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WIEN

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    Ausstellung

    Siegfried Zaworka

    Funktionale

    27/09/201924/09/2022

    mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

    Museumsplatz 1,
    1070 Wien

    Mit Siegfried Zaworka lädt das mumok erstmals einen österreichischen Künstler ein, die Wand im Foyer des Museums mit einer eigens dafür konzipierten Arbeit zu bespielen. Nach den fotobasierten Installationen von Cindy Sherman, Louise Lawler und Jeff Wall sind es bei Zaworka die Mittel der Malerei, die einer künstlerischen Befragung unterzogen werden. Unter dem Titel Funktionale arrangiert er eine Gruppe von auf bloße Leinwand gemalten Bildelementen zu einem temporären Wandbild, das mit der Wahrnehmung der Betrachter*innen ein raffiniertes Spiel treibt. Was auf den ersten Blick wie eine surreale Landschaft mit Gebirgskette, Tannenbaum und vegetabilen Formen anmutet, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als systematische Auseinandersetzung mit dem illusionistischen Potenzial der Malerei.

    Ausstellung

    a_schau

    Dauerausstellung

    1/01/202031/12/2021

    Architekturzentrum Wien

    MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

    Die „a_schau“ ist die Dauerausstellung des Az W. Sie zeigt einen kompakten Überblick zur Entwicklung und Geschichte der Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts und einen einzigartigen Blick auf 150 Jahre Architekturschaffen in Österreich.

    In zehn Episoden entfalten sich die relevantesten Phänomene und Strömungen und lassen dabei Platz für autonome Positionen. Ausgehend vom Aufstieg Wiens zur imperialen Großstadt führt die Ausstellung ins Spannungsfeld zwischen sozialpolitischem Experiment, der „Eroberung“ alpiner Landschaftsräume, den Machtverstrickungen in der NS-Zeit und dem Wiederaufbau nach 1945.

    Moderne, Experimente und Krisen
    Das Jahr 1958 ist für die Architekturentwicklung in Österreich signifikant. Es werden einige Schlüsselbauten fertiggestellt, die einen etwas späten Aufbruch in die internationale Moderne signalisieren. Danach machen sich Raumfahrt, der weltweite Siegeszug von Pop-Kultur und Massenmedien in der Architekturproduktion bemerkbar. Die Ölkrise von 1973 setzt den utopischen Konzepten ein abruptes Ende und markiert gleichzeitig den Beginn einer Vielzahl von konstruktiven und formalen Experimenten. Wichtiger Bestandteil der Ausstellung sind aktuelle Positionen quer durch Österreich, die in digitaler Form präsentiert werden.

    Kuratorinnen: Gabriele Kaiser, Monika Platzer, Az W

    Günther Domenig, Steinhaus, 1986–2008 © AzW Wien, Sammlung, Foto: Margherita Spiluttini

    Ausstellung

    Faces. Die Macht des Gesichts

    12/02/202024/05/2021

    Albertina

    Albertinaplatz 1, 1010 Wien

    Ausgehend von Helmar Lerskis herausragender Fotoserie “Metamorphose – Verwandlungen durch Licht“ (1935/36) präsentiert die Ausstellung „Faces” Porträts aus der Zeit der Weimarer Republik.

    In den 1920er- und 30er-Jahren erneuern Fotografinnen und Fotografen radikal das Verständnis des klassischen Porträts: Ihre Aufnahmen dienen nicht mehr der Darstellung der Persönlichkeit eines Menschen, sondern sie fassen das Gesicht als nach ihren Vorstellungen inszenierbares Material auf.  Über das fotografierte Gesicht werden sowohl ästhetische Überlegungen der Avantgarde als auch gesellschaftliche Entwicklungen der Zwischenkriegszeit verhandelt. Modernistische Experimente, das Verhältnis zwischen Individuum und Typ, feministische Rollenspiele und politische Ideologien kollidieren und erweitern damit das Verständnis der Porträtfotografie.

    © Nachlass Helmar Lerski, Museum Folkwang, Essen

    Ausstellung

    HELMUT LANG ARCHIV

    EINE INTERVENTION VON HELMUT LANG

    16/06/20209/01/2022

    MAK – Museum für angewandte Kunst

    Stubenring 5,
    1010 Wien

    Bis 9. Jänner 2021 zeigt das MAK im HELMUT LANG ARCHIV eine temporäre Intervention von Helmut Lang, die sich mit dem Archiv als Sammlungs-, Aufbewahrungs- und Ausstellungsort und Speicher von Erinnerungen sowie dem Potenzial seiner Nutzung beschäftigt. Das MAK ist die einzige Institution weltweit, in der die Geschichte der Markenentwicklung und -identität Helmut Langs nachvollzogen werden kann. Seit Helmut Langs Rückzug aus der Modebranche im Jahr 2005 konzentriert sich der 1956 geborene Österreicher auf sein künstlerisches Schaffen – 20 internationale Museen erhielten Schenkungen von Helmut Lang.

    Ausstellung

    Dauerausstellung Schausammlung

    1/07/202031/12/2021

    Oberes Belvedere

    Prinz Eugen-Straße 27

    Mehrere tausend Werke aus neun Jahrhunderten umfasst die Sammlung des Belvedere. Das Museum wirft mit der Aufstellung der Sammlung einen spannenden Blick aus unerwarteter Perspektive auf die Werke von Künstler_innen wie Rueland Frueauf d. Ä., Franz Xaver Messerschmidt, Ferdinand Georg Waldmüller, Gustav Klimt, Erika Giovanna Klien, Egon Schiele, Helene Funke oder Oskar Kokoschka.

    Der umfangreiche Bestand des Belvedere umfasst Werke vom Mittelalter bis in die Gegenwart, darunter die weltweit größten Sammlungen von Ferdinand Georg Waldmüller und Gustav Klimt oder die Charakterköpfe von Franz Xaver Messerschmidt. Mit der Schausammlung schafft das Obere Belvedere neuartige Zugänge zu diesen Meisterwerken der Kunst.

    Themenräume unterbrechen die chronologisch den Kunstepochen folgende Hängung. Ein vielschichtiger Dialog entsteht so zwischen den Klassikern der Kunstgeschichte und zeitgenössischen Positionen. Die Räume kreisen um Fragestellungen zu Österreichs Geschichte, seiner Identität und seiner Kunst. So wird ein Spannungsfeld zwischen historischen Referenzen und aktuellen Bezugspunkten erzeugt – scheinbar Altbekanntes kann im neuen Kontext wiederentdeckt werden.

    Dem Bau des Schloss Belvedere unter Prinz Eugen von Savoyen, der Museumsgründung, der Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages und der heutigen Rolle als modernes Museum ist ein eigener Ausstellungsbereich gewidmet, der die bewegte Geschichte des Hauses reflektiert.

    Ausstellungsansicht "Schausammlung Neu" Foto: Johannes Stoll, © Belvedere, Wien

    Ausstellung

    Meisterwerke der Moderne

    Die Sammlung Batliner

    1/07/202031/12/2021

    Albertina

    Albertinaplatz 1, 1010 Wien

    Die Schausammlung der ALBERTINA wurde vollständig neu aufgestellt. Schwerpunkt der aktuellen Präsentation sind zahlreiche bisher selten gezeigte Arbeiten Pablo Picassos. Die ALBERTINA besitzt mit der Sammlung Batliner eine der bedeutendsten Kollektionen Europas zur Malerei der Klassischen Moderne.
    Den Ausgangspunkt der permanenten Ausstellung bilden die Künstler des Impressionismus und des Postimpressionismus wie Degas, Cézanne, Toulouse-Lautrec und Gauguin. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Deutschen Expressionismus mit den Künstlergruppen Die Brücke und Der Blaue Reiter sowie auf der Neuen Sachlichkeit mit Werken von Wacker, Sedlacek und Hofer. Den Fokus auf die Kunst Österreichs vertiefen Werke von Kokoschka sowie Gemälde von Egger-Lienz. Die Vielfalt der russischen Avantgarde illustrieren Gemälde von Gontscharowa, Malewitsch und Chagall.

    Die ALBERTINA begrüßt die Sammlung Othmar Huber zu einem Gastauftritt im Rahmen der Schausammlung. Aus der Kollektion des Schweizer Augenarztes Othmar Huber (1892–1979) wird eine Auswahl von 15 Werken präsentiert, die einen Dialog zwischen diesen beiden herausragenden Sammlungen der Klassischen Moderne entfacht. Der Fokus dieser Begegnung von Schlüsselwerken der Moderne liegt auf dem Blauen Reiter, darunter Marcs Hauptwerk Blaues Pferd II, Mackes Hafen von Duisburg sowie Werken von Kandinsky und Klee. Zwei bedeutende Gemälde von Picasso, Schlafende Trinkerin aus der frühen Phase seiner Blauen Periode sowie Frau im Profil, die zusammen mit dem reichen ALBERTINA-Bestand an Werken Picassos präsentiert werden, runden das besondere Gastspiel ab. Die ausgestellten Werke sind Leihgaben der Stiftung Othmar Huber, die im Kunstmuseum Bern beheimatet ist, und des Kunsthauses Glarus.

    Paul Signac | Venedig, die rosa Wolke, 1909 | © ALBERTINA, Wien – Sammlung Batliner

    Ausstellung

    MAK SCHAUSAMMLUNG WIEN 1900

    Design / Kunstgewerbe 1890-1938

    1/07/202031/07/2022

    MAK – Museum für angewandte Kunst

    Stubenring 5,
    1010 Wien

    Die Räume der Schausammlung sind von zeitgenössischen KünstlerInnen gestaltet und zeigen ausgewählte Highlights der MAK-Sammlung. In einem einzigartigen Zusammenspiel von künstlerischem Erbe und zeitgenössischen Interventionen werden die historischen Bestände in Szene gesetzt und laden in dieser speziellen Inszenierung zur eingehenden Betrachtung der Objekte ein.
    Thematisches Zentrum der Präsentation bildet das vielgestaltige Ringen um einen österreichischen modernen bürgerlich-demokratischen Stil. Als Secessionismus und Jugendstil bezeichnet, dient das Design und Kunstgewerbe dieser vibrierenden Zeit heute wie kein anderes der österreichischen Identitätsstiftung.

    ©MAK

    Ausstellung

    Adolf Loos – Nachleben

    3/09/202030/09/2021

    Architekturzentrum Wien

    MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

    Adolf Loos zählt zu den bekanntesten österreichischen Architekt*innen. Seine Schriften und Bauten haben sich in die globale Architekturgeschichte eingeschrieben. Von entscheidendem Einfluss war vor allem sein bahnbrechendes Konzept des „Raumplans“, welches er 1930 in einem Vortrag in Pilsen wie folgt beschrieb: „Meine Architektur ist überhaupt nicht in Plänen konzipiert, sondern inRäumen beziehungsweise Kuben. Ich plane keinerlei Grundrisse, Fassaden, Aufrisse. Sondern Räume. Bei mir gibt es kein Erdgeschoss, keinen ersten Stock und so weiter. Bei meinen Entwürfen geht es nur um zusammenhängende, kontinuierliche Räume, Zimmer, Vorräume, Terrassen et cetera. Die Geschosse verfließen ineinander und knüpfen aneinander an.“

    „Adolf Loos – Nachleben“ untersucht die Loos’sche Strahlkraft auf die nachfolgenden Generationen bis in die Gegenwart. Ausgehend von einem originalen Fundstück eröffnen wir mit einem Fenster zum Hof die Auseinandersetzung. In der vertiefenden Installation in der Dauerausstellung zeigen wir Projekte aus unserer Sammlung, die sich von Adolf Loos inspirieren ließen. Gleichzeitig stellen wir in der Podiumsdiskussion zur Eröffnung die Frage, inwieweit biografische Verfehlungen in der Auseinandersetzung mit Loos und anderen Heroen der Wiener Moderne zu thematisieren sind?

    Ausstellung

    Verborgene Gedanken visueller Natur

    23/09/202031/12/2021

    Sigmund Freud Museum

    Berggasse 19, 1090 Wien

    Die Dauerausstellung Verborgene Gedanken visueller Natur wurde in Sigmund Freuds „erster Ordination“ im Hochparterre eingerichtet: Eine Präsentation ausgewählter Werke der Konzeptkunstsammlung des Sigmund Freud Museums. 1989 mit einer Installation des amerikanischen Künstlers Joseph Kosuth ins Leben gerufen, unfasst die Sammlung Werke von KünstlerInnen wie Franz West, Heimo Zobernig, Susan Hiller, John Baldessari, Sherrie Levine, Haim Steinbach, Ilya Kabakov oder Pier Paolo Calzolari.

    Ausstellungsansicht: Verborgene Gedanken visueller Natur © Oliver-Ottenschlaeger, Sigmund Freud Privatstiftung

    Ausstellung

    Fragile Schöpfungen

    1/10/202028/08/2021

    Dom Museum Wien

    Stephansplatz 6,
    1010 Wien

    Werke vom Mittelalter bis zur Gegenwart veranschaulichen die künstlerische Auseinandersetzung mit der komplexen Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Vom Blumenschmuck historischer Buchmalerei, über die romantische Lust an der Urgewalt der Natur, bis zu gesellschaftspolitischen und aktivistischen zeitgenössischen Positionen zeigt die Schau verschiedene Naturvorstellungen auf und fragt nach dem Platz, den der Mensch sich darin einräumt. Natur ist hier Rückzugsort, Inspirationsquelle, ein erhabener, Ehrfurcht gebietender Ort – und dabei oft nicht mehr als eine Ressource, deren Ausnutzung letztlich auch den Menschen selbst bedroht. Zwischen liebevoller Zuwendung und Ausbeutung, Bedrohung und Faszination erweist sich das Verhältnis Mensch-Umwelt als stets präsentes Thema, das bereits vor den lebensbedrohenden Folgen der Klimaerwärmung und Umweltverschmutzung von existentieller Wichtigkeit war.

     

    Positionen von Karl Aigen, Alessandro Araldi, Betty Beier, Joseph Beuys und Nicolás García Uriburu, Joseph Beuys und Jonas Hafner, Albert Bierstadt, P. Dominik Bilimek OCist, Catrin Bolt, Günter Brus und Arnulf Rainer, Maria Bussmann, Carolina Caycedo und Jonathan Luna, Olivia Coeln, Regula Dettwiler, Mark Dion, Caspar David Friedrich, Nilbar Güres, Maria Hahnenkamp, Christine und Irene Hohenbüchler, John Hilliard, Jenny Kendler, Mathias Kessler, Estefanía Peñafiel Loaiza, Alessandro Magnasco, Julie Monaco, Muntean & Rosenblum, Michèle Pagel, Bonaventura Peeters, Oliver Ressler, Dieter Roth, Marzellin Stoppel, Antoni Tàpies, Shonah Trescott, Timm Ulrichs, Lois Weinberger, Sharon Ya’ari sowie historischen Künstlern, deren Namen nicht überliefert sind.

     

    Ausstellung

    Maja Vukoje

    Auf Kante

    12/11/202023/05/2021

    Belvedere 21 – Museum für zeitgenössische Kunst

    Arsenalstraße 1,
    1030 Wien

    Maja Vukoje beschäftigt sich in ihrer Malerei mit kultureller Hybridität und Transkulturalität als Grundbedingungen unserer globalisierten Lebenswelten. Über verschiedene Werkphasen hinweg hat Vukoje eine eigenständige künstlerische Sprache entwickelt. Dabei nimmt sie die Vermischung und Verschmelzung von Elementen verschiedener Kulturen nicht nur als Bildmotive in den Blick. Vukoje spiegelt diese Phänomene des Hybriden auch im Sinne einer medialen Entgrenzung der Malerei in den eingesetzten Materialien und den künstlerischen Verfahren.

    Das Belvedere 21 präsentiert ab 12. November 2020 die bislang umfassendste Personale der Künstlerin. Gezeigt werden rund hundert Arbeiten der letzten 15 Jahre mit einem Schwerpunkt auf der aktuellsten Produktion. In dieser treffen Südfrüchte und sogenannte Kolonialwaren wie Kaffee und Zucker auf Symbole unseres digitalisierten Alltags, Motive aus der Populärkultur und ikonische Werke der malerischen Abstraktion. In einer speziell für die Ausstellung konzipierten Raumintervention verschränkt Maja Vukoje zudem ihre Auseinandersetzung mit der Formensprache der Moderne mit Fragen des Displays.

    Kuratiert von Luisa Ziaja.

    #MajaVukoje

    Maja Vukoje, "Paravent", 2014, Foto: Michael Wörgötter, © Bildrecht Wien, 2019

    Ausstellung

    Boden für Alle

    19/11/202017/04/2021

    Architekturzentrum Wien

    MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

    Die Oberfläche der Erde ist endlich und Boden unser kostbarstes Gut. Ein sorgloser oder ein kapitalgetriebener Umgang mit dieser Ressource hat in den vergangenen Jahrzehnten Gestalt und Funktion unserer Städte und Dörfer massiv verändert. Angesichts der drohenden Klimakatastrophe und steigender Wohnungspreise stellt sich die Frage, ob der bisherige Weg mit maximalen Kompromissen und minimalen Anpassungen noch tragbar ist. Wo bleibt eine weitreichende und mutige Bodenpolitik?

    Über die fortschreitende Zersiedelung des Landes wird seit Jahrzehnten diskutiert. Mittlerweile könnten alle Österreicher*innen in bereits bestehenden Einfamilienhäusern untergebracht werden 1) und trotzdem wird weiter Bauland gewidmet, werden neue Einkaufszentren auf der grünen Wiese und Chaletdörfer in den Alpen errichtet. Schwache oder nicht entschieden eingesetzte raumplanerische Instrumente, ein teils fehlgeleitetes Steuergesetz- und Förderungswesen sowie eine mutlose Politik schreiben den Status Quo fort, anstatt eine Vision für die Zukunft zu entwickeln.

    Anschaulich und konkret, kritisch und manchmal auch unfreiwillig absurd erläutert die Ausstellung die politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Hintergründe. Fallstudien und Begriffserklärungen bringen Licht in das Dickicht der Zuständigkeiten. Ländervergleiche veranschaulichen Stärken und Schwächen, internationale Best-Practice-Beispiele zeigen Alternativen. Wir alle sind aufgefordert, neu zu denken und zu handeln. Die Ausstellung bereitet den Boden dafür.

     

    Kuratorinnen: Karoline Mayer & Katharina Ritter, Az W
    Assistenz: Lisa Gallian, Christina Kirchmair

     

    1) Bei einem Schlüssel von 4,16 Personen pro Wohneinheit (8.837.707 Einwohner*innen auf 2.123.597 Wohneinheiten in Ein- und Zweifamilienhäusern). Quelle Statistik Austria, Stand 2018

    Verbaute Erde - Parkflächen statt Ackerland © ÖHV

    Ausstellung

    100 beste Plakate 19

    DEUTSCHLAND ÖSTERREICH SCHWEIZ

    8/12/20202/05/2021

    MAK – Museum für angewandte Kunst

    Stubenring 5,
    1010 Wien

    Grafische Ideenwelten unterschiedlichster Formensprachen – vom studentischen Plakat-Projekt bis zur Auftragsarbeit etablierter GrafikdesignerInnen – treffen in der Ausstellung zum Wettbewerb 100 BESTE PLAKATE. Deutschland Österreich Schweiz als optisches Kulinarium aufeinander.
    Unterstrichen werden soll die Relevanz des gedruckten Plakats angesichts der allgegenwärtigen Reizüberflutung durch diverse Social-Media-Kanäle. Die aktuellen Siegerplakate bestechen durch den integrativen, bildgebenden Einsatz von Typografie im Gestaltungsprozess: einerseits als verspieltes, dekoratives Element im harmonischen Zusammenspiel mit dem Sujet, andererseits als rein ästhetisches Stilmittel, um die Lesbarkeit der Ankündigungen zu steigern.
    684 EinreicherInnen beteiligten sich mit insgesamt 2 247 Plakaten am diesjährigen Wettbewerb, dessen Ergebnisse bereits zum 15. Mal im MAK zu sehen sind. Die Jury unter dem Vorsitz von Julia Kahl (Karlsruhe), Michel Bouvet (Paris), Benjamin Buchegger (Wien), Götz Gramlich (Heidelberg) und Isabel Seiffert (Zürich) traf ihre Vorauswahl online. Von den 100 Siegerplakaten und -serien stammen 45 aus Deutschland, 52 aus der Schweiz und drei aus Österreich.
    Ausstellung

    FRECH UND FREI

    8/12/20206/06/2021

    MAK – Museum für angewandte Kunst

    Stubenring 5,
    1010 Wien

    In diesen außergewöhnlichen Zeiten lädt das MAK zu einer speziellen Entdeckungsreise ein. Bisher selten oder noch nie gezeigte Besonderheiten aus der Sammlung und verborgene Depotschätze werden für kurze Zeit vom Designduo mischer’traxler gemeinsam mit der Kuratorin Janina Falkner in den Räumen der permanenten Schausammlung des MAK inszeniert. MitarbeiterInnen, die sich jahrelang mit den Sammlungsobjekten beschäftigt haben – in erster Linie KustodInnen, aber auch SammlungsmitarbeiterInnen, RestauratorInnen, KunstvermittlerInnen und die DirektorInnen – haben für diese Schau über 100 bisher verborgene, aber überaus sehenswerte Meisterstücke ausgewählt.
    In frechen Gesten drängen sich die Objekte auf bereits vergebene Plätze, funken dazwischen und fordern neue Spielräume ein. Aus diesem spontan kuratierten Einzug der Dinge entstehen unerwartete Assoziationen, humorvolle Konstellationen und paradoxe Szenarien. FRECH UND FREI!  Die Invasion verborgener Objekte ist nach der Neuaufstellung des MAK DESIGN LAB die zweite Zusammenarbeit mit dem international erfolgreichen Designstudio mischer’traxler. Kreative Zugänge zu Meisterwerken angewandter Kunst vermitteln einmal mehr auf unkonventionelle und fantasievolle Weise die Vielfalt der MAK-Sammlung.
    Ausstellung

    Cybernetics of the Poor

    18/12/202025/04/2021

    Kunsthalle Wien Museumsquartier

    Museumsplatz 1, 1070 Wien

    Cybernetics of the Poor nimmt die Beziehung zwischen Kunst und Kybernetik und ihre historischen wie gegenwärtigen Schnittpunkte in den Blick. Kybernetik ist ein seit den späten 1940er-Jahren kursierender Begriff für sich selbst regelnde Systeme, die messen und antizipieren und auf veränderte Zustände intervenierend reagieren. Zunächst vor allem in Verwaltung, Planung, Kriminologie und früher Ökologie relevant, hat sich im digitalen Kapitalismus die Kybernetik als ökonomischer Faktor (Stichwort: Big Data) etabliert. In dieser kybernetischen Totalität muss die Kunst auf diesen neuen Stand der Dinge reagieren: als eine Kybernetik der Armen.

    Ausstellung

    Želimir Žilnik. Shadow Citizens

    24/12/202018/04/2021

    Shadow Citizens gibt im Rahmen einer Ausstellung Einblick in das radikale Filmschaffen und umfangreiche Werk von Želimir Žilnik (geb. 1942, lebt und arbeitet in Novi Sad, Serbien).

    Seit seinen Anfängen in der lebendigen Amateurfilmszene, die sich in den 1960ern in Jugoslawien entwickelte, hat Žilnik über 50 Filme gedreht, darunter zahlreiche Spielfilme und Fernsehproduktionen, die oft der Gattung Dokumentardrama zuzurechnen sind. Seine Arbeiten fanden schnell internationale Anerkennung; für Frühe Werke gewann er 1969 auf der Berlinale den Goldenen Bären für den besten Langfilm.

    Viele von Žilniks Filmen nahmen auf geradezu prophetische Weise reale Entwicklungen vorweg, etwa den Zerfall Jugoslawiens, den wirtschaftlichen Übergang vom Sozialismus zu einer neoliberalen Ordnung, die Beseitigung von Arbeitnehmerrechten und die umfassende Zersetzung gesellschaftlicher Strukturen in den Bereichen Arbeit und Migration. Der Titel der Ausstellung, Shadow Citizens, spiegelt Žilniks jahrzehntelanges Bemühen wider, die Aufmerksamkeit der Zuschauer*innen auf unsichtbare, unterdrückte, unterrepräsentierte und verzerrt dargestellte Mitglieder der Gesellschaft zu lenken.

    Ausstellung

    WIEN 1900

    Aufbruch in die Moderne

    1/01/20211/01/2022

    Leopold Museum

    Museumsplatz 1
    1070 Wien

    Das Leopold Museum entwirft mit seiner neu konzipierten Dauerpräsentation ein opulentes Tableau, das einen in Dichte und Komplexität einzigartigen Einblick in das Faszinosum Wien um 1900 und das Fluidum jener pulsierenden Zeit bietet.

    Die Donaumetropole war um die Jahrhundertwende gleichermaßen die Hauptstadt des Hochadels und der liberalen Intellektuellen, der prachtvollen Ringstraße und endloser Armenviertel, des Antisemitismus und des Zionismus, des starren Konservatismus und der einsetzenden Moderne. Glanz und Elend, Traum und Wirklichkeit, Selbstauflösung und Neuaufbruch bezeichnen den ästhetischen Pluralismus und markieren das Wien jener Zeit als Versuchsstation und Ideenlaboratorium – und damit als zentralen Motor einer turbulenten Erneuerungsbewegung. In diesem heterogenen Milieu – Arnold Schönberg sprach von der „Emanzipation der Dissonanz“ – fand jene einzigartige Verdichtung an Kulturleistungen statt, die uns heute von Wien um 1900 als einem Quellgrund der Moderne sprechen lässt. Der Aufbruch fand in den unterschiedlichsten Disziplinen statt, von der Malerei und den grafischen Künsten, über Literatur, Musik, Theater, Tanz und Architektur bis hin zu Medizin, Psychologie, Philosophie, Rechtslehre und Ökonomie. Die ca. 1300 Exponate umfassende, sich über drei Ebenen erstreckende Ausstellung präsentiert den Glanz und die Fülle künstlerischer und geistiger Errungenschaften jener Epoche anhand der Meisterwerke des Leopold Museum sowie großartiger Dauerleihgaben aus österreichischen und internationalen Sammlungen.

    Die Ausstellung entsteht unter der kuratorischen Ägide von Hans-Peter Wipplinger in begleitendem Dialog mit Expertinnen und Experten aus den verschiedenen Fachgebieten.

    Ausstellung

    DRAW A DISTINCTION.

    Raffaela Bielesch, Teresa Kasalicky, Katharina Scheucher

    7/02/202130/06/2021

    Akademie der bildenden Künste Wien

    Haupthaus derzeit im Ausweichquartier: Augasse 2–6

    Im Jahr 2020 steht die xposit-Reihe unter dem Motto Draw a Distinction und legt das Augenmerk auf Formen der Notation, wie sie in den Werken von Raffaela Bielesch, Terese Kasalicky und Katharina Scheucher begegnen. In den Arbeiten der drei Absolventinnen aus den Fachbereichen „Zeichnen“, „Grafik und druckgrafische Techniken“ sowie „Performative Kunst“ offenbart sich Notation als Akzentuierung und Umdeutung räumlicher Strukturen (Scheucher), als skulpturale Syntax des Ornamentalen (Kasalicky) oder als performative wie fotografische Annäherung an Prozesse der Aneignung und Überlieferung (Bielesch).

    Ausstellung

    CAMILA SPOSATI

    Phonosophia

    12/02/20218/05/2021

    Georg Kargl Fine Arts

    Schleifmühlgasse 5, 1040 Wien

    Der Ausgangspunkt des Projekts Phonosophia ist Camila Sposatis Interesse an der Essenz von Innenleben und Stratifikation: dem Zentrum der Erde als unbekannte Zone, in der Energiestränge kollidieren und Schwerkraft erzeugen. Mittels diverser epistemologischer Systeme erforscht Sposati Transformationen und Energietransfers auf mikroskopischem, wie auch globalem Niveau, dazu zählen beispielsweise das Wachstum von Kristallen in Laboratorien oder die dynamische Geologie der Erdoberfläche an verschiedenen Orten. Dieser Fokus führte Sposati zur Entwicklung des Earth Anatomical Theatre, welches sie für die dritte Bahia Biennale 2014 erbaute. Um von Phonosophia zu sprechen – einem Projekt, welches sich aus Zeichnungen, Instrumenten, Aktivierungen und Partituren zusammensetzt – ist es notwendig, das Earth Anatomical Theatre zu verstehen. Dieses temporäre kegelförmige, unterirdische Theater nimmt Bezug auf das allererste anatomische Theater: das Anatomische Theater im Palazzo Bo der Universität Padua. 1594 entwarfen der Anatom Hieronymus Fabricius, der Theologe Paolo Sarpi und der Architekt Dario Varotari der Ältere das Theater einer maximalen Publikumskapazität entsprechend, um das Spektakel der Leichendissektion möglichst vielen Zusehern zu ermöglichen.
    Der Akt des Grabens eines Loches, um in Bahia ein Theater zu bauen (welches ein Jahr später abgebaut und wieder zugeschüttet werden würde), zeigt außerdem, wie koloniale Rechtssysteme und spätkapitalistische Strukturen die Logik der Extraktion unterstützen. Der Bergbau gehört zu den wichtigsten Industrien der brasilianischen Wirtschaft und wirkt sich desaströs auf die Umwelt und die indigene Bevölkerung des Amazonas, welche diese Terrains noch vor kolonialen Zeiten bewohnte, aus. Sposati erkennt an, dass die Erde sich erinnert und wiedergibt, folglich existiert ein Verhältnis zwischen der Anatomie der Erde und der Notwendigkeit der Reflexion über das Innere – den Organen der Erde.

    Ausstellung

    Tess Jaray

    Return to Vienna: The Paintings of Tess Jaray

    19/02/202118/04/2021

    Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession

    Friedrichstraße 12, 1010 Wien

    Seit mehr als 60 Jahren widmet sich Tess Jaray in ihrer formal reduzierten Malerei der Analyse der Beziehungen zwischen Malerei und Architektur, zwischen Bild und BetrachterIn. Mit Return to Vienna: The Paintings of Tess Jaray zeigt die britische Künstlerin mit österreichischen Wurzeln ganz bewusst keine retrospektive Ausstellung, was angesichts ihrer langen künstlerischen Tätigkeit durchaus spannend gewesen wäre. Vielmehr ist eine Auswahl von 25 Werken zu sehen, die zum überwiegenden Teil in den letzten Jahren entstanden sind und aktuelle Fragestellungen in Jarays Arbeit beleuchten wie ihre Auseinandersetzung mit dem Topos des runden Bildes in der Kunstgeschichte.

    Ausstellung

    Joseph Beuys

    Denken. Handeln. Vermitteln.

    4/03/202113/06/2021

    Belvedere 21 – Museum für zeitgenössische Kunst

    Arsenalstraße 1,
    1030 Wien

    Joseph Beuys hat ab den 1960er-Jahren neue Denkansätze geschaffen, die in ihrer Vielfalt noch heute zeitgenössisch wirken. Mit seiner Erweiterung des Kunstbegriffs und dem Konzept der Sozialen Plastik wurde er weltberühmt. Die Kunst – so Beuys’ Leitgedanke – solle auf der sozialen, politischen, geistigen und wissenschaftlichen Ebene wirksam werden und damit integraler Bestandteil unseres Denkens und Handelns sein. Zum hundertsten Geburtstag des Ausnahmekünstlers ist dessen Werk aktueller denn je.

    Um die Begriffe Denken, Handeln und Vermitteln rankt sich auch die Präsentation im Belvedere 21. Während das Hauptwerk Honigpumpe am Arbeitsplatz sinnbildlich für Joseph Beuys’ Credo der Veränderung der Gesellschaft aus der Kunst heraus steht, markieren die Hirschdenkmäler gleichsam den Neuanfang einer zerrütteten Gesellschaft. Daneben versammelt die Ausstellung Werke und Dokumentationen zu Beuys’ Wirken in Wien. Beuys war in der Stadt mit Ausstellungen, Aktionen und Vorträgen präsent – vor allem in der Galerie nächst St. Stephan. Für diese entwickelte er unter anderem das Environment Basisraum Nasse Wäsche. In Zusammenarbeit mit Oswald Oberhuber und der Hochschule für angewandte Kunst, an der er 1980 als Gastdozent unterrichtete, inszenierte Beuys 1983 die Pflanzung von Bäumen für seine weltweite Aktion 7000 Eichen. Das Skulpturale begegnet uns in der Ausstellung als Relikt der Aktion, als filmische Dokumentation oder als Multiple. Die Performance Eurasienstab 82 min fluxorum organum, die 1967 in Wien uraufgeführt wurde, die Aktion Wie man einem toten Hasen die Bilder erklärt sowie die Langzeitperformance I like America and America likes me machen die Stimmung jener Zeit nachvollziehbar.

    Joseph Beuys, Paris, 1985 Foto: Laurence Sudre / Bridgeman Images

    Ausstellung

    Zoology by Stefan Oláh

    12/03/202116/04/2021

    rauminhalt_harald bichler space & content

    Schleifmühlgasse 13, 1040 Wien

    Die Galerie rauminhalt_harald bichler präsentiert vom 13.03. bis 16.04.2021 (Eröffnung: 12.03.2021) in einer umfangreichen Einzelausstellung neue Arbeiten von Stefan Oláh.
    Stefan Oláh zählt zu den renommiertesten österreichischen FotografInnen im Bereich der Architekturfotografie. 2014 entstand eine herausragende Publikation, für die Oláh mit seiner Kamera in die Depots österreichischer Museen blicken durfte – ein Privileg, weiß man, wie wenige Menschen Museum Storages betreten dürfen. In einer 2020 begonnenen Fotoserie kehrte Oláh wieder ins „Archiv“ zurück.

    Im Fokus stand diesmal das Depot der zoologischen Sammlungen der Universität Wien. Nicht nur die Präparate, die mit ihren Glasaugen durch Abdeckungen aus Plastikfolie blicken, auch deren historische Wandtafelsammlung betrachtete er aus der Nähe und interpretierte mit seinem Blick manches Sinnesorgan um. In einer bewussten und intensiven Auseinandersetzung mit dem vorhandenen Material entstanden in enger Kooperation mit der Universität Wien neue Blicke auf Sammlung und Exponate.

    Ausstellung

    Third Room: Honza ZAMOJSKI

    26/03/202122/05/2021

    Christine König Galerie

    Schleifmühlgasse 1A, 1040 Wien

    Honza Zamojski nähert sich Worten spielerisch, schenkt jedoch den Interludien zwischen Form und Inhalt große Aufmerksamkeit. In diesem Sinne sind seine Werke und Ausstellungsszenarien methodisch konstruierte Geschichten, die sich von Dichtung, Literatur, Pop- und Rap-Kultur ableiten. Sie sind amüsant, humorvoll, selbstkritisch und absurd zugleich. Indem er den tschechischen Poetismus der 1920er Jahre im gleichen Atemzug mit den Songtexten des kürzlich verstorbenen amerikanischen Rappers MF Doom evoziert, legt er außergewöhnliche Assoziationsketten offen und gewinnt gleichzeitig Hilfsmittel zum Manipulieren seines Publikums. Indem er seine Schilderungen über verschiedene Ventile kanalisiert, seien es Bücher, Werke oder Ausstellungen, ermöglicht Honza Zamojski die Wiederverwertung, Wiederaufarbeitung und Verbreitung von Ideen, Formen, Worten und Inhalten, die letztlich zu aufbereiteten Versionen unserer Realität avancieren.
    Der als bildender Künstler, Kurator, Autor von Kunstbüchern und Verleger tätige Honza Zamojski wurde 1981 im polnischen Posen geboren, wo er heute auch lebt und arbeitet. Seine Werke wurden jüngst in dem bei Phaidon (London/New York) erschienenen Buch Vitamin D3 – Today’s Best in Contemporary Drawing, 2021, publiziert.

    Courtesy Christine König Galerie, Wien und der Künstler

    Ausstellung

    Nicholas Grafia | Soul Burner

    26/03/202122/05/2021

    KOENIG2 by_robbygreif

    Margaretenstraße 5, 1040 Wien

    Nicholas Grafia in conversation with Francesca Altamura

    Francesca Altamura (FA): Your upcoming solo presentation at KOENIG2 by_robbygreif in Vienna is titled “Soul Burner,” and will be on view from March 26–May 22, 2021. Whose soul are you burning in this exhibition?

    Nicholas Grafia (NG): Hopefully everyone’s! [laughs]. To be honest, the title sets the meditative tone for the exhibition, and alludes to those “burning questions,” as well a certain kind of restlessness in the soul, that is, both, involuntarily experienced by some and willfully inflicted by others who played a role in the show’s formation and conceptual framework.

    The works in the exhibition were first presented in 2019, as part of my graduation installation at the Kunstakademie Düsseldorf (DE), which consisted of two paintings and a video documentation of the core performance, It’s 10PM. Do You Know Where Your Children Are? (2019), previously showcased at Dortmunder Kunstverein (DE) and conceived alongside my artistic collaborator Mikołaj Sobczak from Poland. In addition to that, the paintings served, both, as storyboards and scenography to a series of performances enacted within my installation throughout graduation week, each lasting between thirty to forty minutes. The performances were mainly reflective of post-colonial trauma, the experience of slavery, global folklore and mythological archetypes.

    FA: It’s 2021. We’re living in an extremely different world than we were back in 2019, when this series of paintings and performances were made. How have you been able to reflect on the ideas and themes that were originally imbued into those works?

    NG: It feels to me that what was very politically urgent back then is of even more immediate concern here and now, especially in how power dynamics have been exacerbated by gross economic disparities. During the global Covid-19 pandemic, such dichotomies and differences in hierarchies became even more apparent. Many groups and individuals are still being pushed further towards the margins of society, due to varying privileges. The world is still very uneven.

    FA: In Babaylan Baller (2019), you paint former American professional basketball player Dennis Rodman. He’s a problematic character, mainly because of his politics, however, he’s also a very complex public figure. What inspired you to depict him as a protagonist in your painting?

    NG: He was often perceived as very subversive in his actions. One reason was because he dressed in drag while playing basketball. I think there are issues he’s “reaffirming” by doing that, because he’s also a hyper-masculine icon. Reading him as “subversive,” or queer, might be problematic in itself. In Babaylan Baller, I painted him in a very different context, transporting him into a scene from the colonial times in the Philippines. I wanted to build a certain connection, in order to open up a projection space for in-depth confrontation, constructive irritation or questioning. Associating Rodman with a Filipino Babaylan, which is a queer shaman who specialized in communicating, appeasing, or harnessing the spirits of the dead and the spirits of nature in pre-colonial times, mimicked the ways in which they both had sway in society at-large and on various cultural levels.

    FA: Negotiating the problematic aspects of certain pop cultural icons seems to be key to your practice. I had a friend recently tell me that they don’t like to “be perceived.” What do you think about this as contemporary praxis?

    NG: That is a compelling statement as it seems to elicit subsequent questions for me, like, if you don’t want to be perceived, then what do you want? What is the other option? There seems to be some sort of one-way channel as to how you’re trafficked into the world. What I find really striking here is how much people desire agency to be independent from judgment. They don’t want to be put into a box out of which they can never escape. I can definitely relate to that statement; looking back at my personal histories, my biography, and the way I have been, for example, racially profiled. Profiling, in various ways, often plays a role in the world at large, and it really has the ability to harm your mobility in society and chances in life.

    FA: However, as a painter, you are able to exert complete control over the canvas.

    NG: That’s very true. The way I construct my paintings actually has a lot to do with preliminary drawings. I’m a huge fan of comic books and visual storytelling. When I was reading those as a younger person, they opened up new worlds to me. I really want to irritate any straightforward reading of my works. This is why I love to create very unresolved compositions, with atypical color schemes, too. Most of my figures are like shape-shifters, such as Mystique from the X-Men comics, who is one of my favorite characters. Being a shape-shifter also means adaptability and flexibility. I feel like this trait is one that marginalized subjects often inhabit. Being able to adapt is a means of survival, especially in certain hostile and alienating conditions, due to patriarchy, white supremacy, and late-capitalism.

    FA: To your point, there’s a long history of resilience in using strategies like that to survive. How do these methods influence your sketching or script-writing processes?

    NG: When I make decisions about what to perform, it really has to do with certain narratives I feel compelled to construct. I am always envisioning the performative aspects that may come to light after a painting is completed, and vice versa. Everything I do, independent from medium and genre, becomes a gateway into another dimension. Threading together different narratives, presentation modes, and time periods in a “rhizomatic” way helps me identify and make conclusions on the social developments in my immediate and lived surroundings.

    FA: That makes sense considering there’s such fluidity throughout your practice. In your works, there’s also a clear connection to folklore and mythology. How do you seamlessly integrate these stories?

    NG: As of late, artists have been engaging more with their upbringings, cultural roots and inherited privileges. I see incredible potential in these reflections that help elucidate and combat social processes of othering, alienation, and marginalization. Various elements of folklore, from my Filipino roots, have become fascinating to me throughout the years, as has Slavic mythology, which Sobczak has taught me a lot about. This cross-pollination has allowed us to identify certain archetypes throughout our cultures. In our joint explorations, we hope to trace certain factors that have led to modern civilization’s creation of these mythological archetypes.

    When I was conceptualizing the series back in 2019, I was reading the travel log of Fray Juan de Plasencia, a Franciscan missionary from Spain, who lived during the country’s so-called Siglo de Oro, or Golden Age. In his written account “Las Costumbres de los Indios Tagalos de Filipinas (Costums of the Tagalogs)” (1589), the missionary provided a typically colonialist, yet on many levels, insightful depiction of Filipino Indios’ quotidian life, social rituals, and spiritual beliefs. In particular, he was describing manifestations of the devil and his imps, some of which were basically vague reinterpretations of the shaman and the witch, which have a lot to do with patriarchy. The previously mentioned Babaylan figure, played an important role in that European account, who was mostly portrayed as a sinful being with ambivalent gender presentation. In a nutshell, this goes to show how Christianity, brought to the Philippines by the Spaniards, worked to destabilize already established customs in Filipino society, leading to the exclusion of previously respected authority figures, such as the “two-spirited” shaman character of the Babaylan.

    FA: The control Western societies have imposed over countries like the Philippines resembles a real stranglehold on many levels. In a way, I see similar lineages being constructed in your painting, Tummy Top Hitting Rock Bottom (2019), also on view.

    NG: That’s correct. This painting was inspired by another narrative that derived from Filipino colonial history, which demonstrates an example of how governing bodies often rely on terror and propaganda to strategically maintain their authority. Spanish colonizers kept Filipino Indios scared and psychologically trapped in so-called Encomiendas, or labor camps. What I found so perfidious was how the Spanish colonizers used Filipino superstition to their advantage in controlling the enslaved community. The Spaniards infiltrated their belief systems by spreading rumors about sightings of a new type of monstrous being, or Aswang, that already existed in their culture. The Spanish’s Aswang were fabricated to be seen as evil shape-shifting creatures that happened to hunt right outside the Encomiendas. The Spaniards even went so far as to blame the murder and mutilation of Indios on the evil Aswang. Intimidated by those incidents, many Indios succumbed to the propaganda and misinformation campaigns emboldened by the colonizers, and, as a result, did not dare to leave the labor camps, even when they were supposedly able to leave on their own accord. However, it is important to note that there are so many inconsistencies throughout this historical retelling, and it’s not even clear to me how some Indios ended up in the camp while others didn’t. A majority of the accounts from that period were written from the dominant colonialist perspective. I became particularly interested in the transmission of these oral stories as there is a lot of space for speculation and renegotiation. I am curious to see where historical gaps exist, when they occurred, and most importantly, why many of them prevail throughout history and into the contemporary.

    FA: We worked together on the digital exhibition “I don’t know whether the Earth is spinning or not…” for the VII Moscow International Biennial for Young Art (on view at www.notspinning.world), and I can say that it has been a pleasure to collaborate with you. How important is sustained artistic exchange between other artists, performers, and curators you work with now and in future?

    NG: I enjoy working with the same person repeatedly, but then also, all of a sudden, bringing in someone new into a triangular constellation. I love growing with people in a specific way that creates a safe zone, so it’s not like one-way traffic, or starting from zero. I also like getting to the point of particular dialogues and discussions, especially when it’s easier to inch closer to the ends of someone’s boundaries.

    I am excited to transgress certain things together. Lots of worlds colliding together make for a richer experience of life and culture. Multidisciplinary collaborations and ongoing artistic dialogues have therefore always been ways to familiarize and immerse myself and others with various perspectives and contexts. Oftentimes, I find that very inspiring and helpful in trying to make sense of society at-large.

    Nicholas Grafia (DE, *1990, Angeles City, Philippines) is an artist living in Düsseldorf. He holds an MFA from the Kunstakademie Düsseldorf (DE). He has previously studied at the Kunstakademie Münster (DE), the School of Arts and Cultures in Newcastle (UK) as well as British, American and Postcolonial Studies at the University of
Münster (DE). His paintings, videos and performances, frequently made in collaboration with Polish artist Mikołaj Sobczak, negotiate processes of memory formation, as well as the in- and exclusion of subjects from history
writing.
    His works were recently exhibited at Peres Projects (Berlin, DE), VII Moscow International Biennale for Young Art (Moscow, RU), Capitain Petzel
(Berlin, DE), Shoot the Lobster (New York, US), signs and symbols (New York, US), Kunsthal Aarhus (Aarhus, DK), Andersen’s Contemporary (Copenhagen, DK), Museum Ludwig (Cologne, DE), K21 Museum Düsseldorf (Düsseldorf, DE),
    fffriedrich (Frankfurt am Main, DE), Tramway (Glasgow, UK),
Kunstraum (London, UK), Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen Düsseldorf (Düsseldorf, DE), Dortmunder Kunstverein (Dortmund, DE), Exo Exo at David Giroire (Paris, FR), Museum of Modern Art (Warsaw, PL)
and BOZAR (Brussels, BE).

    Francesca Altamura is a curator and organizer living in New York (unceded Canarsie/Lenape lands). She recently curated „I don’t know whether the Earth is spinning or not…“, with Lizaveta Matveeva, for the VII Moscow International Biennale for Young Art. The digital exhibition is on view at notspinning.world. In 2021, they will curate a group exhibition together at Haus N, Athens, Greece. In 2019, she co-curated “Diedrick Brackens: darling divined” with Margot Norton, for the New Museum in New York, which travelled to the Blanton Museum of Art, Texas, in 2021. At the New Museum, she also curated presentations by Randa Maroufi (2020), Sydney Shen (2019), and Ahaad Alamoudi (2019), and has assisted on exhibitions by artists including Peter Saul, Daiga Grantina, Hans Haacke, Lubaina Himid, Marta Minujín, Nari Ward, Sarah Lucas, Thomas Bayrle, and John Akomfrah. She has curated exhibitions independently at The Carillon Gallery, Tarrant Community College South Campus, Fort Worth, Texas (2019), LADRÓNgalería, México City, México (2017), and The Government Art Collection, London, UK (2016). She has also contributed to the group exhibitions “The Warmth of Other Suns: Stories of Global Displacement” (Phillips Collection, Washington DC), “The Same River Twice: Contemporary Art in Athens” (Benaki Museum, Athens), “Strange Days: Memories of the Future” (The Store X, London), and the 2018 New Museum Triennial: “Songs for Sabotage.” She proudly served as Delegate for the New Museum Union—UAW Local 2110, which formed in January 2019. Altamura holds an MFA in Curating from Goldsmiths, University of London. itmefrankie.online

    NICHOLAS GRAFIA, Installationsansicht Soul Burner, Kunstakademie Düsseldorf, 2019

    Ausstellung

    Jimmie DURHAM | 1948

    26/03/202122/05/2021

    Christine König Galerie

    Schleifmühlgasse 1A, 1040 Wien

    Der 1940 in den USA geborene und seit 1994 in Europa lebende Jimmie Durham ist einer der wenigen zeitgenössischen Künstler, die praktische Erfahrungen mit politischer Arbeit haben. In den 1970er Jahren war er Aktivist in der Amerikanischen Indianerbewegung sowie Vertreter der Organisation von Indigenen Völkern in Amerika (International Indian Treaty Council) bei den Vereinten Nationen.

    Jimmie Durhams vierte Einzelausstellung in der Christine König Galerie reflektiert seine Ernsthaftigkeit und seinen Witz, sein ästhetisches und politisches Engagement sowie seinen einfallsreichen Widerstand gegen Architektur. All das ist Teil seiner kompromisslosen Verpflichtung gegenüber dem, was er als »Denkprozess der Menschheit« bezeichnet. Viele seiner Ideen und Bilder kehren in verschiedenen Formen in unterschiedlichen Phasen seiner Karriere wieder.

    Durham, der auch als Dichter und herausragender Essayist tätig ist, verwendet all die Komponenten dessen, was heute als visuelle Kunst bezeichnet wird. Bilder und Worte können auf Objekte genagelt, geklebt oder gemalt werden. Sein Werk ist im weitesten Sinne »skulptural«: materielle Erscheinungen im Raum. Die Materialien reichen von Holz, Stein und Knochen bis hin zu Plastiktuben/Plastikrohren und gedrucktem Text. Durham arbeitet auch mit Zeichnung, Malerei und Video. Sein facettenreiches Schaffen stellt heute für viele Künstler, Kuratoren und Theoretiker nicht zuletzt der jüngeren Generation eine Inspiration dar. Erschafft keine »Kunst über Kunst«, sondern Werke, die offen sind für die Welt außerhalb der Kunst.
    (zit.n. Anders Kreuger)

    Courtesy Christine König Galerie, Wien und der Künstler

    Ausstellung

    Höhere Mächte

    Von Menschen, Göttern und Naturgewalten

    18/05/202115/08/2021

    KUNSTHISTORISCHES MUSEUM WIEN

    Maria-Theresien-Platz,
    1010 Wien

    Die Ausstellung präsentiert Zeugnisse aus den Beständen der vielfältigen Sammlungen des Kunsthistorischen Museums, des Weltmuseums Wien und des Theatermuseums, die vom Glauben an die Existenz höherer Mächte erzählen. Die ausgewählten Objekte machen deutlich, in wie vielen unterschiedlichen Formen und Facetten sich dieses Thema in Kult und Kunst niedergeschlagen hat. Bei der Auswahl wurde bewusst ein Fokus auf die enge Verschränkung und direkte Gegenüberstellung von Objekten unterschiedlichster Herkunft gesetzt.

    Ausstellung

    PUZZLED

    11/06/202131/07/2021

    Kunstraum Niederoesterreich

    Herrengasse 13,
    1010 Wien

    Das Ausstellungsprojekt puzzled bringt in einer Duo-Schau die künstlerische Praxis der österreichischen Künstlerin Susanna Flock, mit jener der in Montréal lebenden, Schweizer Künstlerin Xénia Laffely zusammen. Während Flock vor allem im Medium der Videoinstallation arbeitet, fokussiert Laffely digitale Bilder, die sie in Textil übersetzt.

    Obwohl der Subtext sowohl von Flocks als auch von Laffelys künstlerischer Praxis bestätigt, dass es keine klaren Trennlinien zwischen „analoger“ und „digitaler“ Welt geben kann, machen beide Künstlerinnen die Zonen des Übergangs zwischen Analogem und Digitalem sichtbar.

    Corita Kent (Sister Corita) the sea queen, 1973
    Ausstellung

    Enjoy – die mumok Sammlung im Wandel

    19/06/202113/03/2022

    mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

    Museumsplatz 1,
    1070 Wien

    Zehn Jahre nach ihrer Antrittsausstellung Museum der Wünsche präsentiert Karola Kraus zusammen mit ihrem Team eine Sammlungsausstellung, die zentrale Schen- kungen und Ankäufe des letzten Jahrzehnts integriert, um die Sammlung in ihrer Entwicklung neu zu beleuchten. 20 Jahre nach der Eröffnung des mumok im Museums- Quartier und 40 Jahre nach Gründung der Österreichischen Ludwig-Stiftung ist diese Ausstellung Resümee und Ausblick zugleich. Sie ermöglicht die Rückschau auf die vergangenen Jahre und stellt neue Perspektiven zur Diskussion, auf deren Grundlage die zukünftige museale Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit gestaltet werden kann. Die Präsentation zielt darauf ab, die Kunstgeschichte seit der Moderne als einen lebendigen Prozess zu vermitteln, in dem sich gesellschaftspolitische, soziokulturelle und philosophische Entwicklungen und Diskurse – sowie deren Wandelbarkeit – widerspiegeln.

    Ausstellung

    Heimo Zobernig

    19/06/202117/10/2021

    mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

    Museumsplatz 1,
    1070 Wien

    Malerei ist neben Skulptur, Film, Performance und Gestaltung ein zentraler Bestandteil der medienübergreifenden Kunst von Heimo Zobernig. Seit dem Beginn seiner künstlerischen Praxis in den frühen 1980er-Jahren hat er ein umfangreiches malerisches Werk erarbeitet, immer auf der Grundlage des Versuchs, die Farbe wie ein „Wissenschaftler“ zu erforschen. So wird die Malerei bei Zobernig zu einer Maschine für die Produktion von Erkenntnissen. Charakteristisch für dessen Vorgehen in diesem Zusammenhang sind Strategien der Vereinfachung, Normierung und Systematisierung durch Anwendung von festgelegten Regeln sowie die künstlerische Aneignung von industriellen Normen und weit verbreiteten Mustern (wie etwa TV-Testbildern).

    Heimo Zobernig Ohne Titel, 2019 Courtesy Galerie Meyer Kainer, Wien Photo: Archiv Heimo Zobernig © Heimo Zobernig / Bildrecht, Wien 2021