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    Ausstellung

    Siegfried Zaworka

    Funktionale

    27/09/201924/09/2022

    mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

    Museumsplatz 1,
    1070 Wien

    Mit Siegfried Zaworka lädt das mumok erstmals einen österreichischen Künstler ein, die Wand im Foyer des Museums mit einer eigens dafür konzipierten Arbeit zu bespielen. Nach den fotobasierten Installationen von Cindy Sherman, Louise Lawler und Jeff Wall sind es bei Zaworka die Mittel der Malerei, die einer künstlerischen Befragung unterzogen werden. Unter dem Titel Funktionale arrangiert er eine Gruppe von auf bloße Leinwand gemalten Bildelementen zu einem temporären Wandbild, das mit der Wahrnehmung der Betrachter*innen ein raffiniertes Spiel treibt. Was auf den ersten Blick wie eine surreale Landschaft mit Gebirgskette, Tannenbaum und vegetabilen Formen anmutet, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als systematische Auseinandersetzung mit dem illusionistischen Potenzial der Malerei.

    Ausstellung

    a_schau

    Dauerausstellung

    1/01/202031/12/2021

    Architekturzentrum Wien

    MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

    Die „a_schau“ ist die Dauerausstellung des Az W. Sie zeigt einen kompakten Überblick zur Entwicklung und Geschichte der Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts und einen einzigartigen Blick auf 150 Jahre Architekturschaffen in Österreich.

    In zehn Episoden entfalten sich die relevantesten Phänomene und Strömungen und lassen dabei Platz für autonome Positionen. Ausgehend vom Aufstieg Wiens zur imperialen Großstadt führt die Ausstellung ins Spannungsfeld zwischen sozialpolitischem Experiment, der „Eroberung“ alpiner Landschaftsräume, den Machtverstrickungen in der NS-Zeit und dem Wiederaufbau nach 1945.

    Moderne, Experimente und Krisen
    Das Jahr 1958 ist für die Architekturentwicklung in Österreich signifikant. Es werden einige Schlüsselbauten fertiggestellt, die einen etwas späten Aufbruch in die internationale Moderne signalisieren. Danach machen sich Raumfahrt, der weltweite Siegeszug von Pop-Kultur und Massenmedien in der Architekturproduktion bemerkbar. Die Ölkrise von 1973 setzt den utopischen Konzepten ein abruptes Ende und markiert gleichzeitig den Beginn einer Vielzahl von konstruktiven und formalen Experimenten. Wichtiger Bestandteil der Ausstellung sind aktuelle Positionen quer durch Österreich, die in digitaler Form präsentiert werden.

    Kuratorinnen: Gabriele Kaiser, Monika Platzer, Az W

    Günther Domenig, Steinhaus, 1986–2008 © AzW Wien, Sammlung, Foto: Margherita Spiluttini

    Ausstellung

    HELMUT LANG ARCHIV

    EINE INTERVENTION VON HELMUT LANG

    16/06/20209/01/2022

    MAK – Museum für angewandte Kunst

    Stubenring 5,
    1010 Wien

    Bis 9. Jänner 2021 zeigt das MAK im HELMUT LANG ARCHIV eine temporäre Intervention von Helmut Lang, die sich mit dem Archiv als Sammlungs-, Aufbewahrungs- und Ausstellungsort und Speicher von Erinnerungen sowie dem Potenzial seiner Nutzung beschäftigt. Das MAK ist die einzige Institution weltweit, in der die Geschichte der Markenentwicklung und -identität Helmut Langs nachvollzogen werden kann. Seit Helmut Langs Rückzug aus der Modebranche im Jahr 2005 konzentriert sich der 1956 geborene Österreicher auf sein künstlerisches Schaffen – 20 internationale Museen erhielten Schenkungen von Helmut Lang.

    Ausstellung

    Dauerausstellung Schausammlung

    1/07/202031/12/2021

    Oberes Belvedere

    Prinz Eugen-Straße 27

    Mehrere tausend Werke aus neun Jahrhunderten umfasst die Sammlung des Belvedere. Das Museum wirft mit der Aufstellung der Sammlung einen spannenden Blick aus unerwarteter Perspektive auf die Werke von Künstler_innen wie Rueland Frueauf d. Ä., Franz Xaver Messerschmidt, Ferdinand Georg Waldmüller, Gustav Klimt, Erika Giovanna Klien, Egon Schiele, Helene Funke oder Oskar Kokoschka.

    Der umfangreiche Bestand des Belvedere umfasst Werke vom Mittelalter bis in die Gegenwart, darunter die weltweit größten Sammlungen von Ferdinand Georg Waldmüller und Gustav Klimt oder die Charakterköpfe von Franz Xaver Messerschmidt. Mit der Schausammlung schafft das Obere Belvedere neuartige Zugänge zu diesen Meisterwerken der Kunst.

    Themenräume unterbrechen die chronologisch den Kunstepochen folgende Hängung. Ein vielschichtiger Dialog entsteht so zwischen den Klassikern der Kunstgeschichte und zeitgenössischen Positionen. Die Räume kreisen um Fragestellungen zu Österreichs Geschichte, seiner Identität und seiner Kunst. So wird ein Spannungsfeld zwischen historischen Referenzen und aktuellen Bezugspunkten erzeugt – scheinbar Altbekanntes kann im neuen Kontext wiederentdeckt werden.

    Dem Bau des Schloss Belvedere unter Prinz Eugen von Savoyen, der Museumsgründung, der Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages und der heutigen Rolle als modernes Museum ist ein eigener Ausstellungsbereich gewidmet, der die bewegte Geschichte des Hauses reflektiert.

    Ausstellungsansicht "Schausammlung Neu" Foto: Johannes Stoll, © Belvedere, Wien

    Alle Programmformate

    Meisterwerke der Moderne

    Die Sammlung Batliner

    1/07/202031/12/2021

    Albertina

    Albertinaplatz 1, 1010 Wien

    Die Schausammlung der ALBERTINA wurde vollständig neu aufgestellt. Schwerpunkt der aktuellen Präsentation sind zahlreiche bisher selten gezeigte Arbeiten Pablo Picassos. Die ALBERTINA besitzt mit der Sammlung Batliner eine der bedeutendsten Kollektionen Europas zur Malerei der Klassischen Moderne.
    Den Ausgangspunkt der permanenten Ausstellung bilden die Künstler des Impressionismus und des Postimpressionismus wie Degas, Cézanne, Toulouse-Lautrec und Gauguin. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Deutschen Expressionismus mit den Künstlergruppen Die Brücke und Der Blaue Reiter sowie auf der Neuen Sachlichkeit mit Werken von Wacker, Sedlacek und Hofer. Den Fokus auf die Kunst Österreichs vertiefen Werke von Kokoschka sowie Gemälde von Egger-Lienz. Die Vielfalt der russischen Avantgarde illustrieren Gemälde von Gontscharowa, Malewitsch und Chagall.

    Die ALBERTINA begrüßt die Sammlung Othmar Huber zu einem Gastauftritt im Rahmen der Schausammlung. Aus der Kollektion des Schweizer Augenarztes Othmar Huber (1892–1979) wird eine Auswahl von 15 Werken präsentiert, die einen Dialog zwischen diesen beiden herausragenden Sammlungen der Klassischen Moderne entfacht. Der Fokus dieser Begegnung von Schlüsselwerken der Moderne liegt auf dem Blauen Reiter, darunter Marcs Hauptwerk Blaues Pferd II, Mackes Hafen von Duisburg sowie Werken von Kandinsky und Klee. Zwei bedeutende Gemälde von Picasso, Schlafende Trinkerin aus der frühen Phase seiner Blauen Periode sowie Frau im Profil, die zusammen mit dem reichen ALBERTINA-Bestand an Werken Picassos präsentiert werden, runden das besondere Gastspiel ab. Die ausgestellten Werke sind Leihgaben der Stiftung Othmar Huber, die im Kunstmuseum Bern beheimatet ist, und des Kunsthauses Glarus.

    Paul Signac | Venedig, die rosa Wolke, 1909 | © ALBERTINA, Wien – Sammlung Batliner

    Ausstellung

    MAK SCHAUSAMMLUNG WIEN 1900

    Design / Kunstgewerbe 1890-1938

    1/07/202031/07/2022

    MAK – Museum für angewandte Kunst

    Stubenring 5,
    1010 Wien

    Die Räume der Schausammlung sind von zeitgenössischen KünstlerInnen gestaltet und zeigen ausgewählte Highlights der MAK-Sammlung. In einem einzigartigen Zusammenspiel von künstlerischem Erbe und zeitgenössischen Interventionen werden die historischen Bestände in Szene gesetzt und laden in dieser speziellen Inszenierung zur eingehenden Betrachtung der Objekte ein.
    Thematisches Zentrum der Präsentation bildet das vielgestaltige Ringen um einen österreichischen modernen bürgerlich-demokratischen Stil. Als Secessionismus und Jugendstil bezeichnet, dient das Design und Kunstgewerbe dieser vibrierenden Zeit heute wie kein anderes der österreichischen Identitätsstiftung.

    ©MAK

    Ausstellung

    Adolf Loos – Nachleben

    3/09/202030/09/2021

    Architekturzentrum Wien

    MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

    Adolf Loos zählt zu den bekanntesten österreichischen Architekt*innen. Seine Schriften und Bauten haben sich in die globale Architekturgeschichte eingeschrieben. Von entscheidendem Einfluss war vor allem sein bahnbrechendes Konzept des „Raumplans“, welches er 1930 in einem Vortrag in Pilsen wie folgt beschrieb: „Meine Architektur ist überhaupt nicht in Plänen konzipiert, sondern inRäumen beziehungsweise Kuben. Ich plane keinerlei Grundrisse, Fassaden, Aufrisse. Sondern Räume. Bei mir gibt es kein Erdgeschoss, keinen ersten Stock und so weiter. Bei meinen Entwürfen geht es nur um zusammenhängende, kontinuierliche Räume, Zimmer, Vorräume, Terrassen et cetera. Die Geschosse verfließen ineinander und knüpfen aneinander an.“

    „Adolf Loos – Nachleben“ untersucht die Loos’sche Strahlkraft auf die nachfolgenden Generationen bis in die Gegenwart. Ausgehend von einem originalen Fundstück eröffnen wir mit einem Fenster zum Hof die Auseinandersetzung. In der vertiefenden Installation in der Dauerausstellung zeigen wir Projekte aus unserer Sammlung, die sich von Adolf Loos inspirieren ließen. Gleichzeitig stellen wir in der Podiumsdiskussion zur Eröffnung die Frage, inwieweit biografische Verfehlungen in der Auseinandersetzung mit Loos und anderen Heroen der Wiener Moderne zu thematisieren sind?

    Ausstellung

    Verborgene Gedanken visueller Natur

    23/09/202031/12/2021

    Sigmund Freud Museum

    Berggasse 19, 1090 Wien

    Die Dauerausstellung Verborgene Gedanken visueller Natur wurde in Sigmund Freuds „erster Ordination“ im Hochparterre eingerichtet: Eine Präsentation ausgewählter Werke der Konzeptkunstsammlung des Sigmund Freud Museums. 1989 mit einer Installation des amerikanischen Künstlers Joseph Kosuth ins Leben gerufen, unfasst die Sammlung Werke von KünstlerInnen wie Franz West, Heimo Zobernig, Susan Hiller, John Baldessari, Sherrie Levine, Haim Steinbach, Ilya Kabakov oder Pier Paolo Calzolari.

    Ausstellungsansicht: Verborgene Gedanken visueller Natur © Oliver-Ottenschlaeger, Sigmund Freud Privatstiftung

    Ausstellung

    Fragile Schöpfung

    1/10/20203/10/2021

    Dom Museum Wien

    Stephansplatz 6,
    1010 Wien

    Werke vom Mittelalter bis zur Gegenwart veranschaulichen die künstlerische Auseinandersetzung mit der komplexen Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Vom Blumenschmuck historischer Buchmalerei, über die romantische Lust an der Urgewalt der Natur, bis zu gesellschaftspolitischen und aktivistischen zeitgenössischen Positionen zeigt die Schau verschiedene Naturvorstellungen auf und fragt nach dem Platz, den der Mensch sich darin einräumt. Natur ist hier Rückzugsort, Inspirationsquelle, ein erhabener, Ehrfurcht gebietender Ort – und dabei oft nicht mehr als eine Ressource, deren Ausnutzung letztlich auch den Menschen selbst bedroht. Zwischen liebevoller Zuwendung und Ausbeutung, Bedrohung und Faszination erweist sich das Verhältnis Mensch-Umwelt als stets präsentes Thema, das bereits vor den lebensbedrohenden Folgen der Klimaerwärmung und Umweltverschmutzung von existentieller Wichtigkeit war.

     

    Positionen von Karl Aigen, Alessandro Araldi, Betty Beier, Joseph Beuys und Nicolás García Uriburu, Joseph Beuys und Jonas Hafner, Albert Bierstadt, P. Dominik Bilimek OCist, Catrin Bolt, Günter Brus und Arnulf Rainer, Maria Bussmann, Carolina Caycedo und Jonathan Luna, Olivia Coeln, Regula Dettwiler, Mark Dion, Caspar David Friedrich, Nilbar Güres, Maria Hahnenkamp, Christine und Irene Hohenbüchler, John Hilliard, Jenny Kendler, Mathias Kessler, Estefanía Peñafiel Loaiza, Alessandro Magnasco, Julie Monaco, Muntean & Rosenblum, Michèle Pagel, Bonaventura Peeters, Oliver Ressler, Dieter Roth, Marzellin Stoppel, Antoni Tàpies, Shonah Trescott, Timm Ulrichs, Lois Weinberger, Sharon Ya’ari sowie historischen Künstlern, deren Namen nicht überliefert sind.

     

    Ausstellung

    Boden für Alle

    19/11/202019/07/2021

    Architekturzentrum Wien

    MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

    Die Oberfläche der Erde ist endlich und Boden unser kostbarstes Gut. Ein sorgloser oder ein kapitalgetriebener Umgang mit dieser Ressource hat in den vergangenen Jahrzehnten Gestalt und Funktion unserer Städte und Dörfer massiv verändert. Angesichts der drohenden Klimakatastrophe und steigender Wohnungspreise stellt sich die Frage, ob der bisherige Weg mit maximalen Kompromissen und minimalen Anpassungen noch tragbar ist. Wo bleibt eine weitreichende und mutige Bodenpolitik?

    Über die fortschreitende Zersiedelung des Landes wird seit Jahrzehnten diskutiert. Mittlerweile könnten alle Österreicher*innen in bereits bestehenden Einfamilienhäusern untergebracht werden 1) und trotzdem wird weiter Bauland gewidmet, werden neue Einkaufszentren auf der grünen Wiese und Chaletdörfer in den Alpen errichtet. Schwache oder nicht entschieden eingesetzte raumplanerische Instrumente, ein teils fehlgeleitetes Steuergesetz- und Förderungswesen sowie eine mutlose Politik schreiben den Status Quo fort, anstatt eine Vision für die Zukunft zu entwickeln.

    Anschaulich und konkret, kritisch und manchmal auch unfreiwillig absurd erläutert die Ausstellung die politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Hintergründe. Fallstudien und Begriffserklärungen bringen Licht in das Dickicht der Zuständigkeiten. Ländervergleiche veranschaulichen Stärken und Schwächen, internationale Best-Practice-Beispiele zeigen Alternativen. Wir alle sind aufgefordert, neu zu denken und zu handeln. Die Ausstellung bereitet den Boden dafür.

     

    Kuratorinnen: Karoline Mayer & Katharina Ritter, Az W
    Assistenz: Lisa Gallian, Christina Kirchmair

     

    1) Bei einem Schlüssel von 4,16 Personen pro Wohneinheit (8.837.707 Einwohner*innen auf 2.123.597 Wohneinheiten in Ein- und Zweifamilienhäusern). Quelle Statistik Austria, Stand 2018

    Verbaute Erde - Parkflächen statt Ackerland © ÖHV

    Ausstellung

    WIEN 1900

    Aufbruch in die Moderne

    1/01/20211/01/2022

    Leopold Museum

    Museumsplatz 1
    1070 Wien

    Das Leopold Museum entwirft mit seiner neu konzipierten Dauerpräsentation ein opulentes Tableau, das einen in Dichte und Komplexität einzigartigen Einblick in das Faszinosum Wien um 1900 und das Fluidum jener pulsierenden Zeit bietet.

    Die Donaumetropole war um die Jahrhundertwende gleichermaßen die Hauptstadt des Hochadels und der liberalen Intellektuellen, der prachtvollen Ringstraße und endloser Armenviertel, des Antisemitismus und des Zionismus, des starren Konservatismus und der einsetzenden Moderne. Glanz und Elend, Traum und Wirklichkeit, Selbstauflösung und Neuaufbruch bezeichnen den ästhetischen Pluralismus und markieren das Wien jener Zeit als Versuchsstation und Ideenlaboratorium – und damit als zentralen Motor einer turbulenten Erneuerungsbewegung. In diesem heterogenen Milieu – Arnold Schönberg sprach von der „Emanzipation der Dissonanz“ – fand jene einzigartige Verdichtung an Kulturleistungen statt, die uns heute von Wien um 1900 als einem Quellgrund der Moderne sprechen lässt. Der Aufbruch fand in den unterschiedlichsten Disziplinen statt, von der Malerei und den grafischen Künsten, über Literatur, Musik, Theater, Tanz und Architektur bis hin zu Medizin, Psychologie, Philosophie, Rechtslehre und Ökonomie. Die ca. 1300 Exponate umfassende, sich über drei Ebenen erstreckende Ausstellung präsentiert den Glanz und die Fülle künstlerischer und geistiger Errungenschaften jener Epoche anhand der Meisterwerke des Leopold Museum sowie großartiger Dauerleihgaben aus österreichischen und internationalen Sammlungen.

    Die Ausstellung entsteht unter der kuratorischen Ägide von Hans-Peter Wipplinger in begleitendem Dialog mit Expertinnen und Experten aus den verschiedenen Fachgebieten.

    Ausstellung

    DRAW A DISTINCTION.

    Raffaela Bielesch, Teresa Kasalicky, Katharina Scheucher

    7/02/202130/06/2021

    Akademie der bildenden Künste Wien

    Haupthaus derzeit im Ausweichquartier: Augasse 2–6

    Im Jahr 2020 steht die xposit-Reihe unter dem Motto Draw a Distinction und legt das Augenmerk auf Formen der Notation, wie sie in den Werken von Raffaela Bielesch, Terese Kasalicky und Katharina Scheucher begegnen. In den Arbeiten der drei Absolventinnen aus den Fachbereichen „Zeichnen“, „Grafik und druckgrafische Techniken“ sowie „Performative Kunst“ offenbart sich Notation als Akzentuierung und Umdeutung räumlicher Strukturen (Scheucher), als skulpturale Syntax des Ornamentalen (Kasalicky) oder als performative wie fotografische Annäherung an Prozesse der Aneignung und Überlieferung (Bielesch).

    Ausstellung

    Yuji Agematsu. 2020

    26/03/202120/06/2021

    Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession

    Friedrichstraße 12, 1010 Wien

    Yuji Agematsu
    Yuji Agematsu ist gewissermaßen ein Chronist unserer Zeit. Der Stadtflaneur Agematsu unternimmt tägliche Spaziergänge durch die Straßen New Yorks. Bei dieser täglichen Routine, die bereits seit mehr als einem Vierteljahrhundert Teil seiner künstlerischen Praxis ist, sammelt und mustert er Weggeworfenes und Verlorenes, das seinen Blick auf sich zieht. Im Atelier werden die Entdeckungen einem Prozess des Selektierens, Komponierens, Sicherns, Organisierens und des Katalogisierens unterzogen. Der Künstler wartet und bearbeitet die ausgewählten Fundstücke, ehe er die Mikro-Skulpturen, für jeden Tag eine, mit Harz fixiert. Dabei entsteht eine stets wachsende Sammlung an Readymade Miniatur-Stillleben, die nach Tag, Monat und Jahr strukturiert ist. Die Secession freut sich, die skulpturalen Formationen, die Yuji Agematsu 2020 aus täglich gesammelten Fundstücken kreierte, im vollen Umfang zeigen zu können.

    Yuji Agematsu, 1956 in Kanagawa, Japan, geboren, lebt und arbeitet in New York.

    Yuji Agematsu, zip: 05.01.20 … 05.31.20, 2020, exhibition view Secession 2021, Foto: Sophie Thun

    Ausstellung

    Daniel Dewar & Grégory Gicquel

    26/03/202120/06/2021

    Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession

    Friedrichstraße 12, 1010 Wien

    Das Werk des Künstlerduos Daniel Dewar und Grégory Gicquel scheint in einer Zeit zunehmender Digitalisierung auf den ersten Blick anachronistisch: Über die Jahre experimentierten die beiden mit einer Vielzahl von Materialien und Techniken, die sie zunächst autodidaktisch erlernten und für die sie teilweise auch die Arbeitsmittel wie Webrahmen oder holzbefeuerte Brennöfen herstellten. Sie hauen Stein, schnitzen Holz, formen Ton und Keramik und greifen auch handwerkliche Techniken wie Sticken und Weben auf. Dass sie ihre Werke selbst ausführen, unter Zuhilfenahme von traditionellen und modernen Werkzeugen, ist den beiden wichtig. Den Künstlern geht es dabei stets um Herstellungsverfahren, die ihren Ursprung in verschiedenen Handwerken haben, jedoch im Zuge der technischen Automatisierung immer weniger präsent sind. Den Bruch mit der Tradition stellen die beiden durch die Verbindung der Medien mit ihren Motiven dar: Massive Kästen und Schränke aus Eichenholz beispielsweise, aus denen Eingeweide, Tierteile oder menschliche Gliedmaßen hervorwachsen, amüsieren und irritieren gleichermaßen.

    In ihren Werken verschmelzen Menschen, Tiere und Pflanzen zu einer bizarren und sinnlichen Einheit. Sie sind durchdrungen von der Idee, dass der gleiche Lebenssaft durch alle und alles fließt und sogar das gefällte, bearbeite Holz oder der behauene Marmorblock noch Zeugnis davon ablegen. Durch Kontextverschiebung und phantasievolle Kombinationen schaffen Dewar & Gicquel absurde Objekte, die wie Chimären oder Fabelwesen einer anderen Wirklichkeit angehören.

     

    Daniel Dewar & Grégory Gicquel, Oak chest of drawers with giant Flanders rabbit and arms, 2020 / Secession 2021, Foto: Sophie Thun

    Ausstellung

    Philipp Timischl

    Connaisseur du conflit

    4/05/202115/06/2021

    LAYR Coburgbastei

    Ausstellung

    DIE FRAUEN DER WIENER WERKSTÄTTE

    5/05/20213/10/2021

    10:00—18:00

    https://www.mak.at/frauenderww_slots

    MAK – Museum für angewandte Kunst

    Stubenring 5,
    1010 Wien

    Wer prägte den Stil der 1903 gegründeten Wiener Werkstätte (WW)? Sofort drängen sich die großen Künstlernamen auf: Josef Hoffmann, Koloman Moser und Dagobert Peche. Von Anfang an aber waren auch Künstlerinnen an den Produktionen der WW beteiligt. Bis zur Auflösung 1932 erhöhte sich ihre Zahl laufend, und besonders in der Zwischenkriegszeit bestimmten Mathilde Flögl, Maria Likarz, Felice Rix oder Vally Wieselthier mit fantastischen Stoffmustern und expressiver Keramik den Look der WW. Im Zuge der Recherchen konnten rund 180 Künstlerinnen namhaft gemacht werden, von denen etwa die Hälfte in dieser Ausstellung vertreten ist.

    Ausgebildet an der Wiener Kunstgewerbeschule und von Hoffmann in die WW geholt, entwarfen die Frauen Textildesign, Mode, Wohnaccessoires, Spielzeug und Gebrauchsgrafik und eroberten sich zudem mit der Keramik ein Feld, in dem sie auch rein künstlerisch tätig sein konnten. Für Interieurs – seien es Wohnungen, Lokale oder Ausstellungsräume – entwickelten sie außergewöhnliche Wandgestaltungen. Zu ihrer Zeit viel beachtet, gerieten die Künstlerinnen nach dem Ende der WW weitgehend in Vergessenheit. Katalog und Ausstellung wollen ihnen ein Gesicht geben und auf ein Werk hinweisen, das die einzigartige Stellung der Wiener Werkstätte zwischen Jugendstil und Bauhaus mitbegründet hat.

    Kuratorin: Anne-Katrin Rossberg, Kustodin MAK-Sammlung Metall und Wiener-Werkstätte-Archiv
    Gastkuratorin: Elisabeth Schmuttermeier
    Ausstellungsgestaltung: Claudia Cavallar

    Audio-Tour
    gelesen von der Schauspielerin Dörte Lyssewski
    soundcloud.com/makwien

    © 3007 Wien/Eva Dranaz

    Ausstellung

    Elfie Semotan

    Haltung und Pose

    5/05/202129/08/2021

    KUNST HAUS WIEN. Museum Hundertwasser

    Untere Weißgerber Straße 13, 1030 Wien

    Das KUNST HAUS WIEN würdigt die große österreichische Fotografin Elfie Semotan mit einer umfassenden Retrospektive. Die Ausstellung Haltung und Pose umspannt sechs Jahrzehnte ihres vielfältigen künstlerischen Werks und macht den fotografischen Kosmos Semotans in vielschichtigen Herangehensweisen an das Medium Fotografie erfahrbar. Gezeigt werden rund 150 Arbeiten, von den bekannten Mode- und Werbefotografien über eindringliche Porträts bis hin zu poetischen Landschaftsaufnahmen und Stillleben.

    Elfie Semotan, o.T. (Hair Story), New York 1997/2021 © Elfie Semotan Courtesy Studio Semotan

    Ausstellung

    Stylianos Schicho

    WAITING GAMES

    6/05/202119/06/2021

    Hilger Next

    Ausstellung

    ERWIN WURM

    Dissolution

    8/05/20215/12/2021

    11:00—18:00

    https://www.mak.at/erwinwurm_slots

    Gestische Skulpturen aus Keramik stehen im Mittelpunkt der MAK-Ausstellung, die erstmals Erwin Wurms skulpturale Serie Dissolution (2018–2020) im musealen Kontext vorstellt. Die englische Bezeichnung „Dissolution“ bedeutet Auflösung, Verfall, Zersetzung oder Entgrenzung. Die Skulpturen, aus denen sich Finger, Hände, Lippen, Münder, Busen, Bäuche, Nabel, Nasen und Ohren schieben, schrauben sich aus einer Masse von Ton. In den skulpturalen Formen verbindet der Künstler Realismus und Abstraktion.
    Die skulpturalen Körpersegmente nehmen das Interieur des Geymüllerschlössel ein und schaffen Tableaux vivants – dramaturgische Anordnungen zwischen Bewegung und Stille, Geschichte und Gegenwart – in den einzelnen Räumen und Salons, wie der Eingangshalle, der Bibliothek, dem Musikzimmer, dem Kuppelsaal, dem Schlafzimmer, dem Orientzimmer oder vor dem Hintergrund einer Panoramatapete, die den kolonialen europäischen Blick illustriert.
    Im Garten des Schlössels spannen Wurms Skulpturen aus Carrara-Marmor einen Bogen zur Rolle des Künstlers, unsere Welt kritisch zu beleuchten und zu verzerren.
    Kurator*innen
    Bärbel Vischer, Kustodin MAK-Sammlung Gegenwartskunst
    Rainald Franz, Kustode MAK-Sammlung Glas und Keramik
    +++
    MAK-Expositur Geymüllerschlössel
    Pötzleinsdorferstraße 102, 1180 Wien
    Geöffnet jeweils Samstag und Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr.
    Bitte vor eurem Besuch unbedingt einen Timeslot buchen!
    Timeslot-Buchung: www.MAK.at/erwinwurm_slots
    +++
    Mit freundlicher Unterstützung von Dorotheum
    Dank an Thaddaeus Ropac
    London Paris Salzburg

    © Aslan Kudrnofsky/MAK

    Ausstellung

    TENANT OF CULTURE

    AUTUMN CLOTH

    12/05/202126/06/2021

    Sophie Tappeiner

    An der Hülben 3, 1010 Wien

    Tenant of Culture presents the material and symbolic excretions of fashion in a fossilized state, suspended between archaeology and commodity. Much like trash, her works—often assembled using discarded and recycled shoes, denim, jackets, belts, sweatpants, socks and hats—tell stories inchoately; there is the outline of a plot, but only in the form of a puzzle, fragments of an impossible history. The materials that the artist repurposes into extravagant and fashionable hybrids are both singular objects and the residue of global consumer society, an unfathomable system of billions of objects that only grows day by day. Standing on the heap of its waste pile, carefully sorting through an infinite archive of bygone sartorial desires through second hand shops and eBay, Tenant of Culture works up against a fundamental impossibility: how do we try to make sense of all the debris—the stuff—of permanent capitalist overdrive? Fashioning herself as a ragpicker or scavenger, the artist upcycles discarded materials to speculate the life histories of commodities even if their supply chain is almost entirely obscured by branding – and propose a new symbolic value in the alternative circuit of art.

    Ausstellung

    RHYTHMIC ENGAGEMENT

    Lisa Tiemann und Maximilian Rödel

    13/05/202126/06/2021

    Zeller van Almsick

    Franz-Josefs-Kai 3/16, 1010 Wien

    Ausstellung

    And if I devoted my life to one of its feathers?

    15/05/202126/09/2021

    Kunsthalle Wien Museumsquartier

    Museumsplatz 1, 1070 Wien

    Künstler*innen: Babi Badalov • Denilson Baniwa • Patricia Belli • Amoako Boafo • Anna Boghiguian • Victoria Cabezas • Quishile Charan • Manuel Chavajay • Chto Delat • Rosa Elena Curruchich • Annalee Davis • Vlasta Delimar • Jim Denomie • María Galindo & Danitza Luna • Nilbar Güreş • Sheroanawe Hakihiiwe • Hiwa K • Karrabing Film Collective • Germain Machuca • Daniela Ortiz • Prabhakar Pachpute • Amanda Piña • Roldán Pinedo / Shöyan Sheca • Sandra Salazar • Olinda Silvano / Reeshinjabe • SPIT! (Sodomites, Perverts, Inverts Together! / Carlos Maria Romero, Carlos Motta & John Arthur Peetz) • Sophie Utikal • Cecilia Vicuña • Castiel Vitorino Brasileiro • Anna Witt • Bartolina Xixa • Santiago Yahuarcani • Zapantera Negra • …

    Kurator: Miguel A. López

    Eine gemeinsame Ausstellung der Kunsthalle Wien und der Wiener Festwochen

    „And if I devoted my life to one of its feathers?”, schreibt die chilenische Dichterin und Aktivistin Cecilia Vicuña 1971 in ihrem Gedicht Precarious. Mit dieser Frage, die das gemeinsame Projekt der Kunsthalle Wien und der Wiener Festwochen als Titel wählt, setzt Vicuña Heilung und Wertschätzung gegen anthropozentrisches und heteropatriarchales Begehren, lässt ästhetische und geistige Bande zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Wesen und Welten wiederaufleben. Diesen Forderungen nachkommend, reflektiert die von Miguel A. López kuratierte Ausstellung Logiken der Ausbeutung, den rasenden Rohstoffabbau und die Umweltzerstörung als koloniales Erbe. Sie erzählt von indigenen Kämpfen ums kollektive Überleben und feiert solidarische Begegnungen im Widerstand gegen Frauenfeindlichkeit, imperialistische Gewalt und staatliche Unterdrückung. Einige Beiträge reagieren ausdrücklich auf die COVID-19-Pandemie, nicht nur als Gesundheitskrise, sondern als eine der ökologischen und sozialen Gerechtigkeit. And if I devoted my life to one of its feathers? verbindet Werke von über 35 Künstler*innen aus aller Welt, um in Wien ein einzigartiges Gespräch über Macht, Selbstbestimmung, das Selbstbild und die Rückeroberung vielfältiger Lebensentwürfe zu initiieren.

    Bartolina Xixa, Ramita Seca, La Colonialidad Permanente (Dry Twig, The Permanent Coloniality), 2019, film still, courtesy Maximilano Mamani/Bartolina

    Ausstellung

    Höhere Mächte

    Von Menschen, Göttern und Naturgewalten

    18/05/202115/08/2021

    KUNSTHISTORISCHES MUSEUM WIEN

    Maria-Theresien-Platz,
    1010 Wien

    Die Ausstellung präsentiert Zeugnisse aus den Beständen der vielfältigen Sammlungen des Kunsthistorischen Museums, des Weltmuseums Wien und des Theatermuseums, die vom Glauben an die Existenz höherer Mächte erzählen. Die ausgewählten Objekte machen deutlich, in wie vielen unterschiedlichen Formen und Facetten sich dieses Thema in Kult und Kunst niedergeschlagen hat. Bei der Auswahl wurde bewusst ein Fokus auf die enge Verschränkung und direkte Gegenüberstellung von Objekten unterschiedlichster Herkunft gesetzt.

    ARAKI

    26/05/202129/08/2021

    Albertina Modern

    Karlsplatz 5, 1010 Wien

    Nobuyoshi Araki (*1940) zählt zu den wichtigsten und produktivsten zeitgenössischen Fotografen Japans. Vorwiegend für seine ebenso provokanten wie mittlerweile umstrittenen Aktfotos bekannt, umfasst sein Werk vielfältige Themen, darunter Stadtaufnahmen, Stillleben und Alltagsdarstellungen.

    Die Ausstellung der ALBERTINA MODERN konzentriert sich auf die Entwicklung der einflussreichen Ich-Fotografie des Künstlers, durch die er – von den Avantgardebewegungen Tokios geprägt – die klassische Dokumentarfotografie ab den 1960er-Jahren radikal erneuerte. Sein fotografisches Debüt über den Arbeiterklassen-Jungen Satchin und dessen Bruder Mabo (1963) ist ebenso vertreten wie Serien über das urbane Leben in Tokio.

    Im Zentrum der Ausstellung steht Arakis grandiose und einflussreiche Serie Sentimental Journey (1971–2017): In dem langjährigen Projekt erhebt er mittels schnappschussartiger und unverblümter Fotos seiner Frau Yoko das eigene Leben zum Thema. Vergleichbar mit einem Tagebuch zeigen die intimen Bilder die Flitterwochen, das Zusammenleben des Paares und den frühen Tod Yokos. Dieses Lebensthema fand erst vor wenigen Jahren durch eine Fortsetzung der Arbeit seinen Abschluss.

    Ausstellung

    Ben Fodor

    Incipit Vita Nova / I.V.N

    27/05/202119/06/2021

    projektraum viktor bucher

    Praterstraße 13/1/2, 1020 Wien

    Mit der Ausstellung „Incipit Vita Nova / I.V.N“ zeigt  die Galerie rauminhalt_harald bichler vom 27.05. bis 19.06.2021 ein Langzeitprojekt von Ben G. Fodor, entstanden in den Jahren 1999 – 2013. Die Werkgruppe besteht aus Fotoarbeiten, semi-fiktionalen Architekturmodellen sowie Zeichnungen auf Verputzfragmenten, die archäologischen Fundstücken ähneln.

    Das Projekt stellt eine groß angelegte künstlerische Recherche zur Rolle von Utopien in Vergangenheit und Zukunft dar, „eine Archäologie von Raum und Macht. Fodors Interesse an Architektur ist nicht einfach architektonischer, sondern konzeptueller und politischer Natur“ (Sylvère Lotringer). Mit I.V.N. „reiht sich Fodor ein in die Genealogie wichtiger Künstler, die sich mit Motiven des Zusammenspiels von Ideologie, Architektur und verschütteten Utopien auseinandergesetzt haben. Wichtig ist, dass erstmals Querverbindungen innerhalb dieses Spektrums gesucht werden“. (Georg Schöllhammer). Nämlich Querverbindungen zwischen architektonischen Spuren des realen Sozialismus wie auch des Faschismus und des Nationalsozialismus. „Diese politisch grundierte Recherche vergisst aber auch nicht, die architektonischen Embleme des aktuellen Souveräns, d.h. des Kapitals, in diesen Vergleich mit einzubeziehen“ (Peter Kunitzky).

    Ovidiu Anton_Christine König Galerie
    Ausstellung

    OPEN DAYS / NEW SHOWS: Ovidiu ANTON | Case Study / Border Monument

    28/05/202131/07/2021

    Christine König Galerie

    Schleifmühlgasse 1A, 1040 Wien

    Es gibt eine Menge Negativität oder zumindest passive Aggression in der Tradition des Abstrakten Expressionismus – wie auch schwarzen Humor in Verbindung mit entschiedenem, extremem Verhalten.

    Mark Rothkos Seagram-Gemälde sind bekanntermaßen entstanden, damit sich reiche Sammlernnnie unwohl fühlen. Agnes Martin ging aus New York weg, weil das Gebäude, in dem sie lebte, abgerissen werden sollte. Sie pries Rothko, er habe die Null erreicht. Sol LeWitt sei auf Weiß umgestiegen, weil Schwarz zu expressiv war. Martin hatte, wie die Dichterin Laura Riding, eine existenzialistische, radikale Sicht auf das Leben. In den Arbeiten beider nimmt die Nichtproduktion einen hohen Stellenwert ein. Als weibliche Produzentennni, die sich der heuchlerischen Mechanismen, die sie am Kunstmarkt nicht mitspielen ließen, bewusst waren, drohte ihnen nicht, wie Sol LeWitt, übervermarktet zu werden. Das Scheitern ist Frauen und Immigrantennni, deren Verhältnis zum Establishment bis heute nicht etabliert ist, vertraut und begrifflich nahe. Außerdem waren es jüdisch-russische Immigrantennni, die die Avantgardekunst in die Vereinigten Staaten gebracht haben.

    Man könnte es so deuten, dass Ovidiu Anton in seinen künstlerischen Arbeiten zum Grenzzaun Mexiko / USA , die sich auf reale und relevante Öffnungen in einer realen, jedoch entbehrlichen Wand konzentrieren, diese Tradition der Abstraktion in ein Negativum des Negativen gezogen hat. Er verwehrt dem Publikum die sinnliche Erfahrung, intensive Farben auf Leinwänden zu betrachten.

    Vielmehr bildet Ovidiu Anton in perfekter Tischlerarbeit die Flicken der nächtlich durchlöcherten Wand nach, die täglich durch anonyme, oftmals selbst immigrierte Schweißernnnie gelötet und repariert werden müssen. Dies operiert in gewisser Weise als das Gegenteil einer Collage, dieses Modellieren der wiederholten Ausbesserungen von etwas, das entfernt wurde. Und wenn der eine Teil der anonymen Urhebernnnie ein geordneteres Leben sucht als das, was er zurückgelassen hat, dann hat der andere Teil die Gelegenheit zu stiller Solidarität, indem er schlechte Arbeit leistet. Übrigens sind diese Reparaturstücke mit Kreide gekennzeichnet, wie ein Code, der an datenbasierte Minimal Art oder einfach an die Nummerierung aufeinanderfolgender Druckgrafiken erinnert.

    Ovidiu Anton ist nicht dier erste Künstlerni, dier mit seihrner Arbeit und Poetik, die Sphären von Arbeiterni und Kunstheldni überspannt. Man könnte sagen, dass er einen Widerhall dieser ikonischen „amerikanischen“ Situation in die Mitte Europas bringt, während er gleichzeitig die Eleganz der älteren österreichischen Konzeptualistennni und Aktionistennni bis hin zu den jüngeren vereint. Die Schönheit, Schlichtheit und Zugänglichkeit von Antons Aktionen befördert den internationalen Geist von Praktiken heutiger Künstlernnniegenerationen, die mobil und global sind und dem Aktivismus in gesellschaftspolitischen und ökologischen Fragen nahe stehen.

    Durch die Materialwahl wirkt Ovidiu Antons Werk verspielt und genau dadurch konzeptioneller, als ein Rekurs aufs Erhabene es zulassen würde. Eine gewöhnliche Holzbearbeitungswerkstatt würde genügen, um seine Arbeiten nachzubauen. Diese trickreiche Arte Povera steht im Gegensatz beispielsweise zur Monumentalität der Eisenplatten Richard Serras. Auch Serra war durch die Arbeit seines Vaters in einer Fabrik mit Schwermetallarbeiten vertraut. Doch die Geste ist eine andere. Antons Stücke sagen nicht: „Bewundere!“. Sie sagen ähnlich wie diese 3D-Puzzles aus Holz: „Nimm es in die Hand und finde die Lösung.“

    Unzählige Spirituals haben als geteiltes Liedgut eine Sehnsucht thematisiert, innerhalb der USA „auf die andere Seite“ zu kommen und Grenzflüsse zu überqueren, die vor der Sklaverei schützen. Wahrscheinlich ist eine vage Sehnsucht nach „etwas völlig anderem“ eine Dynamik, die vieles befeuert. Doch zweifellos trifft eine Sehnsucht nach Transzendenz auf seltsame Weise auf das Bild eines Objekts, das einfach nur das sein soll, was es im Hier und Jetzt ist.

    (zit. n. Ann Cotten, 2021, polnisches gendering Ann Cotten)

    Ovidiu Anton_Christine König Galerie

    Simon Lehner_KOENIG2 by_robbygreif
    Ausstellung

    OPEN DAYS / NEW SHOWS: Simon Lehner | I’m a liar, but a good one

    28/05/202131/07/2021

    KOENIG2 by_robbygreif

    Margaretenstraße 5, 1040 Wien

    I’m a liar, but a good one“, stellt Simon Lehner in den Raum. Der Titel seiner Einzelausstellung bei KOENIG2 birgt Fragen nach Erinnerung, Wahrheit, Trauma, Autorschaft und künstlerischer Produktion, die in einem reduzierten Setting von vier Arbeiten Ausdruck finden. Es ist keine klassische Fotografie zu sehen, viel eher erscheinen die Wandobjekte und Animationen mit Malerei verwandt. Das im Autobiografischen verankerte Ausgangsmaterial seiner Arbeiten – meistens eingebundene Fotografien aus der Kindheit und Jugend des Künstlers – bildet das Fundament einer invertierten Bildgenese. Simon Lehner formt so einen Arbeitsprozess, der aus dem Dialog zwischen Erinnerungen und dem Bewusstsein entsteht.

    Aus der Umwandlung persönlicher Fotoarchive in neu interpretierte digitale Räume generiert er einzelne Leitmotive, die sich als Alter Ego, Tankstelle, Höhle, Tisch oder Fernseher manifestieren. Diese immer etwas variierenden, aus dem Archiv geschürften Bildkonstellationen verbinden sich in unterschiedlichen Kombination zu zwei- oder dreidimensionale Oberflächen, um in letzter Instanz von einem Roboter bemalt zu werden. In jedem Schritt des Produktionsprozesses entstehen kleine Lücken. Einerseits befördern diese eine Qualität in den Arbeiten, die einem malerischen Duktus sehr nahe kommt. Andererseits funktionieren durch sie die algorithmischen Verarbeitungsvorgänge als Prothesen der Gedankenwelt des Künstlers; ihnen kann somit eine starke Ähnlichkeit zu menschlichen Erinnerungsmechanismen zugeschrieben werden. Hier entsteht das, was das titelgebende Lügen suggeriert: Der Software als neurologischem Pendant des Erinnerns wird ein Malen gegenübergestellt, das kein ‚echtes‘ Malen ist.

    Die aufwendig produzierten Arbeiten wirken dabei nicht kalt, glatt oder maschinell. Ihnen entströmt ein menschlich-warmes Gefühl, das uns in ihren Bann zieht, und dem erdigen Farbspektrum des zugrunde liegenden Archivmaterials, u.a. von Holzmöbeln und der Farbe des Inkarnats, zu verdanken ist. Die zeitliche Dimension innerhalb der Werkkomplexe, von der elterlichen Motivaufnahme eines Ereignisses im Leben der Familie hin zur künstlerischen Verarbeitung, wird dabei nicht negiert. Alle Zeitpunkte liegen gleichberechtigt über- und nebeneinander, die Ebenen verschmelzen und entsprechend unserer Erinnerung werden sie bei gegenwärtiger Betrachtung zeitlos.

    Der Faktor Zeit bekommt auch bei der Ideenfindung Gewicht, da ihr Simon Lehner in seiner Praxis große Bedeutung zumisst. Er verschriftlich seine Gedanken und Emotionen zunächst, um die analog vorgeformten Ideen danach digitalen Übersetzungsmechanismen auszusetzen. Vom Gedanken zum Wort zum Bild oder Objekt ähnelt seine Arbeitsweise dem Kinderspiel “Stille Post”, das als Erziehungs- wie Kommunikationsstrategie ein Sinnbild der Verfälschung von Information durch ihre mehrfache Weitergabe wurde. Der Prozess ist genauso mit dem der Erinnerung zu vergleichen, deren Essenz erhalten bleibt selbst wenn Details verloren gehen. Die Störgeräusche, die durch den Verlust einzelner Informationseinheiten entstehen, werden in den Arbeiten von Simon Lehner aufgenommen und als solche gezeigt: ‚Remnants‘ (dt. Überbleibsel) sind dafür verantwortlich, kleine Restdatenmengen, die das Programm bei der Übertragung des fotografischen Archivmaterials in die Dreidimensionalität nicht verwerten konnte. Hinter den Verzerrungen, die sich mitunter dabei ergeben, eröffnen sich Welten von Überlagerungen, Versatzstücken und assoziativen Momenten, die psychologische Aspekte von Erinnerung in den Vordergrund stellen.

    Besonders eindrücklich zeigen sich diese in der Figur eines Jungen, der als Personifikation eines Erinnerungs-‚Ich‘ des Künstlers und als eine Symbolvariante traumatischer Erinnerungen immer wieder auftaucht. In den beiden Animationen „Archive material selfportrait“ (2005-2020) erscheint er nur in Andeutungen mit Gebiss, Augenbrauen und Wimpern vor einem Greenscreen bzw. im klaren Selbstporträt, neugierig aus der Bildfläche herausblickend. In „Sons and Critics“ (2005-2021) sehen wir ihn nackt von hinten quer durchs Bild laufen. Überproportional groß im Vergleich zu einer Gruppe von Figuren links unten schwebt er über eine Traumlandschaft hinweg, die von Glitches, einer mit Rankpflanzen bewachsenen Tankstelle, Skulptur- und Maschinenfragmenten, einem Vorhang und einem Höhlenfragment bevölkert wird. Diese Figur kann, wie viele andere Objekte, die Simon Lehners Bildwelten angehören, als eine Art „Echokammer“ gelesen werden, ein wiederkehrendes Motiv einer traumatischen Erfahrung, dass selbst dann präsent ist, wenn es nicht unmittelbar wahrgenommen wird.

    „Demon Dayz and Feel good Inc“ (2005-2021) generiert in dieser Ausstellung vielleicht die klarste Referenz zur Jugendzimmeratmosphäre des Künstlers und seiner Motivauswahl. Der damals Neunjährige saß, wie viele von uns, in seinem Zimmer, um durch das Fernsehprogramm, Musik und die eigene Fantasie motiviert, in Parallelwelten abzutauchen. Die Arbeit zitiert ein Musikstück, eine Single aus dem Jahr 2005 der Gorillaz. Weitere popkulturelle Elemente, wie der Verweis zur Fernsehserie „Two and a Half Men“, die über einen Röhrenbildschirm flackert, sowie der Stapel CDs daneben, werden mit surrealen Traumgesten verschmolzen, die sich mitunter als Schwarm von Bienen manifestiert. Die gesamte Arbeit strahlt ein Vibrieren aus, denn das Rauschen und Flackern des Fernsehers breitet sich visuell und sinnlich über die gesamte Bildfläche. Spätestens hier sind wir ergriffen und verstehen: Simon Lehner erhebt seine Arbeiten zu Projektionsflächen des Unterbewusstseins, in denen Identität, Erinnerung, Trauma und Alltag wertfrei koexistieren dürfen.

    (Andrea Kopranovic, 2021)

    Simon Lehner_KOENIG2 by_robbygreif

    Ausstellung

    VIENNA BIENNALE FOR CHANGE 2021

    PLANET LOVE. Klimafürsorge im Digitalen Zeitalter

    28/05/20213/10/2021

    10:00—18:00

    MAK – Museum für angewandte Kunst

    Stubenring 5,
    1010 Wien

    Universität für angewandte Kunst Wien

    Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 Wien

    Kunsthalle Wien Karlsplatz

    Treitlstraße 2, 1040 Wien

    KUNST HAUS WIEN. Museum Hundertwasser

    Untere Weißgerber Straße 13, 1030 Wien

    Architekturzentrum Wien

    MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

    Unter dem Motto PLANET LOVE widmet sich die VIENNA BIENNALE FOR CHANGE 2021 der Mega-Herausforderung des Digitalen Zeitalters: Klimafürsorge (Climate Care). PLANET LOVE meint eine grundlegend neue Beziehung der Menschen zur Erde, die statt maximaler Ressourcenausbeutung auf schonende Nutzung der Erde zielt und von Demut, Respekt und Wertschätzung ihrer biologischen Vielfalt und Schönheit getragen ist. Klimafürsorge wird als zentraler Aspekt von PLANET LOVE reflektiert und geht weit über die Dekarbonisierung von Wirtschaft und Gesellschaft hinaus; sie umfasst die Frage, wie wir unsere Beziehung zur Erde auf ein nachhaltiges Fundament stellen können, und hat stets auch soziale Dimensionen.
    Die VIENNA BIENNALE FOR CHANGE 2021 mit dem Titel PLANET LOVE. Klimafürsorge im Digitalen Zeitalter eröffnet am 27. Mai 2021. Ihre Veranstalter – MAK, Universität für angewandte Kunst Wien, Kunsthalle Wien, Architekturzentrum Wien und Wirtschaftsagentur Wien sowie das KUNST HAUS WIEN als neuer Partner und das AIT Austrian Institute of Technology als außeruniversitärer Forschungspartner – versammeln in Ausstellungen und Diskurs-Projekten visionäre Entwürfe und herausragende Ideen von KünstlerInnen, DesignerInnen und ArchitektInnen, die einen radikalen Wandel unserer Gesellschaften und Volkswirtschaften im Sinne von PLANET LOVE und nachhaltiger Klimafürsorge unwiderstehlich machen.
    Die VIENNA BIENNALE FOR CHANGE 2021 will unsere Vorstellungskraft beflügeln, die Vision von ökologisch-sozial nachhaltigen Gesellschaften und Ökonomien vorantreiben und innovative Ideen und Lösungsansätze anbieten: zur Milderung der Klimakrise, zur Sanierung und Bewahrung von Ökosystemen, zum Erhalt der Artenvielfalt und zum Einsatz digitaler Technologien zugunsten von Klima und Umwelt. Sie regt nicht nur zum Innehalten und Umdenken an, sondern fordert von allen gesellschaftspolitischen Kräften und jedem Einzelnen entschlossenes Handeln zur Bewältigung der Klima- und ökologischen Gesamtkrise.

    © buero bauer

    Ausstellung

    Averklub Collective. Manuš heißt Mensch

    2/06/20215/09/2021

    Kunsthalle Wien Museumsquartier

    Museumsplatz 1, 1070 Wien

    Das Averklub Collective ist eine lose organisierte Gruppe ohne feste Struktur. Seinen Kern bilden mehrere Bewohner*innen von Chanov, das als die größte Rom*nja-Siedlung in der Tschechischen Republik gilt. Das Kollektiv wächst und schrumpft nach eigenem Ermessen und passt sich durch verschiedene Konstellationen von Künstler*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen den Besonderheiten und Erfordernissen aktueller Projekte an.

    Mit der Ausstellung Manuš heißt Mensch präsentiert die Kunsthalle Wien die jüngsten Recherchen und künstlerischen Arbeiten der Gruppe, die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Generationen von Bewohner*innen der Chanov-Siedlung entstanden sind.

    Der Titel verweist auf das gleichnamige, 1986 erschienene Buch des kommunistischen Politikers und tschechoslowakischen Rom Vincent Danihel, das sich mit der Politik der Integration der Rom*nja in der sozialistischen Tschechoslowakei befasst.

    Durch die Verwendung desselben Titels für die Ausstellung möchte das Averklub Collective die Aufmerksamkeit auf das lenken, was Menschen vereint, statt auf das, was sie trennt: „Wir möchten zeigen, dass es über die Vielfalt der Kulturen, Gender, Nationen usw. hinaus und jenseits davon noch eine andere Ebene der Zugehörigkeit gibt, die ausnahmslos allen zugänglich ist.“

    Die Chanov-Siedlung, 1980er, aus dem Archiv von Helena Nistorová

    Ausstellung

    ALFREDO JAAR

    Das Rote Wien

    9/06/20215/09/2021

    10:00—18:00

    MAK – Museum für angewandte Kunst

    Stubenring 5,
    1010 Wien

    In seiner Fotoarbeit über das Rote Wien spiegelt der Künstler Alfredo Jaar (* 1956) die bis heute prägenden gesellschaftspolitischen und städtebaulichen Entwicklungen der Stadt Wien der Zwischenkriegszeit bis zum Putsch der Austrofaschisten 1934 wider. Mit intensiven Farben erinnert Jaar dabei an eine von der sozialdemokratischen Stadtregierung initiierte Kommunalpolitik, die sich gegen das politisch-konservative Klima der Zeit behaupten konnte und Menschenwürde und kollektive Verantwortung auf ihre Fahnen geschrieben hatte.

    © Alfredo Jaar

    Ausstellung

    PUZZLED

    11/06/202131/07/2021

    Kunstraum Niederoesterreich

    Herrengasse 13,
    1010 Wien

    Das Ausstellungsprojekt puzzled bringt in einer Duo-Schau die künstlerische Praxis der österreichischen Künstlerin Susanna Flock, mit jener der in Montréal lebenden, Schweizer Künstlerin Xénia Laffely zusammen. Während Flock vor allem im Medium der Videoinstallation arbeitet, fokussiert Laffely digitale Bilder, die sie in Textil übersetzt.

    Obwohl der Subtext sowohl von Flocks als auch von Laffelys künstlerischer Praxis bestätigt, dass es keine klaren Trennlinien zwischen „analoger“ und „digitaler“ Welt geben kann, machen beide Künstlerinnen die Zonen des Übergangs zwischen Analogem und Digitalem sichtbar.

    Ausstellung

    puzzled

    11/06/202131/07/2021

    Kunstraum Niederoesterreich

    Herrengasse 13,
    1010 Wien

    Das Ausstellungsprojekt puzzled bringt in einer Duo-Schau die künstlerische Praxis der österreichischen Künstlerin Susanna Flock, mit jener der in Montréal lebenden, Schweizer Künstlerin Xénia Laffely zusammen. Während Flock vor allem im Medium der Videoinstallation arbeitet, fokussiert Laffely digitale Bilder, die sie in Textil übersetzt.
    Obwohl der Subtext sowohl von Flocks als auch von Laffelys künstlerischer Praxis bestätigt, dass es keine klaren Trennlinien zwischen „analoger“ und „digitaler“ Welt geben kann, machen beide Künstlerinnen die Zonen des Übergangs zwischen Analogem und Digitalem sichtbar.

     

    Eröffnung: DO, 10.06.2021, 17:00-21:00 Uhr Preview

    Laufzeit: FR,11.06.2021 – SA, 31.07.2021

    Kuratorin: Katharina Brandl

    Künstlerinnen: Susanna Flock & Xénia Laffely

    © Xénia Laffely / Susanna Flock, Grafik: Selina Locher

    Corita Kent (Sister Corita) the sea queen, 1973
    Ausstellung

    Enjoy – die mumok Sammlung im Wandel

    19/06/202118/04/2022

    mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

    Museumsplatz 1,
    1070 Wien

    Zehn Jahre nach ihrer Antrittsausstellung Museum der Wünsche präsentiert Karola Kraus zusammen mit ihrem Team eine Sammlungsausstellung, die zentrale Schen- kungen und Ankäufe des letzten Jahrzehnts integriert, um die Sammlung in ihrer Entwicklung neu zu beleuchten. 20 Jahre nach der Eröffnung des mumok im Museums- Quartier und 40 Jahre nach Gründung der Österreichischen Ludwig-Stiftung ist diese Ausstellung Resümee und Ausblick zugleich. Sie ermöglicht die Rückschau auf die vergangenen Jahre und stellt neue Perspektiven zur Diskussion, auf deren Grundlage die zukünftige museale Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit gestaltet werden kann. Die Präsentation zielt darauf ab, die Kunstgeschichte seit der Moderne als einen lebendigen Prozess zu vermitteln, in dem sich gesellschaftspolitische, soziokulturelle und philosophische Entwicklungen und Diskurse – sowie deren Wandelbarkeit – widerspiegeln.

    Ausstellung

    Heimo Zobernig

    19/06/202117/10/2021

    mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

    Museumsplatz 1,
    1070 Wien

    Malerei ist neben Skulptur, Film, Performance und Gestaltung ein zentraler Bestandteil der medienübergreifenden Kunst von Heimo Zobernig. Seit dem Beginn seiner künstlerischen Praxis in den frühen 1980er-Jahren hat er ein umfangreiches malerisches Werk erarbeitet, immer auf der Grundlage des Versuchs, die Farbe wie ein „Wissenschaftler“ zu erforschen. So wird die Malerei bei Zobernig zu einer Maschine für die Produktion von Erkenntnissen. Charakteristisch für dessen Vorgehen in diesem Zusammenhang sind Strategien der Vereinfachung, Normierung und Systematisierung durch Anwendung von festgelegten Regeln sowie die künstlerische Aneignung von industriellen Normen und weit verbreiteten Mustern (wie etwa TV-Testbildern).

    Heimo Zobernig Ohne Titel, 2019 Courtesy Galerie Meyer Kainer, Wien Photo: Archiv Heimo Zobernig © Heimo Zobernig / Bildrecht, Wien 2021

    Ausstellung

    JOSEF HOFFMANN

    Fortschritt durch Schönheit

    15/12/202119/06/2022

    10:00—18:00

    MAK – Museum für angewandte Kunst

    Stubenring 5,
    1010 Wien

    Aus Anlass seines 150. Geburtstags dokumentiert die Ausstellung JOSEF HOFFMANN. Fortschritt durch Schönheit erstmals umfassend das Gesamtwerk des Architekten, Designers, Lehrers und Ausstellungsmachers Josef Hoffmann (1870–1956), einer der zentralen Figuren der Wiener Moderne und internationalen Lebensreformbewegung. Hoffmann kultivierte mit seiner unermüdlichen Entwurfsarbeit und Lehrtätigkeit ein exemplarisches Modell moderner Lebensweisen auf Basis einer handwerklich geprägten sowie künstlerisch ambitionierten Bau- und Produktkultur. Die Schau zeigt einen Querschnitt durch Hoffmanns revolutionäre Designs und seine wichtigsten Bauten, darunter das Palais Stoclet in Brüssel (1905–1911) oder das Sanatorium Purkersdorf (1904–1905).

    In Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien.

    © MAK