale Bedeutung seiner Musik, aber auch die Wahrnehmung seiner ikonengleich stilisierten Person lassen eine Unmenge von Anknüpfungspunkten zu; Hoch- und Populärkultur, Kommerz und Politik nützen ein nahezu unerschöpfliches Reservoir zur Inspiration oder auch Vereinnahmung.

Die Ausstellung bringt Gemälde von Caspar David Friedrich, Skizzenbücher J. M. W. Turners, Grafiken von Francisco de Goya, Anselm Kiefer und Jorinde Voigt, Skulpturen von Auguste Rodin, Rebecca Horn und John Baldessari sowie eine für die Ausstellung entwickelte neue Arbeit Tino Sehgals, ein Video von Guido van der Werve u. v. m. ins Gespräch mit der Musik, kostbaren Autographen und der Person Beethovens. Sie schlägt so eine Brücke bis zur Gegenwart: Meisterwerke der Bildenden Kunst gehen Verbindungen mit Musik und Stille ein.

© KHM

Alle Programmformate Ausstellung

Kuratorinnenführung mit Sophie Haslinger und Verena Kaspar-Eisert

Nach uns die Sintflut

12/10/202012/10/2020

18:00

Kostenlos mit gültigem Eintrittsticket, anmeldung@kunsthauswien.com

KUNST HAUS WIEN. Museum Hundertwasser

Untere Weißgerber Straße 13, 1030 Wien

Schwindende Gletscher und Polkappen, steigende Meeresspiegel und versteppte Landflächen: die Folgen der Klimakrise sind längst sichtbar. Nach uns die Sintflut heißt die große Herbstausstellung des KUNST HAUS WIEN, die mit den Mitteln der Kunst die Dringlichkeit des Themas aufzeigt. 21 österreichische und internationale Künstlerinnen und Künstler veranschaulichen durch Fotografie und Video die ökologischen Auswirkungen unseres wachstumsorientierten Wirtschaftssystems.

Die Werke aus den vergangenen zehn Jahren sind oft in intensiver Recherche und in Zusammenarbeit mit WissenschafterInnen entstanden. Sie geben den abstrakten Prozessen und komplexen Zusammenhängen der Klimakrise eine visuelle Form und berühren auf emotionaler Ebene. Die Ausstellung steht programmatisch für die Anliegen und Schwerpunkte, die das KUNST HAUS WIEN als Grünes Museum verfolgt: Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen sowie künstlerische Fotografie.

KünstlerInnen: Benoit Aquin, Ursula Biemann, Axel Braun, Solmaz Daryani, Verena Dengler, Michael Goldgruber, Justin Brice Guariglia, Stephan Huber, Genoveva Kriechbaum, Anouk Kruithof, Bénédicte Kurzen, Douglas Mandry, Benedikt Partenheimer, Sarker Protick, Gabriele Rothemann, Anastasia Samoylova, Christina Seely, Nicole Six & Paul Petritsch, Frank Thiel, Angela Tiatia

Alle Programmformate Ausstellung

WERKSCHAU XXV: Günther Selichar – NO MEDIA BEYOND THIS POINT

13/10/202014/11/2020

Fotogalerie Wien

Währinger Straße 59/WUK, 1090 Wien

NO MEDIA BEYOND THIS POINT – so lautet Günther Selichars Appell an sein Publikum, bewusst und kritisch den Einfluss von medienvermittelten Bildern bzw. gelenkten Informationen zu sehen. Mit Begriffen wie OBSERVING SYSTEMS oder EMBEDDED [journalist] legt Selichar Tags an, die den theoretischen Rahmen für seine Auseinandersetzung mit Phänomenen rund um die Massenmedien abstecken.
(...) In Zeiten, in welchen Fotografien fast ausschließlich als JPEGs auf kleinen Displays konsumiert werden, ist eine Ebene im Werk Selichars besonders hervorzuheben: die Materialisierung der Fotografien in komplexen Produktionsschritten, mit High End-Reproverfahren und ausgewählten Materialien. Sie machen das Bild zu einem vieldimensionalen Werk, im Unterschied zum eindimensionalen JPEG am Bildschirm. (Ruth Horak)

Günther Selichar, Who’s Afraid of Blue, Red and Green? (Statistics), 1997 Ausstellungsansicht "o.T." Museum Liaunig © Günther Selichar, Bildrecht Wien

Alle Programmformate Ausstellung

Želimir Žilnik. Shadow Citizens

24/10/202017/01/2021

Kunsthalle Wien Museumsquartier

Museumsplatz 1, 1070 Wien

"Shadow Citizens" gibt Einblick in das radikale Filmschaffen und umfangreiche Werk von Želimir Žilnik (geb. 1942, lebt und arbeitet in Novi Sad, Serbien). Die Ausstellung ist Teil des offiziellen Programms der Viennale 2020 und eine Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum.

Seit seinen Anfängen in der lebendigen Amateurfilmszene, die sich in den 1960ern in Jugoslawien entwickelte, hat Žilnik über 50 Filme gedreht, die oft der Gattung Dokumentardrama zuzurechnen sind. Seine Arbeiten fanden schnell internationale Anerkennung; für "Frühe Werke" gewann er 1969 auf der Berlinale den Goldenen Bären für den besten Langfilm. Als seine Filme in den 1970ern auf politischen Widerstand stießen, verließ er Jugoslawien und ließ sich in Deutschland nieder, wo mehrere Independent-Filme entstanden, darunter einige der ersten Filme, die sich mit dem Thema Gastarbeiter auseinandersetzten. Auch in Deutschland sah er sich politischen Anfeindungen und Zensur ausgesetzt und kehrte nach Jugoslawien zurück, wo er in den 1980ern zahlreiche Fernseh- und Spielfilme drehte, in denen er die ersten Anzeichen der wachsenden gesellschaftlichen Konflikte in seinem Heimatland einfing. In den 1990ern entstanden Filme, die die Schattenseiten der postsozialistischen Umwälzungen und Migrationsfragen behandelten.

Viele von Žilniks Filmen nahmen auf geradezu prophetische Weise reale Entwicklungen vorweg, etwa den Zerfall Jugoslawiens, den wirtschaftlichen Übergang vom Sozialismus zu einer neoliberalen Ordnung, die Beseitigung von Arbeitnehmerrechten und die umfassende Zersetzung gesellschaftlicher Strukturen in den Bereichen Arbeit und Migration. Der Titel der Ausstellung, Shadow Citizens, spiegelt Žilniks jahrzehntelanges Bemühen wider, die Aufmerksamkeit der Zuschauer*innen auf unsichtbare, unterdrückte, unterrepräsentierte und verzerrt dargestellte Mitglieder der Gesellschaft zu lenken.

Kuratorinnen: What, How & for Whom / WHW (inklusive Ana Dević)

Želimir Žilnik, The Most Beautiful Country in the World, Filmstill, 2018, Courtesy der Künstler

Alle Programmformate Ausstellung Eröffnung Performance

Leopold Kessler – Solo

3/11/202012/12/2020

projektraum viktor bucher

Praterstraße 13/1/2, 1020 Wien

Leopold Kesslers Eingriffe in Rechtsapparate, kommerzielle Dienstleistungen und öffentliche Räume beruhen auf scharfsinnigen und trocken humorvollen Beobachtungen des städtischen Lebens und zeigen ein akutes Bewusstsein für die weltlichen Systeme, die die heutige Gesellschaft am Laufen halten.

Kesslers Werke bieten auch eine einzigartige Sicht auf die Psychogeographie. Er reorganisiert die Stadt nicht mit der Rhetorik halluzinatorischer Wunder oder revolutionärer Romantik, sondern durch die Perspektive von Arbeit, Infrastruktur und Instandhaltung und verwandelt diese Systeme in eine Bühne für urbane schwarze Komödien.

Leopold Kessler, 1976 geb. in München, lebt und arbeitet in Wien

©the artist

Alle Programmformate Ausstellung

Direktorinnenführung mit Bettina Leidl und Johanna Schwanberg

Naturkunst - Kunstnatur

5/11/20205/11/2020

17:00

Kostenlos mit gültigem Eintrittsticket, anmeldung@kunsthauswien.com

KUNST HAUS WIEN. Museum Hundertwasser

Untere Weißgerber Straße 13, 1030 Wien

Schwindende Gletscher und Polkappen, steigende Meeresspiegel und versteppte Landflächen: die Folgen der Klimakrise sind längst sichtbar. Nach uns die Sintflut heißt die große Herbstausstellung des KUNST HAUS WIEN, die mit den Mitteln der Kunst die Dringlichkeit des Themas aufzeigt. 21 österreichische und internationale Künstlerinnen und Künstler veranschaulichen durch Fotografie und Video die ökologischen Auswirkungen unseres wachstumsorientierten Wirtschaftssystems.

Die Werke aus den vergangenen zehn Jahren sind oft in intensiver Recherche und in Zusammenarbeit mit WissenschafterInnen entstanden. Sie geben den abstrakten Prozessen und komplexen Zusammenhängen der Klimakrise eine visuelle Form und berühren auf emotionaler Ebene. Die Ausstellung steht programmatisch für die Anliegen und Schwerpunkte, die das KUNST HAUS WIEN als Grünes Museum verfolgt: Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen sowie künstlerische Fotografie.

KünstlerInnen: Benoit Aquin, Ursula Biemann, Axel Braun, Solmaz Daryani, Verena Dengler, Michael Goldgruber, Justin Brice Guariglia, Stephan Huber, Genoveva Kriechbaum, Anouk Kruithof, Bénédicte Kurzen, Douglas Mandry, Benedikt Partenheimer, Sarker Protick, Gabriele Rothemann, Anastasia Samoylova, Christina Seely, Nicole Six & Paul Petritsch, Frank Thiel, Angela Tiatia

Alle Programmformate Ausstellung

Maja Vukoje

Auf Kante

12/11/202025/04/2021

Belvedere 21 – Museum für zeitgenössische Kunst

Arsenalstraße 1,
1030 Wien

Maja Vukoje beschäftigt sich in ihrer Malerei mit kultureller Hybridität und Transkulturalität als Grundbedingungen unserer globalisierten Lebenswelten. Über verschiedene Werkphasen hinweg hat Vukoje eine eigenständige künstlerische Sprache entwickelt. Dabei nimmt sie die Vermischung und Verschmelzung von Elementen verschiedener Kulturen nicht nur als Bildmotive in den Blick. Vukoje spiegelt diese Phänomene des Hybriden auch im Sinne einer medialen Entgrenzung der Malerei in den eingesetzten Materialien und den künstlerischen Verfahren.

Das Belvedere 21 präsentiert ab 12. November 2020 die bislang umfassendste Personale der Künstlerin. Gezeigt werden rund hundert Arbeiten der letzten 15 Jahre mit einem Schwerpunkt auf der aktuellsten Produktion. In dieser treffen Südfrüchte und sogenannte Kolonialwaren wie Kaffee und Zucker auf Symbole unseres digitalisierten Alltags, Motive aus der Populärkultur und ikonische Werke der malerischen Abstraktion. In einer speziell für die Ausstellung konzipierten Raumintervention verschränkt Maja Vukoje zudem ihre Auseinandersetzung mit der Formensprache der Moderne mit Fragen des Displays.

Kuratiert von Luisa Ziaja.

#MajaVukoje

Maja Vukoje, "Paravent", 2014, Foto: Michael Wörgötter, © Bildrecht Wien, 2019

Alle Programmformate Eintritt frei Talk

Künstlergespräch mit dem Filmemacher Želimir Žilnik

im Rahmen der Želimir-Žilnik-Retrospektive Shadow Citizens

13/11/202013/11/2020

18:00

Kunsthalle Wien Museumsquartier

Museumsplatz 1, 1070 Wien

Seit seinen Anfängen in der lebendigen Amateurfilmszene, die sich in den 1960ern in Jugoslawien entwickelte, hat Žilnik (geb. 1942, lebt und arbeitet in Novi Sad, Serbien) über 50 Filme gedreht. Seine Arbeiten fanden schnell internationale Anerkennung; für Frühe Werke gewann er 1969 auf der Berlinale den Goldenen Bären für den besten Langfilm. Als seine Filme in den 1970ern auf politischen Widerstand stießen, verließ er Jugoslawien und ließ sich in Deutschland nieder, wo mehrere Independent-Filme entstanden, darunter einige der ersten Filme, die sich mit dem Thema Gastarbeiter auseinandersetzten. Auch in Deutschland sah er sich politischen Anfeindungen und Zensur ausgesetzt und kehrte nach Jugoslawien zurück, wo er in den 1980ern zahlreiche Fernseh- und Spielfilme drehte, in denen er die ersten Anzeichen der wachsenden gesellschaftlichen Konflikte in seinem Heimatland einfing. In den 1990ern entstanden Filme, die die Schattenseiten der postsozialistischen Umwälzungen und Migrationsfragen behandelten.

Želimir Žilnik wird auch über den Film "The Most Beautiful Country in the World" von 2018 sprechen, der einer Gruppe junger Migrant*innen in Wien folgt, die das administrative Kontroll-Labyrinth durchlaufen und schließlich Aufenthaltsstatus erlangen. Viele von Žilniks Filmen nahmen auf geradezu prophetische Weise reale Entwicklungen vorweg, etwa den Zerfall Jugoslawiens, den wirtschaftlichen Übergang vom Sozialismus zu einer neoliberalen Ordnung, die Beseitigung von Arbeitnehmer*innenrechten und die umfassende Zersetzung gesellschaftlicher Strukturen in den Bereichen Arbeit und Migration. Der Titel der Ausstellung, "Shadow Citizens", spiegelt Žilniks jahrzehntelanges Bemühen wider, die Aufmerksamkeit der Zuschauer*innen auf unsichtbare, unterdrückte, unterrepräsentierte und verzerrt dargestellte Mitglieder der Gesellschaft zu lenken.

Želimir Žilnik, The Most Beautiful Country in the World, Filmstill, 2018, Courtesy der Künstler

Alle Programmformate Ausstellung Eintritt frei Eröffnung Special Event

PARCOURS. ABSCHLUSSARBEITEN. 2020

13/11/202022/11/2020

16:00

Eröffnungsveranstaltung (am 13.11., 16:00-20:00 h) und Ausstellungsbesuch (ab 14.11., Mo–Fr, 13:00–19:00 h, Sa–So, 10:00–18.00 h) mit beschränkter Teilnehmer_innenzahl je nach aktuellen COVID-19-Sicherheitsbestimmungen, alle Informationen ab November 2020 auf www.akbild.ac.at

Akademie der bildenden Künste Diplompräsentation

Ungargasse 38, 1030 Wien

Im Rahmen der diesjährigen Vienna Art Week feiert die Akademie der bildenden Künste Wien am Ende eines herausfordernden Studienjahres die Abschlussarbeiten von rund 50 Diplomand_innen des Coronajahres 2020 mit einer umfassenden Präsentation, die einen einmaligen Einblick in die Bandbreite künstlerischer Ausdrucksformen und Produktionen bietet. Ein zwischengenütztes Gebäude in der Ungargasse im 3. Bezirk bildet das Zentrum der Diplompräsentation und den Ausgangspunkt eines Ausstellungsparcours, der in die Bildhauereiateliers in die Kurzbauergasse ebenso einlädt wie zur Teilnahme an diversen digitalen Interventionen anregt.

Rundgang 2019, Einblick in die Bildhauerateliers, Arbeiten von Rebecca Rothenborg, Foto: Joanna Pianka - eSeL.at © Akademie der bildenden Künste Wie

Alle Programmformate Ausstellung

Kuratorinnenführung mit Sophie Haslinger und Verena Kaspar-Eisert

Nach uns die Sintflut

26/11/202026/11/2020

17:00

Kostenlos mit gültigem Eintrittsticket, anmeldung@kunsthauswien.com

KUNST HAUS WIEN. Museum Hundertwasser

Untere Weißgerber Straße 13, 1030 Wien

Schwindende Gletscher und Polkappen, steigende Meeresspiegel und versteppte Landflächen: die Folgen der Klimakrise sind längst sichtbar. Nach uns die Sintflut heißt die große Herbstausstellung des KUNST HAUS WIEN, die mit den Mitteln der Kunst die Dringlichkeit des Themas aufzeigt. 21 österreichische und internationale Künstlerinnen und Künstler veranschaulichen durch Fotografie und Video die ökologischen Auswirkungen unseres wachstumsorientierten Wirtschaftssystems.

Die Werke aus den vergangenen zehn Jahren sind oft in intensiver Recherche und in Zusammenarbeit mit WissenschafterInnen entstanden. Sie geben den abstrakten Prozessen und komplexen Zusammenhängen der Klimakrise eine visuelle Form und berühren auf emotionaler Ebene. Die Ausstellung steht programmatisch für die Anliegen und Schwerpunkte, die das KUNST HAUS WIEN als Grünes Museum verfolgt: Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen sowie künstlerische Fotografie.

KünstlerInnen: Benoit Aquin, Ursula Biemann, Axel Braun, Solmaz Daryani, Verena Dengler, Michael Goldgruber, Justin Brice Guariglia, Stephan Huber, Genoveva Kriechbaum, Anouk Kruithof, Bénédicte Kurzen, Douglas Mandry, Benedikt Partenheimer, Sarker Protick, Gabriele Rothemann, Anastasia Samoylova, Christina Seely, Nicole Six & Paul Petritsch, Frank Thiel, Angela Tiatia

Alle Programmformate Ausstellung

Kuratorinnenführung mit Sophie Haslinger und Verena Kaspar-Eisert

Nach uns die Sintflut

12/01/202112/01/2021

18:00

Kostenlos mit gültigem Eintrittsticket, anmeldung@kunsthauswien.com

KUNST HAUS WIEN. Museum Hundertwasser

Untere Weißgerber Straße 13, 1030 Wien

Schwindende Gletscher und Polkappen, steigende Meeresspiegel und versteppte Landflächen: die Folgen der Klimakrise sind längst sichtbar. Nach uns die Sintflut heißt die große Herbstausstellung des KUNST HAUS WIEN, die mit den Mitteln der Kunst die Dringlichkeit des Themas aufzeigt. 21 österreichische und internationale Künstlerinnen und Künstler veranschaulichen durch Fotografie und Video die ökologischen Auswirkungen unseres wachstumsorientierten Wirtschaftssystems.

Die Werke aus den vergangenen zehn Jahren sind oft in intensiver Recherche und in Zusammenarbeit mit WissenschafterInnen entstanden. Sie geben den abstrakten Prozessen und komplexen Zusammenhängen der Klimakrise eine visuelle Form und berühren auf emotionaler Ebene. Die Ausstellung steht programmatisch für die Anliegen und Schwerpunkte, die das KUNST HAUS WIEN als Grünes Museum verfolgt: Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen sowie künstlerische Fotografie.

KünstlerInnen: Benoit Aquin, Ursula Biemann, Axel Braun, Solmaz Daryani, Verena Dengler, Michael Goldgruber, Justin Brice Guariglia, Stephan Huber, Genoveva Kriechbaum, Anouk Kruithof, Bénédicte Kurzen, Douglas Mandry, Benedikt Partenheimer, Sarker Protick, Gabriele Rothemann, Anastasia Samoylova, Christina Seely, Nicole Six & Paul Petritsch, Frank Thiel, Angela Tiatia

Alle Programmformate Ausstellung

Kuratorinnenführung mit Sophie Haslinger und Verena Kaspar-Eisert

Nach uns die Sintflut

10/02/202110/02/2021

17:00

Kostenlos mit gültigem Eintrittsticket, anmeldung@kunsthauswien.com

KUNST HAUS WIEN. Museum Hundertwasser

Untere Weißgerber Straße 13, 1030 Wien

Schwindende Gletscher und Polkappen, steigende Meeresspiegel und versteppte Landflächen: die Folgen der Klimakrise sind längst sichtbar. Nach uns die Sintflut heißt die große Herbstausstellung des KUNST HAUS WIEN, die mit den Mitteln der Kunst die Dringlichkeit des Themas aufzeigt. 21 österreichische und internationale Künstlerinnen und Künstler veranschaulichen durch Fotografie und Video die ökologischen Auswirkungen unseres wachstumsorientierten Wirtschaftssystems.

Die Werke aus den vergangenen zehn Jahren sind oft in intensiver Recherche und in Zusammenarbeit mit WissenschafterInnen entstanden. Sie geben den abstrakten Prozessen und komplexen Zusammenhängen der Klimakrise eine visuelle Form und berühren auf emotionaler Ebene. Die Ausstellung steht programmatisch für die Anliegen und Schwerpunkte, die das KUNST HAUS WIEN als Grünes Museum verfolgt: Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen sowie künstlerische Fotografie.

KünstlerInnen: Benoit Aquin, Ursula Biemann, Axel Braun, Solmaz Daryani, Verena Dengler, Michael Goldgruber, Justin Brice Guariglia, Stephan Huber, Genoveva Kriechbaum, Anouk Kruithof, Bénédicte Kurzen, Douglas Mandry, Benedikt Partenheimer, Sarker Protick, Gabriele Rothemann, Anastasia Samoylova, Christina Seely, Nicole Six & Paul Petritsch, Frank Thiel, Angela Tiatia