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Künstlergespräch mit dem Filmemacher Želimir Žilnik

Gespräch im Rahmen der Želimir-Žilnik-Retrospektive Shadow Citizens

13/11/202013/11/2020

18:00

Seit seinen Anfängen in der lebendigen Amateurfilmszene, die sich in den 1960ern in Jugoslawien entwickelte, hat Žilnik (geb. 1942, lebt und arbeitet in Novi Sad, Serbien) über 50 Filme gedreht. Seine Arbeiten fanden schnell internationale Anerkennung; für Frühe Werke gewann er 1969 auf der Berlinale den Goldenen Bären für den besten Langfilm. Als seine Filme in den 1970ern auf politischen Widerstand stießen, verließ er Jugoslawien und ließ sich in Deutschland nieder, wo mehrere Independent-Filme entstanden, darunter einige der ersten Filme, die sich mit dem Thema Gastarbeiter auseinandersetzten. Auch in Deutschland sah er sich politischen Anfeindungen und Zensur ausgesetzt und kehrte nach Jugoslawien zurück, wo er in den 1980ern zahlreiche Fernseh- und Spielfilme drehte, in denen er die ersten Anzeichen der wachsenden gesellschaftlichen Konflikte in seinem Heimatland einfing. In den 1990ern entstanden Filme, die die Schattenseiten der postsozialistischen Umwälzungen und Migrationsfragen behandelten.

Želimir Žilnik wird auch über den Film "The Most Beautiful Country in the World" von 2018 sprechen, der einer Gruppe junger Migrant*innen in Wien folgt, die das administrative Kontroll-Labyrinth durchlaufen und schließlich Aufenthaltsstatus erlangen. Viele von Žilniks Filmen nahmen auf geradezu prophetische Weise reale Entwicklungen vorweg, etwa den Zerfall Jugoslawiens, den wirtschaftlichen Übergang vom Sozialismus zu einer neoliberalen Ordnung, die Beseitigung von Arbeitnehmer*innenrechten und die umfassende Zersetzung gesellschaftlicher Strukturen in den Bereichen Arbeit und Migration. Der Titel der Ausstellung, "Shadow Citizens", spiegelt Žilniks jahrzehntelanges Bemühen wider, die Aufmerksamkeit der Zuschauer*innen auf unsichtbare, unterdrückte, unterrepräsentierte und verzerrt dargestellte Mitglieder der Gesellschaft zu lenken.

Želimir Žilnik, The Most Beautiful Country in the World, Filmstill, 2018, Courtesy der Künstler

Alle Programmformate Ausstellung

Želimir Žilnik. Shadow Citizens

24/10/202017/01/2021

Kunsthalle Wien Museumsquartier

Museumsplatz 1, 1070 Wien

"Shadow Citizens" gibt Einblick in das radikale Filmschaffen und umfangreiche Werk von Želimir Žilnik (geb. 1942, lebt und arbeitet in Novi Sad, Serbien). Die Ausstellung ist Teil des offiziellen Programms der Viennale 2020 und eine Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum.

Seit seinen Anfängen in der lebendigen Amateurfilmszene, die sich in den 1960ern in Jugoslawien entwickelte, hat Žilnik über 50 Filme gedreht, die oft der Gattung Dokumentardrama zuzurechnen sind. Seine Arbeiten fanden schnell internationale Anerkennung; für "Frühe Werke" gewann er 1969 auf der Berlinale den Goldenen Bären für den besten Langfilm. Als seine Filme in den 1970ern auf politischen Widerstand stießen, verließ er Jugoslawien und ließ sich in Deutschland nieder, wo mehrere Independent-Filme entstanden, darunter einige der ersten Filme, die sich mit dem Thema Gastarbeiter auseinandersetzten. Auch in Deutschland sah er sich politischen Anfeindungen und Zensur ausgesetzt und kehrte nach Jugoslawien zurück, wo er in den 1980ern zahlreiche Fernseh- und Spielfilme drehte, in denen er die ersten Anzeichen der wachsenden gesellschaftlichen Konflikte in seinem Heimatland einfing. In den 1990ern entstanden Filme, die die Schattenseiten der postsozialistischen Umwälzungen und Migrationsfragen behandelten.

Viele von Žilniks Filmen nahmen auf geradezu prophetische Weise reale Entwicklungen vorweg, etwa den Zerfall Jugoslawiens, den wirtschaftlichen Übergang vom Sozialismus zu einer neoliberalen Ordnung, die Beseitigung von Arbeitnehmerrechten und die umfassende Zersetzung gesellschaftlicher Strukturen in den Bereichen Arbeit und Migration. Der Titel der Ausstellung, Shadow Citizens, spiegelt Žilniks jahrzehntelanges Bemühen wider, die Aufmerksamkeit der Zuschauer*innen auf unsichtbare, unterdrückte, unterrepräsentierte und verzerrt dargestellte Mitglieder der Gesellschaft zu lenken.

Kuratorinnen: What, How & for Whom / WHW (inklusive Ana Dević)

Želimir Žilnik, The Most Beautiful Country in the World, Filmstill, 2018, Courtesy der Künstler

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Maja Vukoje

Auf Kante

12/11/202025/04/2021

Belvedere 21 – Museum für zeitgenössische Kunst

Arsenalstraße 1,
1030 Wien

Maja Vukoje beschäftigt sich in ihrer Malerei mit kultureller Hybridität und Transkulturalität als Grundbedingungen unserer globalisierten Lebenswelten. Über verschiedene Werkphasen hinweg hat Vukoje eine eigenständige künstlerische Sprache entwickelt. Dabei nimmt sie die Vermischung und Verschmelzung von Elementen verschiedener Kulturen nicht nur als Bildmotive in den Blick. Vukoje spiegelt diese Phänomene des Hybriden auch im Sinne einer medialen Entgrenzung der Malerei in den eingesetzten Materialien und den künstlerischen Verfahren.

Das Belvedere 21 präsentiert ab 12. November 2020 die bislang umfassendste Personale der Künstlerin. Gezeigt werden rund hundert Arbeiten der letzten 15 Jahre mit einem Schwerpunkt auf der aktuellsten Produktion. In dieser treffen Südfrüchte und sogenannte Kolonialwaren wie Kaffee und Zucker auf Symbole unseres digitalisierten Alltags, Motive aus der Populärkultur und ikonische Werke der malerischen Abstraktion. In einer speziell für die Ausstellung konzipierten Raumintervention verschränkt Maja Vukoje zudem ihre Auseinandersetzung mit der Formensprache der Moderne mit Fragen des Displays.

Kuratiert von Luisa Ziaja.

#MajaVukoje

Maja Vukoje, "Paravent", 2014, Foto: Michael Wörgötter, © Bildrecht Wien, 2019

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Bodylotion

10/07/202022/08/2020

Anmeldung erforderlich: info@zellervanalmsick.com

Zeller van Almsick

Franz-Josefs-Kai 3/16, 1030 Wien

“So, Micah. Tell me about yourself. How old are you?”
“Nineteen.”
“Do you go to school?” said Marlowe
“Not anymore.”
“What do you study?”
“Waiting tables at a bar.”
“So—do you want to be here today?”
“Nope.”
“Can you tell me a little about your family?”
“No!”
“How about what happened to you that night?”
“It was magic.”
“And you said you don’t want to be here today?”
“Yes.”
“Would you like something to eat?”
“Yes, I do want a cookie with milk. I would also like a sandwich.”
“Chocolate chip okay?“
„Yeah, chocolate chip would be good. I‘ll eat it at the bar before it opens. I can‘t sit at the dinner table when you‘re so distant.“

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Amygdala

curated by Kerstin von Gabain

5/09/20205/09/2020

11:00

Zeller van Almsick

Franz-Josefs-Kai 3/16, 1030 Wien

Amygdala zeigt ein Zusammentreffen zwischen Edin Zenuns Tonerde mit Pigment und Ölgemälden und botanischen Modellen von Anfang des 20. Jahrhunderts.

Edin Zenun

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Amygdala

curated by Kerstin von Gabain

8/09/202010/10/2020

12:00

Zeller van Almsick

Franz-Josefs-Kai 3/16, 1030 Wien

Amygdala zeigt ein Zusammentreffen zwischen Edin Zenuns Tonerde mit Pigment und Ölgemälden und botanischen Modellen von Beginn des 20. Jahrhunderts. Aufbauend auf seinen früheren Arbeiten untersucht die Ausstellung Zenuns zugrundeliegende Beschäftigung mit dem Raum zwischen Abstraktion und Figuration - jener Schnittstelle zwischen Netzhaut und Gehirn, wo die einzelnen Teile in ein Ganzes verwandelt werden.

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unter flaschen – die Fledermaus in der Bar du Bois

13/05/202024/10/2020

Universitätsgalerie im Heiligenkreuzer Hof Wien


Heiligenkreuzer Hof Stiege 8, 1.Stock

Das Vergangene ist nicht vorbei. Es kann wiederentdeckt und in Archiven besucht werden, manches will aber auch wiederbelebt werden. Solch eine Aktualisierung in mehreren Akten erlebte jüngst das legendäre „Kabarett Fledermaus“. Einst (1907-13) war es in Wien ein Ort für emanzipatorische und eskapistische Tendenzen. Doch dann wurde es geschlossen, später zerstört und seine experimentelle Programmatik geriet in Vergessenheit. Seine wegweisende künstlerische Gestaltung jedoch blieb über die Zeiten in Erinnerung. Im Rahmen einer internationalen Kooperation gelang der Abteilung Kunstsammlung und Archiv der Universität für angewandte Kunst Wien 2019 eine stilistische 1:1-Rekonstruktion des berühmten Barraumes.
Beteiligte Künstler_innen:

Chiara Bals, Diana Barbosa Gil, Katrine Bobek, Eva Engelbert, Daniel Fonatti, Johannes Frauenschuh, Andreas Harrer, Anna Hostek, Anastasia Jermolaewa, Gea Kalkhof, Selma Klima, Leena Lübbe, Felizitas Moroder, Ann Muller, Florian Pfaffenberger, Raphael Pohl, Carolina Rotter, Lisa Sifkovits, Julia Steinbach, Stefan Thater, Julian Turner, Maria VMier, Astrid Wagner, Johanna Odersky, Bartholomaeus Wächter, Laura Welker


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Suellen Rocca

3/07/20208/11/2020

Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession

Friedrichstraße 12, 1010 Wien

Die Installation von Suellen Rocca im Grafischen Kabinett ist die letzte von der Künstlerin noch zu Lebzeiten konzipierte Ausstellung, die mit großem Respekt vor ihrem Werk posthum umgesetzt wurde. Neue Gemälde und Zeichnungen sind zusammen mit Bildern der vergangenen Dekade in einem installativen Setting zu sehen. Es besteht aus einem simplen Bett und einem Paravent und zitiert das künstlerische Vokabular Roccas. Die Präsentation der realen Gegenstände zusammen mit ihren bildlichen Darstellungen lässt die Grenzen zwischen Ausstellungsraum und Bildraum verschwimmen und fördert die Wahrnehmung, geradezu physisch in eine der Bildlandschaften eintreten zu können.

Suellen Rocca, installation view Secession 2020, photo: Peter Mochi

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Verena Dengler

Die Galeristin und der schöne Antikapitalist auf der Gothic G’stettn

3/07/20206/09/2020

Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession

Friedrichstraße 12, 1010 Wien

Verena Denglers Werk ist anspielungsreich, pointiert und mitunter provokativ. Die aufmerksame Beobachtung der Kunstwelt, ihrer Mechanismen und historisch gewachsenen Bedingungen sowie die eigenen Verflechtungen darin sind häufig Thema ihrer Installationen, Objekte, Bilder, Zeichnungen, Texte, Videos (und vieles mehr) und reflektieren sie kritisch, bisweilen humorvoll-satirisch.

Im Ausstellungsraum der Secession lässt die Künstlerin eine „Landschaft“ aus einem Teich und einer ihn umgebenden, wildwuchernden Brachfläche oder „Gstettn“, in der die BesucherInnen auf weitere Werke und Elemente treffen, entstehen. Die Gründungszeit der Secession mit ihren blumenreich dekorierten Verkaufsausstellungen war für die Künstlerin ebenso ein Bezugspunkt bei der Konzeption der Ausstellung, die sie im Dialog mit der Religionshistorikerin Barbara Urbanic entwickelte, wie ihre Auseinandersetzung mit dem „allgegenwärtigen Erbe der Romantik“ (Urbanic). Ihr zugeschriebene Eigenschaften wie die Betonung der Individualität und des Gefühls, die Suche nach dem Erhabenen und gleichzeitig ihre „dunkle Seite“ in Form von Melancholie, Gesellschaftskritik und Kulturpessimismus durchziehen bis heute als mehr oder weniger deutlich sichtbares Substrat subkulturelle Jugendbewegungen und Gegenkulturen, zeitgenössische populäre wie klassische Musik u.v.m. Die Ideale der Romantik und ihre Folgen wirken sich bis heute auf gesellschaftliche und politische Bereiche aus, auf die Gestaltungsmöglichkeiten durch soziale Netzwerke, die Entwicklung von flexiblen Arbeitsverhältnissen – KünstlerInnen bestens vertraut – und auf damit zusammenhängende Phänomene der Selbstoptimierung. In den Arbeiten der Ausstellung zeigt sich das Wechselspiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen hegemonialen und unterdrückten, aber auch subversiven Kräften, die an herrschenden Verhältnissen rütteln.

installation view Secession 2020, photo: Apollonia T. Bitzan

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Steve Reinke

Butter

6/03/202026/10/2020

mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

Museumsplatz 1,
1070 Wien

„Mein Werk will mich tot sehen, so viel ist sicher. Es spricht über nichts anderes“, schreibt Steve Reinke in einem Briefwechsel anlässlich seiner Ausstellung im mumok. Tod und Leben, Empathie und Grausamkeit, Sex und Intimität, aber eben auch das unbehagliche Verhältnis des Autors zu seinem Werk sind Themen, die Reinke in seiner Arbeit beschäftigen. In bester nietzscheanischer Manier betrachtet er den Menschen allerdings nicht als politisches oder moralisches Wesen, sondern als Spielball mikrobiotischer Agenden: Anstelle eines freudianischen Ich oder Es bestimmen in seinen jüngeren Videos Bakterien, Plazenta und Plankton den Lauf der Welt, und „Kultur“ beschreibt nicht humanistische Exzellenz, sondern Leben aus der Petrischale. Butter, die erste museale Einzelpräsentation des Künstlers überhaupt, zeigt Reinkes neueste Videoarbeit An Arrow Pointing to a Hole sowie eine Auswahl seiner sinistren Textbilder und gedankenverlorenen Stickereien, die auf paradox präzise Weise von Kontrollverlust, Formlosigkeit und Selbstvergessenheit erzählen.

Steve Reinke, Ohne Titel (Stickerei), 2017, Courtesy der Künstler und Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin, © mumok / Deinhardstein

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Objects Recognized in Flashes

Michele Abeles, Annette Kelm, Josephine Pryde, Eileen Quinlan

16/11/20196/09/2020

mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

Museumsplatz 1,
1070 Wien

Objects Recognized in Flashes lautet der Titel einer Gruppenausstellung, in deren Mittelpunkt die Auseinandersetzung mit den Oberflächen von Fotografien, Produkten und Körpern steht. Die Ausstellung ist in enger Zusammenarbeit des Kurators mit den Künstlerinnen Michele Abeles, Annette Kelm, Josephine Pryde und Eileen Quinlan entstanden und hinterfragt, wie wir in einer größtenteils medial vermittelten Gesellschaft mit analogen und digitalen Bildern umgehen und sie zueinander in Beziehung setzen. Wie gestaltet sich die Beziehung von Material und Immaterialität, von Körper, Screen und fotografischer Oberfläche? In unserer gegenwärtigen Konsumkultur kommt Produkten und Fragen der Warenästhetik eine immer bedeutendere Rolle zu. Dies bleibt auch für unseren Umgang mit fotografischen Bildern nicht ohne Konsequenzen. Allgegenwärtige Werbe-, Marketing- und Produktinszenierungen schaffen imaginäre visuelle Standards, die mittlerweile auf sozialen Plattformen zum festen Bestandteil permanenter fotografischer Selbstinszenierung geworden sind. Die Arbeiten der vier Künstlerinnen antworten in der Ausstellung sowohl auf die anderen Positionen wie auf diesen sich verändernden Kontext.

Michele Abeles, Number, Lycra, Man, Hand, Rock, M.L., Cardboard, 2009, © Michele Abeles

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Im Raum die Zeit lesen

Moderne im mumok 1910 bis 1955

16/11/20196/09/2020

mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

Museumsplatz 1,
1070 Wien

Ist die Moderne eine Epoche? Wie sahen das Künstler_innen und Kurator_innen in den 1920er-Jahren? Im Raum die Zeit lesen beantwortet diese Fragen mit einer Referenz auf vier Ausstellungen bzw. Buchprojekte, die erste Gesamtdarstellungen der Moderne waren und zentrale Fragen an die eigene Zeit aufgriffen. Neue Konzeptionen von Raum und Zeit bestimmten diese vier Projekte, zu denen etwa El Lissitzkys und Hans Arps fiktives Ausstellungsprojekt von 1924 sowie Friedrich
Kieslers legendäre Theaterausstellung aus demselben Jahr zählen. In einer Installation von Nicole Six und Paul Petritsch geht die mumok Ausstellung Zeitläufen und Raumsituationen nach, in der Elemente der Moderne den Rahmen setzen.

Zu sehen sind etwa Werke von Giacomo Balla, Willi Baumeister, Max Ernst, Alberto Giacometti, Florence Henri, Josef Hoffmann, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Yves Klein, Oskar Kokoschka, František Kupka, Maria Likarz-Strauss, René Magritte, Max Oppenheimer, Pablo Picasso, Oskar Schlemmer oder Sophie Taeuber-Arp.

Photo: Lisa Rastl ©mumok

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MISFITTING TOGETHER

Serielle Formationen der Pop Art, Minimal Art und Conceptual Art

1/07/20206/01/2021

mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

Museumsplatz 1,
1070 Wien

„I was reflecting that most people thought the Factory was a place where everybody had the same attitudes about everything; the truth was, we were all odds-and-ends misfits, somehow misfitting together.” (Andy Warhol)

Pluralistische Vielfalt bestimmte das methodische Verständnis der Pop Art, Minimal Art und Conceptual Art seit den 1960er-Jahren. In Anlehnung an Mel Bochners Text „The Serial Attitude“ (1967) und die von Paul Maenz und Peter Roehr kuratierte Ausstellung Serielle Formationen (1967) setzt sich die Sammlungspräsentation MISFITTING TOGETHER mit der seriellen Ordnung als verbindender Komponente dieser drei Strömungen auseinander. Sie zeigt, wie stark diese einander beeinflusst haben und wie ungern sie sich in kunsthistorische Schubladen zwängen lassen.

In ihrer „gemeinsamen Unangepasstheit“ bilden die Werke in MISFITTING TOGETHER die Grundlage für die im Herbst stattfindenden Warhol-Ausstellungen ANDY WARHOL EXHIBITS a glittering alternative und DEFROSTING THE ICEBOX. Die verborgenen Sammlungen der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museum Wien und des Weltmuseum Wien zu Gast im mumok.

Andy Warhol stellte zuletzt 1981 – also noch zu Lebzeiten – im mumok aus. Knapp 40 Jahre später ist es mehr als überfällig, sein Schaffen in einem umfassenderen kunsthistorischen Kontext zu präsentieren. MISFITTING TOGETHER verortet Warhols Werk deshalb nicht nur im Rahmen der Pop Art, sondern zeichnet ein differenzierteres Bild der Zeit, indem Arbeiten der Minimal und Conceptual Art hinzugezogen werden – allesamt Sammlungsschwerpunkte von Peter und Irene Ludwig.

Künstler_innen: Lutz Bacher, Alighiero Boetti, Daniel Buren, Hanne Darboven, Jan Dibbets, Heinz Gappmayr, Robert Indiana, Jasper Johns, Donald Judd, On Kawara, Joseph Kosuth, Sol LeWitt, Roy Lichtenstein, Dóra Maurer, Claes Oldenburg, Friederike Pezold, Larry Poons, Charlotte Posenenske, Peter Roehr, Robert Smithson, Daniel Spoerri, Andy Warhol

Larry Poons, Nixe’s Mate, 1961, mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Leihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung, © Bildrecht Wien

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BAKELITE

Die Sammlung Georg Kargl

15/07/202026/10/2020

MAK – Museum für angewandte Kunst

Stubenring 5,
1010 Wien

Erstmals beschäftigt sich das MAK in einer Sonderausstellung mit einem historischen Kunststoff und seiner Rolle im Design und in der Kulturgeschichte. Anlass dazu bietet die Präsentation ausgewählter Stücke aus der Bakelit-Sammlung des Wiener Galeristen Georg Kargl (1955–2018), der dem MAK eng verbunden war. Kargl war nicht nur ein bedeutender Protagonist der Wiener und internationalen Kunstszene sowie Experte der Wiener Moderne im Bereich der angewandten Kunst, sondern auch ein großer Kenner und leidenschaftlicher Sammler von Bakelit.

©MAK/Georg Mayer

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MAK SCHAUSAMMLUNG WIEN 1900

Design / Kunstgewerbe 1890-1938

1/07/202031/07/2022

MAK – Museum für angewandte Kunst

Stubenring 5,
1010 Wien

Die Räume der Schausammlung sind von zeitgenössischen KünstlerInnen gestaltet und zeigen ausgewählte Highlights der MAK-Sammlung. In einem einzigartigen Zusammenspiel von künstlerischem Erbe und zeitgenössischen Interventionen werden die historischen Bestände in Szene gesetzt und laden in dieser speziellen Inszenierung zur eingehenden Betrachtung der Objekte ein.
Thematisches Zentrum der Präsentation bildet das vielgestaltige Ringen um einen österreichischen modernen bürgerlich-demokratischen Stil. Als Secessionismus und Jugendstil bezeichnet, dient das Design und Kunstgewerbe dieser vibrierenden Zeit heute wie kein anderes der österreichischen Identitätsstiftung.

©MAK

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HUNDERTWASSER – SCHIELE

Imagine Tomorrow

21/07/202031/08/2020

Leopold Museum

Museumsplatz 1
1070 Wien

Friedensreich Hundertwasser (1928–2000) prägte als Maler, Gestalter von Lebensräumen und Vorkämpfer der Ökologiebewegung die Kunst des 20. Jahrhunderts über die Grenzen Österreichs hinaus. Wenig bekannt ist seine lebenslange, intensive Beschäftigung mit der Person und dem Werk Egon Schieles (1890–1918). Als 20-jähriger entdeckte der damalige Akademiestudent in Ausstellungen und Büchern die Kunst der Wiener Moderne für sich: Vor allem Schiele sollte in den folgenden Jahren eine zentrale Bezugsfigur für den international agierenden Künstler werden. Sein zeichnerisches Können schulte er im Selbststudium von dessen Zeichnungen, in Paris propagierte er gegenüber seinen Künstlerkollegen effektiv Schieles Kunst, und 1965 betitelte er ein Werk mit 622 Der Nasenbohrer und die Beweinung Egon Schieles. Bis zu seinem Lebensende umgab sich Hundertwasser in seinen Wohn- und Arbeitsräumen in Venedig und Neuseeland mit Reproduktionen von Gemälden und Zeichnungen des von ihm so sehr geschätzten Künstlers. Hundertwassers poetischer Text „Ich liebe Schiele“ von 1951 macht die Intensität seiner Bezugnahme anschaulich: „Ich träume oft wie Schiele, mein Vater, von Blumen, die rot sind, und Vögeln und fliegenden Fischen und Gärten in Samt und Smaragdgrün und Menschen, die weinend in Rotgelb und Meerblau gehen.“ Heute, 20 Jahre nach Hundertwassers Tod, widmet das Leopold Museum diesen beiden ikonischen Künstlern eine rund 170 Exponate umfassende dialogisch angelegte Schau. Entlang zentraler Motiv-und Themenkomplexe im Werk beider Künstler wie jener der beseelten Natur oder dem Verhältnis von Individuum und Gesellschaft werden Analogien jenseits von formalen Ähnlichkeiten ersichtlich. Anhand hochkarätiger Leihgaben aus österreichischen und internationalen Sammlungen und bisher nicht veröffentlichtem Archivmaterial zeichnet die Ausstellung die künstlerische und geistige Verwandtschaft zweier herausragender österreichischer Künstler des 20. Jahrhunderts nach, die einander nie persönlich

FRIEDENSREICH HUNDERTWASSER, 224 The Big Way, 1955 © Belvedere, Vienna Photo: Belvedere, Vienna/Johannes Stoll © 2020 Namida AG, Glarus, Switzerland

Ausstellung

ALLES WAR KLAR

Eröffnungsausstellung

7/03/20201/11/2020

Künstlerhaus

Karlsplatz 5, 1010 Wien

ALLES WAR KLAR thematisiert, wie sich die institutionellen Routinen über die letzten 150 Jahre der Geschichte des Künstlerhauses immer wieder hinterfragen lassen. Die Besucher*innen werden auf einen Rundgang durch insgesamt sieben Ausstellungsräume eingeladen, der einer sorgfältig entwickelten Dramaturgie folgt. Ein Zyklus der Metamorphose und zugleich Katharsis der neu zu etablierenden Institution wird sich schließen, bis sich die Unterscheidung und Wertigkeit von Vergangenheit und Zukunft allmählich auflöst. Den Besucher*innen liefert die Ausstellung sowohl intellektuell herausfordernde Kontexte wie auch unmittelbare, sinnliche Wirkungen.

Künstler*innen:
Anna Artaker, Thomas Baldischwyler (mit Werken von Willi Baumeister, Falm, Haus-Rucker-Co, Karl Hofer, Thomas Jeppe, Gustav Klimt, Martin Kippenberger, Elke Silvia Krystufek, Teresa Feodorowna Ries, Didi Sattmann, Hanns Wagula), Cäcilia Brown, Natalia Domínguez Rangel, Michaela Eichwald, Agata Ingarden, Florian Aschka, Alexandru Cosarca, Georg Klüver-Pfandtner, Larissa Kopp, Adam Kraft, Max Schaffer, Toni Schmale, Wiener Perspektive / AG SPACE

Agata Ingarden, The Lounge, 2020 © wolfleeb.com

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Japan zur Meiji-Zeit

Die Sammlung Heinrich von Siebold

13/02/202011/08/2020

Weltmuseum Wien

Heldenplatz, 1010 Wien

Die Meiji-Periode umfasst in der japanischen Geschichte den Zeitraum von 1868 bis 1912. Eine Zeit, in der sich der Feudalstaat zur modernen Großmacht entwickelt, die japanische Gesellschaft sich wandelt und der Welt öffnet. In Europa entstand reges Interesse an diesem noch unbekannten Land. Heinrich von Siebold, Sohn des Arztes und berühmten Japanforschers Philipp Franz von Siebold, kommt bereits als Jugendlicher nach Japan und verbringt dort den größten Teil seines Lebens. Seine Sammlung an japanischen Objekten wird Kaiser Franz Josef für das k. u. k. Naturhistorische Hofmuseum geschenkt, wofür Heinrich von Siebold den Freiherrntitel erhielt, und bildet heute einen der Grundbestände der ostasiatischen Sammlung des Weltmuseum Wien.

龍虎螺鈿刀掛 Schwertständer mit Tiger und Drachen-Motiv, vor 1882, Holz, Lack, Perlmutt, Metall, © KHM-Museumsverband

Ausstellung

Böse Kaiser

Eine Ausstellung des Münzkabinetts

12/11/201928/02/2021

Die Ausstellung ist nur für Führungen geöffnet.

KUNSTHISTORISCHES MUSEUM WIEN

Maria-Theresien-Platz,
1010 Wien

Das Bild, das die antike Überlieferung von römischen Kaisern gezeichnet hat, wirkt bis heute nach. Ob Caligula, Nero oder Commodus, sie gelten als Paradebeispiele für Cäsarenwahn. Denn das endgültige Urteil, ob jemand gut oder böse ist, wird unausweichlich von der Nachwelt gefällt, ungeachtet aller Behauptungen oder Bemühungen der betreffenden Person selbst.

Die Ausstellung stellt Aussagen aus der antiken Überlieferung, die zum Teil von Zeitgenossen stammen, zum Teil aber auch viele Generationen nach dem Ableben eines Kaisers aufgeschrieben wurden, der Münzprägung gegenüber. Diese beiden Quellen sind auf gänzlich verschiedene Art und Weise entstanden und verfolgten zudem völlig unterschiedliche Zielsetzungen. Manchmal prallen sie regelrecht aufeinander und sind nur selten in Einklang zu bringen. Zwar beruht auf ihnen ein Großteil unseres Wissens über die Geschichte der Antike, aber es zeigt sich, wieviel Raum zwischen persönlicher Meinung und offizieller Darstellung verbleibt.

Es werden bewusst Klischees und Anekdoten aufgegriffen und es wird versucht, diese anhand von Beispielen aus den Beständen des Münzkabinetts zu illustrieren, das mit 90.000 römischen Münzen und insgesamt rund 600.000 Objekten zu den größten und bedeutendsten Sammlungen der Welt zählt. Der Bogen spannt sich vom blutrünstigen Caligula und Nero, dem Brandstifter Roms, bis hin zu den Christenverfolgern und zu Julian dem Abtrünnigen im 4. Jahrhundert n. Chr.

© KHM

Ausstellung

Beethoven bewegt

29/09/202024/01/2021

KUNSTHISTORISCHES MUSEUM WIEN

Maria-Theresien-Platz,
1010 Wien

Die Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien bringt Beethoven in Dialog mit KünstlerInnen wie Friedrich, Goya, Rodin, Horn, Baldessari und Sehgal.
Das Kunsthistorische Museum Wien präsentiert in Kooperation mit dem Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien eine durchaus ungewöhnliche Hommage an Ludwig van Beethoven (1770–1827).

Beethovens universelle und einzigartige Rezeption, die epochale Bedeutung seiner Musik, aber auch die Wahrnehmung seiner ikonengleich stilisierten Person lassen eine Unmenge von Anknüpfungspunkten zu; Hoch- und Populärkultur, Kommerz und Politik nützen ein nahezu unerschöpfliches Reservoir zur Inspiration oder auch Vereinnahmung.

Die Ausstellung bringt Gemälde von Caspar David Friedrich, Skizzenbücher J. M. W. Turners, Grafiken von Francisco de Goya, Anselm Kiefer und Jorinde Voigt, Skulpturen von Auguste Rodin, Rebecca Horn und John Baldessari sowie eine für die Ausstellung entwickelte neue Arbeit Tino Sehgals, ein Video von Guido van der Werve u. v. m. ins Gespräch mit der Musik, kostbaren Autographen und der Person Beethovens. Sie schlägt so eine Brücke bis zur Gegenwart: Meisterwerke der Bildenden Kunst gehen Verbindungen mit Musik und Stille ein.

© KHM

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Michael E. Smith

21/02/20206/09/2020

Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession

Friedrichstraße 12, 1010 Wien

Michael E. Smith produziert Skulpturen, Installationen, Objekt-Collagen und Videos; er setzt zum Teil interaktive Klanginstallationen ein und versteht den jeweiligen Ausstellungsraum als aktiven Dialogpartner bei der Entstehung der Ausstellung. Seine Installationen eröffnen einen Erfahrungsraum, der weit mehr als nur unseren Sehsinn anspricht. Er bezieht immaterielle Komponenten wie Licht, Geräusche und gewohnheitsmäßige Abläufe ein und zielt auf die Schärfung der Wahrnehmung insgesamt.

Michael E. Smith, Ausstellungsansicht Secession 2020, Foto: Oliver Ottenschläger

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ALEC SOTH

PHOTOGRAPHY IS A LANGUAGE

27/02/202030/08/2020

KUNST HAUS WIEN. Museum Hundertwasser

Untere Weißgerber Straße 13, 1030 Wien

Der Amerikaner Alec Soth zählt seit einigen Jahren zu den wichtigsten Fotografen weltweit. Mit der Serie Sleeping by the Mississipi wurde er 2004 schlagartig berühmt: In die Fußstapfen von Robert Frank tretend, dokumentierte der Künstler auf seinem Roadtrip entlang des Mississippi das amerikanische Leben – subjektiv, mit viel Poesie und Melancholie. Soths fotografisches Werk – er ist Mitglied der renommierten Agentur Magnum Photos – findet sich seither in allen namhaften Ausstellungshäusern und Fotografie-Institutionen. Seine Personale im KUNST HAUS WIEN kann als Österreichpremiere bezeichnet werden: Soths bekannteste Serien Sleeping by the Mississippi (2004), Niagara (2006), Broken Manual (2010) und Songbook (2014) sind erstmals in Wien zu sehen, ebenso seine jüngste Arbeit I Know How Furiously Your Heart Is Beating (2019). Mit dieser verdichteten Porträtserie hat der Künstler nach einer einjährigen Schaffenspause erneut Furore gemacht.

Alec Soths fotografisches Werk besticht durch seine poetische Bildsprache. Soth gelingt es virtuos, vorstädtische und ländliche Gegenden in den USA, Menschen und Situationen ins Bild zu setzen. Seine groß angelegten Serien können als Fallstudien der US-amerikanischen Gesellschaft gelesen werden. Soths Fotografien geben Einblick in das Leben gewöhnlicher wie auch manch ungewöhnlicher Menschen; sein Interesse gilt der breiten Mittelschicht abseits der Metropolen sowie Menschen am Rande der Gesellschaft.

KunstHausWien

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Renate Bertlmann

Carlone Contemporary

20/02/202031/01/2021

Oberes Belvedere

Prinz Eugen-Straße 27

Das Belvedere präsentiert 2020 in der Reihe CARLONE CONTEMPORARY die Arbeit der Multimediakünstlerin Renate Bertlmann für den österreichischen Pavillon der Biennale von Venedig 2019: ein Feld roter Messer-Rosen. Sie zeigt sinnliche Blumen aus Muranoglas mit messerscharfen Klingen im Blütenkelch. Der Gegensatz zwischen Fragilität und Aggression weist Parallelen zur Dualität der Fresken im Carlone-Saal des Belvedere auf.
Kuratiert von Felicitas Thun-Hohenstein.
#CarloneContemporary #RenateBertlmann

Johannes Stoll / Belvedere, Wien. © Renate Bertlmann & Richard Saltoun Gallery, London

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Der Meister von Mondsee

Im Blick

7/02/202013/09/2020

Oberes Belvedere

Prinz Eugen-Straße 27

Ein Aspekt der Ausstellung ist die Altarstiftung durch Abt Benedikt Eck von Vilsbiburg, der auf einem der Bilder als Stifter mit dem Wappen von Mondsee zu sehen ist. In Benedikts Amtszeit erfolgte der gotische Neubau der Mondseer Stiftskirche. Der Abt hatte zuvor Michael Pacher mit der Gestaltung des Hochaltars der Wallfahrtskirche Sankt Wolfgang beauftragt, der für den Meister von Mondsee ein wichtiger Bezugspunkt war. Wie anhand von Vergleichswerken gezeigt wird, bewahrte der Meister von Mondsee in der Auseinandersetzung mit Pachers Werk und anderen Bildquellen seines Salzburger und bayerischen Künstlerumfelds stets eine individuelle Note, die sein Werk so unverwechselbar macht.

Neue Einblicke in die hohe Kunstfertigkeit des Meisters von Mondsee als Zeichner geben die detaillierten Unterzeichnungen, die durch strahlentechnische Aufnahmen (Infrarotreflektografien) in der Belvedere-Restaurierung ans Licht kamen und in der Schau erstmals vorgestellt werden.
Die Reihe IM BLICK im Oberen Belvedere wurde konzipiert, um Künstlerinnen und Künstler wie Werke aus der Sammlung wissenschaftlich zu analysieren und vorzustellen.

© Oberösterreichisches Landesmuseum, Linz

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Hundertwasser – Schiele: Imagine Tomorrow

Imagine Tomorrow

21/02/202031/08/2020

Leopold Museum

Museumsplatz 1
1070 Wien

20 Jahre nach dem Tod von Friedensreich Hundertwasser zeigt das Leopold Museum im Wiener Museumsquartier das Oeuvre des Wiener Künstlers. Hundertwasser verehrte zeitlebens den Expressionisten Egon Schiele (1890 - 1918). Seine Wohn- und Arbeitsräume waren geschmückt von Reproduktionen seiner Werke. 1965 betitelte eine seiner Arbeiten sogar Der Nasenbohrer und die Beweinung Egon Schieles. Seine intensive Beschäftigung mit Schieles Werk blieb lange eher unbekannt.

Leopoldmuseum

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Multiples Singularities

Wiedereröffnung ab 2. Juni

2/06/20206/09/2020

Akademie der bildenden Künste Wien

Haupthaus derzeit im Ausweichquartier: Augasse 2–6

Einen gemeinsamen gesellschaftspolitisch sensiblen Ansatz verfolgend präsentieren die Ausstellung und das umfangreiche Begleitprogramm unter dem Titel Multiple Singularities Installationsarbeiten und visuelle Forschungsprojekte, die den öffentlichen Raum und die in ihm stattfindenden Ereignisse zum Thema haben.
Initiatorinnen: Jelena Micić, Anastasiya Yarovenko
Künstlerinnen: Ting-Jung Chen, Vasilena Gankovska, Jelena Micić, Ekaterina Shapiro-Obermair, Martina Z. Šimkovičová, Anastasiya Yarovenko

Foto: Lisa Rastl

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KATHARINA SCHEUCHER

WE’LL DOUBLE BACK, SEESAW, AND LEAVE IN TRACKS AND TRACES

2/06/20206/09/2020

Akademie der bildenden Künste Wien

Haupthaus derzeit im Ausweichquartier: Augasse 2–6

Katharina Scheucher (* 1984) versteht das Innere von Räumen als Oberfläche, vergleichbar einem Blatt Papier, in welches sich die Umgebung einschreibt und deren Charakteristika die Künstlerin mit Objekten aus Gips wiederholt, die häufig Abdrücke von architektonischen Besonderheiten sind. Der Raum wird darüber zu einer Karte seiner selbst, wird in seinen Merkmalen und Grenzen betont sowie über den gezielten Einsatz von Spiegeln unterwandert, welche die Anwesenden zu einem ständigen Perspektivenwechsel herausfordern. Eine Soundinstallation, welche die Geräusche der Besucher_innen in den Raum zurückwirft, schärft zusätzlich die Wahrnehmung des eigenen Zugegenseins inmitten des subtilen Raumgefüges, das als Akteur und Dialogpartner in Erscheinung tritt.

Foto: Lisa Rastl, © Bildrecht, Wien, 2020

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Europas beste Bauten

Mies Van der Rohe Award 2019

30/07/202012/10/2020

Architekturzentrum Wien

MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Alle zwei Jahre stellt die Ausstellung „Europas beste Bauten“ herausragende Architekturprojekte aus Europa in den Mittelpunkt und avancierte damit zum Publikumsmagnet. Es werden Projekte ausgezeichnet, deren visionärer Charakter als Orientierung, wenn nicht gar als Manifest für die Entwicklung zeitgenössischer Architektur dient.

Die Covid19-Krise macht deutlich, wie wichtig guter Wohnbau ist, dazu neue Kombinationen von Wohnen und Arbeiten und insgesamt eine Stadt der kurzen Wege mit funktionierenden Nachbarschaften und großzügigen öffentlichen Räumen. Der biennal verliehene EU Mies Award gibt einmal mehr architektonische Antworten auf drängende gesellschaftliche Fragen. Der Hauptpreis ging an ein wegweisendes Wohnbauprojekt: eine radikale Transformation von drei Wohnblöcken aus den 1960er Jahren in Bordeaux durch die Architekt*innen Lacaton & Vassal gemeinsam mit Frédéric Druot und Christophe Hutin. Die weiteren Finalisten reichen von einer öffentlichen Platzgestaltung in Tirana, Albanien, bis zu neuen Kombinationen von Wohnen und Arbeiten in Berlin. Den Nachwuchspreis erhielt das junge französische Büro BAST für den Anbau zu einer Dorfschule in Montbrun-Bocage in der Nähe von Toulouse. Aus den knapp 400 nominierten Projekten aus 36 europäischen Ländern wurden insgesamt 40 Projekte von der hochkarätigen Jury unter Beteiligung der Az W Direktorin Angelika Fitz für die Ausstellung ausgewählt, darunter drei aus Österreich: die Bundesschule Aspern von fasch&fuchs.architekten und ein Wohnbau von StuidoVlayStreeruwitz in Wien Floridsdorf sowie das Haus der Musik von Erich Strolz und Dietrich Untertrifaller in Innsbruck. Ergänzend werden die 15 Nominierungen mit österreichischer Beteiligung präsentiert.

Katalog
Ein Katalog zur Ausstellung präsentiert alle nominierten Projekte und ist im Rahmen der Ausstellung im Az W erhältlich.

Eine Ausstellung der Fundació Mies van der Rohe, Barcelona und Creative Europe im Architekturzentrum Wien.

Frédéric Druot Architecture und Christophe Hutin Architecture © Foto: Philippe Ruault

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The Beginning

KUNST IN ÖSTERREICH 1945 BIS 1980

1/07/20208/11/2020

Albertina Modern

Karlsplatz 5, 1010 Wien

Die Eröffnungsausstellung der ALBERTINA MODERN The Beginning. Kunst in Österreich 1945 bis 1980 bietet erstmals einen umfassenden Überblick einer der innovativsten Epochen österreichischer Kunstgeschichte. Die Schau präsentiert die wichtigsten Positionen an der Schwelle zur Postmoderne – vom Wiener Phantastischen Realismus über die frühe Abstraktion, den Wiener Aktionismus, die kinetische und konkrete Kunst sowie die österreichische Spielvariante der Popart bis zu dem für Wien so kennzeichnenden gesellschaftskritischen Realismus. The Beginning widmet den großen Einzelgängern Friedensreich Hundertwasser, Arnulf Rainer und Maria Lassnig eigene Räume. Was Skulptur und Objektkunst in diesem Zeitraum bedeuten kann, veranschaulichen Hauptwerke von Joannis Avramidis und Rudolf Hoflehner über Wander Bertoni und Roland Goeschl bis Curt Stenvert, Bruno Gironcoli und Cornelius Kolig.
Wiener Avantgarden
Die Schau zeigt insgesamt fast 100 Künstlerinnen und Künstler dieser, sich über drei Jahrzehnte spannenden Epoche. Die Aufarbeitung von Ständestaat und Nationalsozialismus sowie die internationale Vernetzung aller wesentlichen ProtagonistInnen sind bislang oft übersehene Kennzeichen dieser Wiener Avantgarden. Ausgangspunkt der Ausstellung sind die Sammlungen der ALBERTINA, die jüngst durch die Akquisition der Sammlung Essl eine große Bereicherung erfahren haben. Ein Ausstellungsprojekt dieses Anspruchs und Umfangs mit rund 360 Objekten ist darüber hinaus auf die Unterstützung vieler LeihgeberInnen angewiesen: KünstlerInnen, PrivatsammlerInnen und Museen.

Robert Klemmer | Laufender Klemmer, 1969 | ALBERTINA, Wien © Estate Robert Klemmer

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Josef Trattner: Inside Out

28/02/202027/11/2020

Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung

Mariahilfer Straße 1b/1

Josef Trattner beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Material Schaumstoff und realisiert unter Verwendung dieses Werkstoffs Projekte im öffentlichen Raum. Wesentliches Merkmal von Trattners Arbeiten ist die Überlagerung von kunstimmanenten Aspekten – das Verhältnis von Materialität, Form und Farbe zum Innen- und Außenraum – mit gesellschaftlichen Fragestellungen. Seine ephemeren, nach Veränderung durch Publikum und Wettereinflüsse sich wieder in Nichts auflösenden Inszenierungen in Natur- und Stadträumen sind immer auch soziale Versuchsanordnungen, denen ein selbstreflexives und kritisches Potenzial eingeschrieben ist.

Exklusiv für die Friedrich Kiesler Stiftung wurde eine Raum-Skulptur mit den Maßen 3 x 3 x 3 Meter realisiert, die vom Publikum benützt werden kann. Modelle, Fotos und ein Film, der die Entstehung der Skulptur dokumentiert, werden ebenso gezeigt.

Zudem wird im Sommer 2020 eine Sofafahrt von Wien über Brünn, Ostrau, Krakau und Lemberg nach Czernowitz organisiert. ArchitektInnen, LiteratInnen und MusikerInnen werden eingeladen, auf dem Sofa als sozialem Raum zu agieren. Parallel dazu sollen auch Diskussionen zum Thema Raum in Architektur und Kunst in der Friedrich Kiesler Stiftung stattfinden.

Josef Trattner © Redtenbacher

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Die frühe Radierung

Von Dürer bis Bruegel

12/02/20201/11/2020

Albertina

Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Die Frühzeit der Druckgrafik ist von mehreren bedeutenden Erfindungen geprägt, sodass bis um 1500 bereits eine Vielzahl an technischen Verfahren entwickelt war. Das Aufkommen der Radierung im späten 15. Jahrhundert und ihre schnelle Verbreitung im frühen 16. Jahrhundert stellen einen der wichtigsten Wendepunkte dar. Die Grundlagen der Technik entwickelten sich in den Werkstätten von Waffenätzern, bis in den 1490er-Jahren der deutsche Druckgrafiker Daniel Hopfer damit begann, von geätzten, also „radierten“ Metallplatten auch Abzüge auf Papier herzustellen. Dabei ließ sich das Radieren so einfach bewerkstelligen, dass es Künstlern aus verschiedensten Sparten die Anfertigung eigener Drucke ermöglichte. Unter den Pionieren des Mediums waren einige der größten Künstler der Renaissance wie Albrecht Dürer, Parmigianino und Pieter Bruegel der Ältere.

Die Ausstellung in der ALBERTINA widmet sich den ersten 70 Jahren der Radierung: von ihren Anfängen in der Dürerzeit bis in die Epoche Bruegels, als viele berühmte und auch weniger bekannte Künstler in Deutschland, Flandern, Italien und Frankreich in dieser Technik arbeiteten. Rund 125 Radierungen sind neben Zeichnungen, Druckplatten und illustrierten Büchern in der Schau zu sehen.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Metropolitan Museum in New York.

Daniel Hopfer, Woman and Attendant Surprised by Death, ca 1510-1515 © The Metropolitan Museum of Art

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Warhol bis Richter

Aus den Sammlungen der ALBERTINA

27/05/20206/09/2020

Albertina

Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Warhol bis Richter präsentiert Kunstwerke der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute. Rund 80 Werke u.a. von Anselm Kiefer, Gerhard Richter, Gottfried Helnwein, Andy Warhol, Alex Katz und Maria Lassnig repräsentieren die Vielfalt künstlerischer Positionen nach 1945.

Schlüsselwerke internationaler Strömungen illustrieren die facettenreiche künstlerische Produktion, die von Hyperrealismus bis Abstraktion, von farbästhetischen bis zu politischen Themen reicht, und veranschaulichen die komplexen parallelen Strömungen der vergangenen Jahrzehnte.

Gerhard Richter, Richters Garten (Sommertag), 1999

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Michael Horowitz

28/02/20206/09/2020

Albertina

Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Der Wiener Journalist, Verleger und Autor Michael Horowitz (geb. 1950) war bereits ab 1966 während seiner Schulzeit als Fotograf tätig. Bis Ende der 1980er-Jahre fertigte er zahlreiche Reportagen und Porträts bekannter Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben an. In der ALBERTINA wird in einer monografischen Ausstellung nun erstmals eine Auswahl von Arbeiten aus dieser Schaffensphase gezeigt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Fotografien aus dem Wiener Kulturleben, zu dessen Protagonisten Horowitz in enger Beziehung stand. Umfangreichere Serien entstanden etwa in Zusammenarbeit mit Helmut Qualtinger, Kiki Kogelnik oder den Künstlern aus Gugging. Die Aufnahmen zeichnen sich durch Horowitz‘ empathische Sichtweise, seine klare Bildsprache und sein Gespür für ausdrucksstarke Momente aus.

Michael Horowitz: Arnold Schwarzenegger, 1975 © Michael Horowitz

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Meisterwerke der Moderne

Die Sammlung Batliner

1/07/202031/12/2021

Albertina

Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Die Schausammlung der ALBERTINA wurde vollständig neu aufgestellt. Schwerpunkt der aktuellen Präsentation sind zahlreiche bisher selten gezeigte Arbeiten Pablo Picassos. Die ALBERTINA besitzt mit der Sammlung Batliner eine der bedeutendsten Kollektionen Europas zur Malerei der Klassischen Moderne.
Den Ausgangspunkt der permanenten Ausstellung bilden die Künstler des Impressionismus und des Postimpressionismus wie Degas, Cézanne, Toulouse-Lautrec und Gauguin. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Deutschen Expressionismus mit den Künstlergruppen Die Brücke und Der Blaue Reiter sowie auf der Neuen Sachlichkeit mit Werken von Wacker, Sedlacek und Hofer. Den Fokus auf die Kunst Österreichs vertiefen Werke von Kokoschka sowie Gemälde von Egger-Lienz. Die Vielfalt der russischen Avantgarde illustrieren Gemälde von Gontscharowa, Malewitsch und Chagall.

Die ALBERTINA begrüßt die Sammlung Othmar Huber zu einem Gastauftritt im Rahmen der Schausammlung. Aus der Kollektion des Schweizer Augenarztes Othmar Huber (1892–1979) wird eine Auswahl von 15 Werken präsentiert, die einen Dialog zwischen diesen beiden herausragenden Sammlungen der Klassischen Moderne entfacht. Der Fokus dieser Begegnung von Schlüsselwerken der Moderne liegt auf dem Blauen Reiter, darunter Marcs Hauptwerk Blaues Pferd II, Mackes Hafen von Duisburg sowie Werken von Kandinsky und Klee. Zwei bedeutende Gemälde von Picasso, Schlafende Trinkerin aus der frühen Phase seiner Blauen Periode sowie Frau im Profil, die zusammen mit dem reichen ALBERTINA-Bestand an Werken Picassos präsentiert werden, runden das besondere Gastspiel ab. Die ausgestellten Werke sind Leihgaben der Stiftung Othmar Huber, die im Kunstmuseum Bern beheimatet ist, und des Kunsthauses Glarus.

Paul Signac | Venedig, die rosa Wolke, 1909 | © ALBERTINA, Wien – Sammlung Batliner

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a_schau

Dauerausstellung

1/01/202031/12/2021

Architekturzentrum Wien

MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Die „a_schau“ ist die Dauerausstellung des Az W. Sie zeigt einen kompakten Überblick zur Entwicklung und Geschichte der Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts und einen einzigartigen Blick auf 150 Jahre Architekturschaffen in Österreich.

In zehn Episoden entfalten sich die relevantesten Phänomene und Strömungen und lassen dabei Platz für autonome Positionen. Ausgehend vom Aufstieg Wiens zur imperialen Großstadt führt die Ausstellung ins Spannungsfeld zwischen sozialpolitischem Experiment, der „Eroberung“ alpiner Landschaftsräume, den Machtverstrickungen in der NS-Zeit und dem Wiederaufbau nach 1945.

Moderne, Experimente und Krisen
Das Jahr 1958 ist für die Architekturentwicklung in Österreich signifikant. Es werden einige Schlüsselbauten fertiggestellt, die einen etwas späten Aufbruch in die internationale Moderne signalisieren. Danach machen sich Raumfahrt, der weltweite Siegeszug von Pop-Kultur und Massenmedien in der Architekturproduktion bemerkbar. Die Ölkrise von 1973 setzt den utopischen Konzepten ein abruptes Ende und markiert gleichzeitig den Beginn einer Vielzahl von konstruktiven und formalen Experimenten. Wichtiger Bestandteil der Ausstellung sind aktuelle Positionen quer durch Österreich, die in digitaler Form präsentiert werden.

Kuratorinnen: Gabriele Kaiser, Monika Platzer, Az W

Günther Domenig, Steinhaus, 1986–2008 © AzW Wien, Sammlung, Foto: Margherita Spiluttini

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Dauerausstellung Schausammlung

1/07/202031/12/2021

Oberes Belvedere

Prinz Eugen-Straße 27

Mehrere tausend Werke aus neun Jahrhunderten umfasst die Sammlung des Belvedere. Das Museum wirft mit der Aufstellung der Sammlung einen spannenden Blick aus unerwarteter Perspektive auf die Werke von Künstler_innen wie Rueland Frueauf d. Ä., Franz Xaver Messerschmidt, Ferdinand Georg Waldmüller, Gustav Klimt, Erika Giovanna Klien, Egon Schiele, Helene Funke oder Oskar Kokoschka.

Der umfangreiche Bestand des Belvedere umfasst Werke vom Mittelalter bis in die Gegenwart, darunter die weltweit größten Sammlungen von Ferdinand Georg Waldmüller und Gustav Klimt oder die Charakterköpfe von Franz Xaver Messerschmidt. Mit der Schausammlung schafft das Obere Belvedere neuartige Zugänge zu diesen Meisterwerken der Kunst.

Themenräume unterbrechen die chronologisch den Kunstepochen folgende Hängung. Ein vielschichtiger Dialog entsteht so zwischen den Klassikern der Kunstgeschichte und zeitgenössischen Positionen. Die Räume kreisen um Fragestellungen zu Österreichs Geschichte, seiner Identität und seiner Kunst. So wird ein Spannungsfeld zwischen historischen Referenzen und aktuellen Bezugspunkten erzeugt – scheinbar Altbekanntes kann im neuen Kontext wiederentdeckt werden.

Dem Bau des Schloss Belvedere unter Prinz Eugen von Savoyen, der Museumsgründung, der Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages und der heutigen Rolle als modernes Museum ist ein eigener Ausstellungsbereich gewidmet, der die bewegte Geschichte des Hauses reflektiert.

Ausstellungsansicht "Schausammlung Neu" Foto: Johannes Stoll, © Belvedere, Wien

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Herbert Brandl

Exposed to Painting. Die letzten zwanzig Jahre

31/01/202026/10/2020

Belvedere 21 – Museum für zeitgenössische Kunst

Arsenalstraße 1,
1030 Wien

Mit seinen großformatigen Bilderwelten zählt Herbert Brandl zu den erfolgreichsten österreichischen Malern der Gegenwart. Das Sujet Landschaft nimmt von Anfang an einen dominierenden Stellenwert in seinem Werk ein, das zwischen malerischer Abstraktion und Gegenständlichkeit changiert. Ab der Jahrtausendwende wird Brandls Begeisterung für die Monumentalität der Bergwelt verstärkt wahrnehmbar. In unterschiedlichen Formaten und Techniken interpretiert der Maler das Bergmotiv neu und spielt dabei mit expressiven Gesten, abstrakten Farbräumen und mächtigen Formgebilden. Das Belvedere 21 präsentiert ab Ende Jänner 2020 Brandls Œuvre mit dem Schwerpunkt auf Arbeiten der vergangenen beiden Jahrzehnte bis hin zu Werken, die der Künstler eigens für die Ausstellung schafft.

Ausstellungsansicht Herbert Brandl. Exposed to Painting. Die letzten zwanzig Jahre, Foto: Markus Wör

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Eva Grubinger

Malady of the Infinite

22/11/20196/01/2021

Belvedere 21 – Museum für zeitgenössische Kunst

Arsenalstraße 1,
1030 Wien

Eva Grubinger beschäftigt sich in ihren Werken mit grundlegenden menschlichen Triebfedern wie Macht, materieller Gier und sexuellem Begehren. Sie interessiert sich dafür, wie sich diese auf gesellschaftliche Entwicklungen auswirken. Dafür verfremdet und aktiviert sie Objekte mittels Vergrößerung, Materialänderung, Reduktion oder Dekontextualisierung. Die derart transformierten Gegenstände setzen Denkprozesse rund um größere soziokulturelle Dynamiken in Gang. Ihre Ausstellung Malady of the Infinite (Leiden am Unendlichen) zeichnet ein Bild von struktureller Ungleichheit, von unendlichem Begehren ohne Aussicht auf Befriedigung für Reich und Arm, Magnat und Pirat. Vor diesem Hintergrund deutet Grubinger eine Erzählung an, in der sich Macht und Ohnmacht auf hoher See gegenüberstehen.

Kuratiert von Severin Dünser

Foto: Johannes Stoll, © Belvedere Wien, © Bildrecht Wien

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ALLES WAR KLAR

7/03/20206/09/2020

Künstlerhaus

Karlsplatz 5, 1010 Wien

ALLES WAR KLAR thematisiert, wie sich die institutionellen Routinen über die letzten 150 Jahre der Geschichte des Künstlerhauses immer wieder hinterfragen lassen. Die Besucher*innen werden auf einen Rundgang durch insgesamt sieben Ausstellungsräume eingeladen, der einer sorgfältig entwickelten Dramaturgie folgt. Ein Zyklus der Metamorphose und zugleich Katharsis der neu zu etablierenden Institution wird sich schließen, bis sich die Unterscheidung und Wertigkeit von Vergangenheit und Zukunft allmählich auflöst.

Künstler*innen:
Anna Artaker, Thomas Baldischwyler (mit Werken von Willi Baumeister, Falm, Haus-Rucker-Co, Karl Hofer, Thomas Jeppe, Gustav Klimt, Martin Kippenberger, Elke Silvia Krystufek, Teresa Feodorowna Ries, Didi Sattmann, Hanns Wagula), Cäcilia Brown, Natalia Domínguez Rangel, Michaela Eichwald, Agata Ingarden,
Florian Aschka, Alexandru Cosarca, Georg Klüver-Pfandtner, Larissa Kopp, Adam Kraft, Max Schaffer, Toni Schmale, Wiener Perspektive / AG SPACE

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Korrespondenzen: Bosch & Schlegel

Christine Schlegel: Reservate abtrünniger Engel

12/03/202027/09/2020

Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien zu Gast im Theatermuseum

Lobkowitzplatz 2

Die Ausstellungsreihe Korrespondenzen
Das Herzstück der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien ist das Triptychon mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts von Hieronymus Bosch (um 1450/55 – 1516). Der dreiteilige Altar zählt zu den weltweit bedeutendsten Kunstwerken der Zeit um 1500 und ist das zweitgrößte Werk Boschs. Das Retabel gibt bis heute Rätsel auf und ist der unbestrittene Publikumsmagnet der Sammlung.
Die Ausstellungsreihe zeigt Korrespondenzen zwischen dem Werk des niederländischen Malers und dem anderer Künstler_innen auf und setzt in regelmäßiger Folge Kunstwerke zu seinem Weltgerichts-Triptychon in Beziehung. Es werden überraschende Verbindungen zwischen unter-schiedlichen Medien und Künstler_innen sichtbar, die Perspektive auf Bosch wechselt.

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SHOW OFF: Austrian Fashion Design

14/02/202030/08/2020

MAK – Museum für angewandte Kunst

Stubenring 5,
1010 Wien

Zeitgenössische Mode designed/made in Austria steht im Fokus der ersten umfassenden Großausstellung zu österreichischem Modedesign. Eine Zeitreise durch das Modedesign mit all seinen Facetten von den 1980er Jahren bis heute zeigt das vielfältige Spektrum von DesignerInnen, die aus Österreich stammen, hier arbeiten oder hier eine Modeausbildung absolviert haben. Eingebettet in eine spektakuläre, raumgreifende Installation von Architekt Gregor Eichinger, macht SHOW OFF. Austrian Fashion Design auf mehreren Ebenen das künstlerische Schaffen kreativer Disziplinen im Kontext Mode erlebbar.
Das Objekt Mode in Form des Kleidungsstücks wird durch signifikante Modepositionen von rund 60 DesignerInnen der letzten vier Jahrzehnte inszeniert. Dabei setzt die Ausstellung beim Spätwerk von Rudi Gernreich, dessen Entwürfe aus Los Angeles Ende der 1970er Jahre den globalen Zugang zur Mode revolutionierten, und der Wiener U-Mode mit ihren damaligen Stars wie Ledea Muard, Marc Thomas Merz oder Schella Kann an. Wiener Kultlabels wie Wendy&Jim und fabrics interseason, „big player“ Andreas Kronthaler, seit zwei Jahren Teil des Labels „Andreas Kronthaler für Vivienne Westwood“, und die renommierte jüngere Generation – in der Ausstellung beispielsweise vertreten durch Kenneth Ize – tragen zur Formierung einer vielschichtigen, international verankerten Szene bei. Susanne Bisovsky arbeitet in ihrem Wiener Salon seit 1996 an außer-gewöhnlichen Kreationen, die in der Ausstellung zu sehen sind.

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Ana Hoffner ex-Prvulovic* & Belinda Kazeem-Kamiński

10/06/20204/10/2020

Kunsthalle Wien Museumsquartier

Museumsplatz 1, 1070 Wien

Die Präsentation der Arbeiten von Ana Hoffner ex-Prvulovic* und Belinda Kazeem-Kamiński in der Kunsthalle Wien ist für beide Künstlerinnen die erste institutionelle Einzelausstellung in der Stadt. Gemeinsam ist Ana Hoffner ex-Prvulovic* und Belinda Kazeem-Kamiński das Interesse daran, dominante Auffassungen von Geschichte und Erinnerung zu hinterfragen. Sie untersuchen deren heteronormative, imperialistische und koloniale Determinanten sowie psychologische und räumliche Ausdrucksformen, die sich etwa in politischen Organisationen, der Produktion von Wissen oder der Prägung des Blicks konkretisieren. Sie entwickeln künstlerische Strategien, um den Prozess der Erinnerung zu verwandeln und seine linear rückwärtsgerichtete Bahn aufzubrechen: Sie lesen Archivmaterialien immer wieder neu, interpretieren und erzählen persönliche Geschichten immer wieder anders, verkörpern sie und sprengen so den Rahmen jeder dokumentarischen Funktion, indem sie Fiktion und Beschreibung, Fantasie und Analyse ineinander verweben. Ihre Arbeiten sind queere Räume der Projektion und Desidentifikation, die ihre Energie aus dekolonialem Denken beziehen. So evozieren sie nicht nur die Gewalt, die überkommenen postkolonialen und gender-binären Geschichten innewohnt, sondern wirken auch aktiv auf ihre grundlegende Umbildung hin. Ana Hoffner ex-Prvulovic*s Filme, Installationen, Performances und Texte entwerfen eine ästhetische und politische Neudefinition imperialistischer/kolonialer und binärer/geschlechtlich kodierter Beziehungen – insbesondere in den Bereichen von Erinnerung und Identitätspolitik, wie sie in der jüngeren Geschichte und im Rahmen der gegenwärtigen visuellen Produktion am Werk sind. In ihren performativen und queeren Untersuchungen richtet die Künstlerin, Forscherin und Autorin ihr Augenmerk insbesondere auf Momente der Abweichung, Subversion, Krisis und Widerspenstigkeit. Die Stimmen wirklicher oder imaginärer anderer werden in ihren Arbeiten verkörpert, nachgespielt, nachinszeniert, neu erzählt und kommentiert, um so queere Formen von Distanz und Nähe, Rückzug und Intimität, Affekt und Analyse, Objektivität und Projektion hervorzubringen. Die Künstlerin und Autorin Belinda Kazeem-Kamiński stellt die heute üblichen Regimes der Musealisierung schwarzer Geschichte, der Darstellung und Indexierung schwarzer Menschen in Frage. Sie sind strukturell und psychologisch in den „Nachleben der Sklaverei“ (Christina Sharpe) gefangen und sehen sich generalisierter und essenzialisierter Schwarzenfeindlichkeit ausgesetzt. In einer Verknüpfung von kritischer Theorie und künstlerischer Praxis erfindet Belinda Kazeem-Kamiński Methoden und Rituale für die Betrachtung von und den Umgang mit fotografischen und textuellen Spuren der quälenden Last der Kolonialgeschichte und leiht so dem Verdeckten und Unterdrückten ihre Stimme. Ihre Filme und Installationen bringen eine antirassistische und gewaltfreie Praxis zum Einsatz, deren Wurzeln in schwarzer queerer feministischer Theorie, spekulativem Realismus und afrikanischen Futurismen liegen. Kuratorin: Anne Faucheret
Alle Programmformate Ausstellung

And if I devoted my life to one of its feathers?

30/05/202027/09/2020

Kunsthalle Wien Museumsquartier

Museumsplatz 1, 1070 Wien

Eine gemeinsame Ausstellung der Kunsthalle Wien und der Wiener Festwochen

Die Ausstellung And if I devoted my life to one of its feathers?, ein gemeinsames Projekt der Kunsthalle Wien und der Wiener Festwochen, reflektiert Kämpfe ums kollektive Überleben und Prozesse der Wiederherstellung sozialer Bindungen – Bindungen, die von Frauenfeindlichkeit, Kolonialismus und imperialer Gewalt unterbrochen wurden. Die Ausstellung bringt rund 35 Künstler*innen und Kunstwerke aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten zusammen, um ein Gespräch über Selbstbestimmung, sozialen und ökologischen Wandel zu initiieren. Die gezeigten Arbeiten sind Antworten auf den rasenden Rohstoffabbau und die Umweltzerstörung des Neoliberalismus: Indigene Positionen durchbrechen das koloniale Erbe und postulieren kollektive Rechte. Werke erzählen von solidarischen Begegnungen im Kampf gegen Kapitalismus und staatliche Unterdrückung. Anthropozentrische und heteropatriarchale Fantasien, die den Menschen als dominante Lebensform auf unserem Planeten annehmen, werden in Frage gestellt. Die Vielfalt von Lebensentwürfen wird zurückerobert.

Künstler*innen: Babi Badalov • Denilson Baniwa • Patricia Belli • Amoako Boafo • Giuseppe Campuzano • Manuel Chavajay • Chto Delat? • Annalee Davis • Jim Denomie • María Galindo • Nilbar Güreş • Sheroanawe Hakihiiwe • Hiwa K • Karrabing Film Collective • Prabhakar Pachpute • Cecilia Vicuña • Santiago Yahuarcani • …

Kurator: Miguel A. López

Ausstellung

OTTO PRUTSCHER

Allgestalter der Wiener Moderne

20/11/201911/10/2020

MAK – Museum für angewandte Kunst

Stubenring 5,
1010 Wien

Otto Prutscher (1880–1949) war Architekt und Designer, Ausstellungsgestalter, Lehrer und Mitglied aller wichtigen Reformkunstbewegungen – von der Secession bis zum Werkbund.

Prutscher gehörte zu den ersten SchülerInnen der Wiener Kunstgewerbeschule. Der Unterricht bei Josef Hoffmann und dem Maler Franz Matsch hinterließ Spuren: Seine Entwürfe weisen eine hohe zeichnerische Qualität auf; sie orientierten sich an den jeweils aktuellen Tendenzen der Architektur.

Prutschers heute bekanntes Werk umfasst mehr als 50 Bauwerke, knapp 50 Ausstellungen, rund 170 Einrichtungen, 300 Entwürfe dafür sowie über 200 Einzelmöbel und Garnituren. Mehr als 200 Unternehmen setzten seine Designs um, allen voran die Wiener Werkstätte und Betriebe wie Backhausen oder Augarten.

70 Jahre nach Prutschers Tod diskutiert die Ausstellung sein komplexes Schaffen und dessen Rolle für die Entwicklung der Wiener Moderne. Anlass dafür bietet die großzügige Schenkung von 139 Entwürfen, Objekten und Möbeln Prutschers durch die Sammlerin Hermi Schedlmayer.

Kurator: Rainald Franz, Kustode MAK-Sammlung Glas und Keramik

©Archivio Famiglia Otto Prutscher, Milano

Ausstellung

Wien 1900

Aufbruch in die Moderne

16/03/201931/07/2021

Leopold Museum

Museumsplatz 1
1070 Wien

Das Leopold Museum entwirft mit seiner neu konzipierten Dauerpräsentation ein opulentes Tableau, das einen in Dichte und Komplexität einzigartigen Einblick in das Faszinosum Wien um 1900 und das Fluidum jener pulsierenden Zeit bietet.

Die Donaumetropole war um die Jahrhundertwende gleichermaßen die Hauptstadt des Hochadels und der liberalen Intellektuellen, der prachtvollen Ringstraße und endloser Armenviertel, des Antisemitismus und des Zionismus, des starren Konservatismus und der einsetzenden Moderne. Glanz und Elend, Traum und Wirklichkeit, Selbstauflösung und Neuaufbruch bezeichnen den ästhetischen Pluralismus und markieren das Wien jener Zeit als Versuchsstation und Ideenlaboratorium – und damit als zentralen Motor einer turbulenten Erneuerungsbewegung. In diesem heterogenen Milieu – Arnold Schönberg sprach von der „Emanzipation der Dissonanz“ – fand jene einzigartige Verdichtung an Kulturleistungen statt, die uns heute von Wien um 1900 als einem Quellgrund der Moderne sprechen lässt. Der Aufbruch fand in den unterschiedlichsten Disziplinen statt, von der Malerei und den grafischen Künsten, über Literatur, Musik, Theater, Tanz und Architektur bis hin zu Medizin, Psychologie, Philosophie, Rechtslehre und Ökonomie. Die ca. 1300 Exponate umfassende, sich über drei Ebenen erstreckende Ausstellung präsentiert den Glanz und die Fülle künstlerischer und geistiger Errungenschaften jener Epoche anhand der Meisterwerke des Leopold Museum sowie großartiger Dauerleihgaben aus österreichischen und internationalen Sammlungen.

Die Ausstellung entsteht unter der kuratorischen Ägide von Hans-Peter Wipplinger in begleitendem Dialog mit Expertinnen und Experten aus den verschiedenen Fachgebieten.

© Leopold Museum, Wien

Ausstellung

Deutscher Expressionismus

Die Sammlungen Braglia und Johenning

15/11/201930/08/2020

Leopold Museum

Museumsplatz 1
1070 Wien

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Emotion zum Stilmittel. Triebgesteuert und jenseits aller akademischen Kanons bannten junge Rebellen aus der Dresdner Künstlergemeinschaft „Brücke“ Seelenlandschaften auf die Leinwand. In Auflehnung gegen die industrialisierte Gesellschaft strebten sie zudem eine naturbezogene Lebensreform an. Indes suchte der Umkreis der Herausgeber des Münchner Almanachs „Der Blaue Reiter“ nach einer neuen Innerlichkeit in der Kunst, die das rein Intuitive wie auch die kultivierte Vernunft gelten ließ. Der Schönheitsbegriff wurde hinterfragt und erweitert, wobei den Farben eine entscheidende Rolle als Hauptvehikel der Bilddramaturgie zukam. An ihrer suggestiven Wirkung haben diese Werke des deutschen Expressionismus bis heute nichts eingebüßt.

Die von Ivan Ristić kuratierte Ausstellung präsentiert rund 120 Exponate aus der Schweizer Sammlung Braglia und der deutschen Sammlung Johenning erstmals in Wien, darunter Werke von Emil Nolde, Max Pechstein, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Wassily Kandinsky, Alexej von Jawlensky, Marianne von Werefkin, August Macke, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker, Paul Klee und Lionel Feininger.

© Renate und Friedrich Johenning Stiftung, Photo: Leopold Museum, Vienna/Manfred Thumberger © Pechstein–Hamburg/Tökendorf/Bildrecht Wien, 2019

Alle Programmformate Ausstellung

Family Matters

4/10/201930/08/2020

Dom Museum Wien

Stephansplatz 6,
1010 Wien

Ausgehend von dem Wandel, den der Begriff „Familie“ durchlebt, geht die Ausstellung der Frage nach, wie sich Familienkonstellationen, ihre Bedingungen und Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft in der Kunst spiegeln. Von der Einelternfamilie über Sippenverbände bis zu „gewählten“ Familien zeigt sich durch die Epochen und Medien – Plastik, Grafik, Malerei, Fotografie und Videokunst – ein vielschichtiges Bild von dem, was Familie sein kann.

 

Mit Werken von: Uli Aigner, Iris Andraschek, Hans Op de Beeck, Elinor Carucci, Josef Franz Danhauser, Carola Dertnig, Johannes Deutsch, VALIE EXPORT, Peter Fendi, Weronika Gęsicka, Leander Kaiser, Angelika Kauffmann, Käthe Kollwitz, Nina Kovacheva, Maria Lassnig, Iris Legendre, Ferdinand Mallitsch, Katharina Mayer, Giovanni Battista Pittoni, Sam Jinks, Johann Matthias Ranftl, Neo Rauch, Judith Samen, August Sander, Johann Martin („Kremser“) Schmidt, Annegret Soltau, Carl Spitzweg, Jacopo Tintoretto, Ferdinand Georg Waldmüller u. a.

Weronika Gesicka, Untitled #41, from the ìTracesì series, 2015-2017 JEDNOSTKA Gallery. Foto: Weronika Gesicka / JEDNOSTKA Gallery