Vienna Art WeekAgenda

VIENNA

ART

AGENDA

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Ausstellung *Exhibition*

Eva Grubinger

22/11/201913/04/2020

10:00

Belvedere 21

Arsenalstraße 1, 1030 Wien

Eva Grubinger beschäftigt sich mit der Wahrnehmung scheinbar bekannter Dinge, die sie mittels Vergrößerung, Materialänderung oder Dekontextualisierung verfremdet und in den Fokus rückt. Dabei macht die Bildhauerin inhaltliche Querverbindungen greifbar. Für die Ausstellung im Belvedere 21 konzipiert Grubinger eine begehbare Installation, in der High Life und Überleben auf hoher See aufeinandertreffen.

Eva Grubinger, geboren 1970 in Salzburg, lebt in Berlin. Zuletzt waren Werke von ihr u. a. auf der Busan Biennale, im Bloomberg Space, London, im Institute of Contemporary Arts, London, im Witte de With, Rotterdam, in der Calouste Gulbenkian Foundation, Lissabon, auf der Marrakech Biennale, im ZKM, Karlsruhe, und in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main, zu sehen.

 

Kurator: Severin Dünser

Belvedere 21: Eva Grubinger. (21.11.2019, Eröffnung) | Foto: eSeL – Lorenz Seidler

Ausstellung *Exhibition*

Family Matters

4/10/201930/08/2020

Dom Museum

Stefansplatz 6, 1010 Wien

Dom Museum Wien Foto: Hertha Hurnaus, Dom Museum Wien Johanna Schwanberg Foto: Lena Deinhardstein, Dom Museum Wien
Ausgehend von dem Wandel, den der Begriff „Familie“ durchlebt, geht die Ausstellung der Frage nach, wie sich Familienkonstellationen, ihre Bedingungen und Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft in der Kunst spiegeln. Von der Einelternfamilie über Sippenverbände bis zu „gewählten“ Familien zeigt sich durch die Epochen und Medien – Plastik, Grafik, Malerei, Fotografie und Videokunst – ein vielschichtiges Bild von dem, was Familie sein kann.   Mit Werken von: Uli Aigner, Iris Andraschek, Hans Op de Beeck, Elinor Carucci, Josef Franz Danhauser, Carola Dertnig, Johannes Deutsch, VALIE EXPORT, Peter Fendi, Weronika Gęsicka, Leander Kaiser, Angelika Kauffmann, Käthe Kollwitz, Nina Kovacheva, Maria Lassnig, Iris Legendre, Ferdinand Mallitsch, Katharina Mayer, Giovanni Battista Pittoni, Sam Jinks, Johann Matthias Ranftl, Neo Rauch, Judith Samen, August Sander, Johann Martin („Kremser“) Schmidt, Annegret Soltau, Carl Spitzweg, Jacopo Tintoretto, Ferdinand Georg Waldmüller u. a.

Dom Museum Wien Foto: Hertha Hurnaus, Dom Museum Wien Johanna Schwanberg Foto: Lena Deinhardstein, Dom Museum Wien

Ausstellung *Exhibition*

Fokus Favoriten

21/09/20191/09/2020

Kunst im öffentlichen Raum | Favoritenstraße

Sonnwendplatz, Favoritenstraße 76 bis Viktor-Adler-Markt, 1100 Wien

Wien wächst! Unaufhaltsam reiht sich ein neues Stadtentwicklungsgebiet an das nächste. Rund um den Hauptbahnhof entsteht das Sonnwendviertel mit Wohnungen, Hotels und Bürotürmen. Die Altbauten des traditionellen Arbeiterbezirks Favoriten warten indes noch auf ihre Wiederentdeckung. Im Rahmen der Ausstellung „Fokus Favoriten“, die den Blick auf den Wandel im Bezirk lenkt, wurden internationale Kunstschaffende eingeladen, die Situation aufzugreifen. Sechs künstlerische Projekte befragen die Bevölkerung, geben deren Antworten, ihrer Musik und ihren Interessen eine neue ästhetische Form. Die Arbeiten transformieren die Orte entlang der Favoritenstraße vom Sonnwendplatz bis zum Viktor-Adler-Markt. In Geschäften und auf der Straße finden Performances von Julia Bünnagel, Beteiligungsprojekte vom Department für öffentliche Erscheinungen und Britta Thie sowie musikalische Darbietungen von Akteuren rund um Ines Doujak statt. Am Viktor-Adler-Markt entsteht eine interaktive Lichtinstallation von Alicia Framis und am Sonnwendplatz platziert das Atelier Van Lieshout Objekte.
Ausstellung *Exhibition*

Deutscher Expressionismus

Die Sammlungen Braglia und Johenning

15/11/201920/04/2020

Leopold Museum

Museumsplatz 1, 1070 Wien

August Macke
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Emotion zum Stilmittel. Triebgesteuert und jenseits aller akademischen Kanons bannten junge Rebellen aus der Dresdner Künstlergemeinschaft „Brücke“ Seelenlandschaften auf die Leinwand. In Auflehnung gegen die industrialisierte Gesellschaft strebten sie zudem eine naturbezogene Lebensreform an. Indes suchte der Umkreis der Herausgeber des Münchner Almanachs „Der Blaue Reiter“ nach einer neuen Innerlichkeit in der Kunst, die das rein Intuitive wie auch die kultivierte Vernunft gelten ließ. Der Schönheitsbegriff wurde hinterfragt und erweitert, wobei den Farben eine entscheidende Rolle als Hauptvehikel der Bilddramaturgie zukam. An ihrer suggestiven Wirkung haben diese Werke des deutschen Expressionismus bis heute nichts eingebüßt. Die von Ivan Ristić kuratierte Ausstellung präsentiert rund 120 Exponate aus der Schweizer Sammlung Braglia und der deutschen Sammlung Johenning erstmals in Wien, darunter Werke von Emil Nolde, Max Pechstein, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Wassily Kandinsky, Alexej von Jawlensky, Marianne von Werefkin, August Macke, Franz Marc, Paula Modersohn-Becker, Paul Klee und Lionel Feininger.

AUGUST MACKE, Frauen im Park (mit weißem Schirm), 1913 © Stiftung Renate und Friedrich Johenning Foto: Linda Inconi–Jansen

Ausstellung *Exhibition*

OTTO PRUTSCHER.

Allgestalter der Wiener Moderne

20/11/201917/05/2020

MAK

Stubenring 5, 1010 Wien

Otto Prutscher in einem Stuhl von in a chair by Josef Zotti, 1913, Foto Photo: Karl Ehn AFOP © AFOP, Mailand

Otto Prutscher in einem Stuhl von in a chair by Josef Zotti, 1913, Foto Photo: Karl Ehn AFOP © AFOP, Mailand

Ausstellung *Exhibition*

Objects Recognized in Flashes

Michele Abeles, Annette Kelm, Josephine Pryde, Eileen Quinlan

16/11/201923/04/2020

mumok

Museumsquartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Wie steht es angesichts unserer gegenwärtigen „Post-Internet-Realität“ um den Umgang mit und die Beziehung von analogen und digitalen Bildern? Wie ist es um das Verhältnis von Material und Immaterialität, von Körper, Screen und fotografischer Oberfläche bestellt? „Objects Recognized in Flashes“ stellt die Auseinandersetzung mit den Oberflächen von Fotografien, Produkten und Körpern in unserer weitgehend digitalisierten Gesellschaft in den Mittelpunkt. Als Schnittstelle von Optik und Objekt lassen diese verführerischen und ambivalenten Oberflächen das Verhältnis von Ästhetik, Imagination und Materie ebenso fragwürdig erscheinen wie die diesem Verhältnis zu Grunde liegenden Ökonomien.
Ausstellung *Exhibition*

Im Raum die Zeit lesen

Moderne im mumok 1910 bis 1955

16/11/201913/04/2020

mumok

Museumsquartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Ausstellung *Exhibition*

Künstlergespräch

Synästhesie

22/11/201930/10/2020

Nitsch Foundation

Hegelgasse 5, 1010 Wien

Hermann Nitsch o.T. Multimedia Collage auf Papier 83 x 88 cm 2010 Foto: Manfred Thumberger ©Atelier Hermann Nitsch
„meine arbeit soll eine schule des lebens, der wahrnehmung und der empfindung sein und mit allen fünf sinnen erfahren werden“   Hermann Nitsch entwickelt Kunst, die auf Harmonie aufbaut. Ob in der Musik oder in der Malerei, in beiden Fällen spricht Nitsch von Farben und Tönen, von Harmonien und Dissonanzen. Während seiner Frankfurter Lehrtätigkeit erarbeitete Hermann Nitsch mit seinen Studenten „farb- und formversuche“. Die entstandenen „Farbskalen“ veranschaulichten harmonische Verhältnisse und Konstellationen, die auch wesentlicher Bestandteil des Orgien Mysterien Theaters sind. Diese bestehen nicht nur innerhalb eines Mediums, den Farben sind im synästhetischen Sinn Töne, Geschmacks- und Geruchswerte zuzuordnen. Erst die Synästhesie der Sinneseindrücke führt zum Erleben des Gesamtkunstwerks. Die Nitsch Foundation greift mit dieser Ausstellung den Synästhesiegedanken des Orgien Mysterien Theaters auf und spürt der Bedeutung des Zusammenspiels der Sinneseindrücke in Hermann Nitschs Arbeit nach.   Zur Eröffnung wird naturreiner Nitsch-Wein aus Prinzendorf ausgeschenkt.

Hermann Nitsch o.T. Multimedia Collage auf Papier 83 x 88 cm 2010 Foto: Manfred Thumberger ©Atelier Hermann Nitsch

Ausstellung *Exhibition*

Wilhelm Leibl – Gut sehen ist alles!

31/01/202010/05/2020

ALBERTINA

Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Gefördert von Courbet, beeinflusst von Manet und geschätzt von van Gogh, gehört Wilhelm Leibl (1844–1900) zu den wichtigsten Vertretern des Realismus in Europa. Im Mittelpunkt seines Werks steht die ungeschönte Darstellung des Menschen. Mit seinem Rückzug von der Stadt aufs Land begründete er eine moderne Figurenmalerei, in der die Naturwahrheit über der Idylle und der Erzählfreude der traditionellen Genremalerei steht. Richtschnur war für Leibl nicht, dass ein Modell schön, sondern dass es „gut gesehen“ wurde. Die Ausstellung mit Leihgaben aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien, der Schweiz und den USA entstand in Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich. Die Ausstellung ist von 31. Jänner bis 10. Mai 2020 zu sehen.    

Wilhelm Leibl | Bauer am Tisch seine Pfeife stopfend, 1894 | © ALBERTINA, Wien

Ausstellung *Exhibition*

Frühe Radierungen. Von Dürer bis Bruegel

12/02/202010/05/2020

ALBERTINA

Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Die Frühzeit der Druckgrafik ist von mehreren bedeutenden Erfindungen geprägt, sodass bis um 1500 bereits eine Vielzahl an technischen Verfahren entwickelt war. Das Aufkommen der Radierung im späten 15. Jahrhundert und ihre schnelle Verbreitung im frühen 16. Jahrhundert stellen einen der wichtigsten Wendepunkte dar. Die Grundlagen der Technik entwickelten sich in den Werkstätten von Waffenätzern, bis in den 1490er-Jahren der deutsche Druckgrafiker Daniel Hopfer damit begann, von geätzten, also „radierten“ Metallplatten auch Abzüge auf Papier herzustellen. Dabei ließ sich das Radieren so einfach bewerkstelligen, dass es Künstlern aus verschiedensten Sparten die Anfertigung eigener Drucke ermöglichte. Unter den Pionieren des Mediums waren einige der größten Künstler der Renaissance wie Albrecht Dürer, Parmigianino und Pieter Bruegel der Ältere. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Metropolitan Museum in New York.

Daniel Hopfer | Tod und Teufel überraschen zwei Frauen | 1500-1510 | © The Metropolitan Museum of Art, New York

Ausstellung *Exhibition*

Michael Horowitz

28/02/202013/04/2020

ALBERTINA

Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Der Wiener Journalist, Verleger und Autor Michael Horowitz (geb. 1950) war bereits ab 1966 während seiner Schulzeit als Fotograf tätig. Bis Ende der 1980er-Jahre fertigte er zahlreiche Reportagen und Porträts bekannter Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben an. In der ALBERTINA wird in einer monografischen Ausstellung nun erstmals eine Auswahl von Arbeiten aus dieser Schaffensphase gezeigt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Fotografien aus dem Wiener Kulturleben, zu dessen Protagonisten Horowitz in enger Beziehung stand. Umfangreichere Serien entstanden etwa in Zusammenarbeit mit Helmut Qualtinger, Kiki Kogelnik oder den Künstlern aus Gugging. Die Aufnahmen zeichnen sich durch Horowitz‘ empathische Sichtweise, seine klare Bildsprache und sein Gespür für ausdrucksstarke Momente aus.

Michael Horowitz | Arnold Schwarzenegger | 1975 | Besitz des Künstlers | © Michael Horowitz

Ausstellung *Exhibition*

… von Brot, Wein, Autos, Sicherheit und Frieden

8/03/20208/05/2020

Kunsthalle Wien Museumsquartier/ Karlsplatz

Museumsplatz 1, 1070 Wien

Das kuratorische Kollektiv What, How & for Whom / WHW hat im Juni 2019 die künstlerische Leitung der Kunsthalle Wien übernommen. Sie starten ihr Programm mit einer internationalen Gruppenausstellung, die mehr als 30 Künstler*innen zeigt und sich über alle Räumlichkeiten der Kunsthalle Wien erstreckt. Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf das Buch „Globalization and the Manufacture of Transient Events“ des libanesischen Autors und Künstlers Bilal Khbeiz, erschienen 2003 bei Ashkal Alwan in Beirut. Khbeiz sinniert darin über die Unterschiede zwischen den Träumen der Menschen im Globalen Süden und jenen im Globalen Norden. Er kommt zu dem Schluss, dass „… wir in der dritten Welt von Brot, Wein, Autos, Sicherheit und Frieden weiterhin nur träumen können.“ In den letzten zwei Jahrzehnten entzieht sich der Horizont eines guten Lebens mit genau diesem „Brot, Wein, Autos, Sicherheit und Frieden“ jedoch immer mehr Menschen – auch dort, wo er als selbstverständlich galt. Die Künstler*innen der Ausstellung kritisieren die brutalen Prozesse, die ebenjene emanzipatorischen und politischen Werte aushöhlen, welche ein lebenswertes Dasein für die Mehrzahl der Menschen erst ermöglichen. Zugleich weisen sie mit ihren Arbeiten darauf hin, dass sich der frühere Horizont eines guten Lebens auch verändern und durch Ideen aus dem Kontext von Postwachstum, Feminismus, Ökologie und entkolonialisiertem Denken ersetzt werden könnte. Kuratorinnen: What, How & for Whom / WHW  

Hana Miletić und Globe Aroma, Filzworkshop, Kunstenfestivaldesarts, WIELS, Brüssel, 2018 © Foto: Anna Van Waeg

Ausstellung *Exhibition*

And if I devoted my life to one of its feathers?

30/05/202027/09/2020

Kunsthalle Wien Museumsquartier

Museumsplatz 1, 1070 Wien

Eine gemeinsame Ausstellung der Kunsthalle Wien und der Wiener Festwochen

Die Ausstellung And if I devoted my life to one of its feathers?, ein gemeinsames Projekt der Kunsthalle Wien und der Wiener Festwochen, reflektiert Kämpfe ums kollektive Überleben und Prozesse der Wiederherstellung sozialer Bindungen – Bindungen, die von Frauenfeindlichkeit, Kolonialismus und imperialer Gewalt unterbrochen wurden. Die Ausstellung bringt rund 35 Künstler*innen und Kunstwerke aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten zusammen, um ein Gespräch über Selbstbestimmung, sozialen und ökologischen Wandel zu initiieren. Die gezeigten Arbeiten sind Antworten auf den rasenden Rohstoffabbau und die Umweltzerstörung des Neoliberalismus: Indigene Positionen durchbrechen das koloniale Erbe und postulieren kollektive Rechte. Werke erzählen von solidarischen Begegnungen im Kampf gegen Kapitalismus und staatliche Unterdrückung. Anthropozentrische und heteropatriarchale Fantasien, die den Menschen als dominante Lebensform auf unserem Planeten annehmen, werden in Frage gestellt. Die Vielfalt von Lebensentwürfen wird zurückerobert.

Künstler*innen: Babi Badalov • Denilson Baniwa • Patricia Belli • Amoako Boafo • Giuseppe Campuzano • Manuel Chavajay • Chto Delat? • Annalee Davis • Jim Denomie • María Galindo • Nilbar Güreş • Sheroanawe Hakihiiwe • Hiwa K • Karrabing Film Collective • Prabhakar Pachpute • Cecilia Vicuña • Santiago Yahuarcani • …

Kurator: Miguel A. López

Jim Denomie, Standing Rock, 2016, Courtesy der Künstler

Ausstellung *Exhibition*

Ana Hoffner ex-Prvulovic* & Belinda Kazeem-Kamiński

10/06/20204/10/2020

Kunsthalle Wien Museumsquartier

Museumsplatz 1, 1070 Wien

Die Präsentation der Arbeiten von Ana Hoffner ex-Prvulovic* und Belinda Kazeem-Kamiński in der Kunsthalle Wien ist für beide Künstlerinnen die erste institutionelle Einzelausstellung in der Stadt. Gemeinsam ist Ana Hoffner ex-Prvulovic* und Belinda Kazeem-Kamiński das Interesse daran, dominante Auffassungen von Geschichte und Erinnerung zu hinterfragen. Sie untersuchen deren heteronormative, imperialistische und koloniale Determinanten sowie psychologische und räumliche Ausdrucksformen, die sich etwa in politischen Organisationen, der Produktion von Wissen oder der Prägung des Blicks konkretisieren. Sie entwickeln künstlerische Strategien, um den Prozess der Erinnerung zu verwandeln und seine linear rückwärtsgerichtete Bahn aufzubrechen: Sie lesen Archivmaterialien immer wieder neu, interpretieren und erzählen persönliche Geschichten immer wieder anders, verkörpern sie und sprengen so den Rahmen jeder dokumentarischen Funktion, indem sie Fiktion und Beschreibung, Fantasie und Analyse ineinander verweben. Ihre Arbeiten sind queere Räume der Projektion und Desidentifikation, die ihre Energie aus dekolonialem Denken beziehen. So evozieren sie nicht nur die Gewalt, die überkommenen postkolonialen und gender-binären Geschichten innewohnt, sondern wirken auch aktiv auf ihre grundlegende Umbildung hin. Ana Hoffner ex-Prvulovic*s Filme, Installationen, Performances und Texte entwerfen eine ästhetische und politische Neudefinition imperialistischer/kolonialer und binärer/geschlechtlich kodierter Beziehungen – insbesondere in den Bereichen von Erinnerung und Identitätspolitik, wie sie in der jüngeren Geschichte und im Rahmen der gegenwärtigen visuellen Produktion am Werk sind. In ihren performativen und queeren Untersuchungen richtet die Künstlerin, Forscherin und Autorin ihr Augenmerk insbesondere auf Momente der Abweichung, Subversion, Krisis und Widerspenstigkeit. Die Stimmen wirklicher oder imaginärer anderer werden in ihren Arbeiten verkörpert, nachgespielt, nachinszeniert, neu erzählt und kommentiert, um so queere Formen von Distanz und Nähe, Rückzug und Intimität, Affekt und Analyse, Objektivität und Projektion hervorzubringen. Die Künstlerin und Autorin Belinda Kazeem-Kamiński stellt die heute üblichen Regimes der Musealisierung schwarzer Geschichte, der Darstellung und Indexierung schwarzer Menschen in Frage. Sie sind strukturell und psychologisch in den „Nachleben der Sklaverei“ (Christina Sharpe) gefangen und sehen sich generalisierter und essenzialisierter Schwarzenfeindlichkeit ausgesetzt. In einer Verknüpfung von kritischer Theorie und künstlerischer Praxis erfindet Belinda Kazeem-Kamiński Methoden und Rituale für die Betrachtung von und den Umgang mit fotografischen und textuellen Spuren der quälenden Last der Kolonialgeschichte und leiht so dem Verdeckten und Unterdrückten ihre Stimme. Ihre Filme und Installationen bringen eine antirassistische und gewaltfreie Praxis zum Einsatz, deren Wurzeln in schwarzer queerer feministischer Theorie, spekulativem Realismus und afrikanischen Futurismen liegen. Kuratorin: Anne Faucheret

Belinda Kazeem-Kamiński, Unearthing. In Conversation, Filmstill, 2017, Courtesy die Künstlerin

Ausstellung *Exhibition*

SHOW OFF: Austrian Fashion Design

14/02/202012/07/2020

MAK - Museum für angewandte Kunst

Stubenring 5, 1010 Wien

Zeitgenössische Mode designed/made in Austria steht im Fokus der ersten umfassenden Großausstellung zu österreichischem Modedesign. Eine Zeitreise durch das Modedesign mit all seinen Facetten von den 1980er Jahren bis heute zeigt das vielfältige Spektrum von DesignerInnen, die aus Österreich stammen, hier arbeiten oder hier eine Modeausbildung absolviert haben. Eingebettet in eine spektakuläre, raumgreifende Installation von Architekt Gregor Eichinger, macht SHOW OFF. Austrian Fashion Design auf mehreren Ebenen das künstlerische Schaffen kreativer Disziplinen im Kontext Mode erlebbar. Das Objekt Mode in Form des Kleidungsstücks wird durch signifikante Modepositionen von rund 60 DesignerInnen der letzten vier Jahrzehnte inszeniert. Dabei setzt die Ausstellung beim Spätwerk von Rudi Gernreich, dessen Entwürfe aus Los Angeles Ende der 1970er Jahre den globalen Zugang zur Mode revolutionierten, und der Wiener U-Mode mit ihren damaligen Stars wie Ledea Muard, Marc Thomas Merz oder Schella Kann an. Wiener Kultlabels wie Wendy&Jim und fabrics interseason, „big player“ Andreas Kronthaler, seit zwei Jahren Teil des Labels „Andreas Kronthaler für Vivienne Westwood“, und die renommierte jüngere Generation – in der Ausstellung beispielsweise vertreten durch Kenneth Ize – tragen zur Formierung einer vielschichtigen, international verankerten Szene bei. Susanne Bisovsky arbeitet in ihrem Wiener Salon seit 1996 an außer-gewöhnlichen Kreationen, die in der Ausstellung zu sehen sind. Ergänzend geben Werke von 30 FotografInnen Einblick in die österreichische Modefotografie. Einen Eindruck zur sozialen und kulturellen Wahrnehmung des Phänomens Mode geben Dokumentationen zu legendären und prägenden Events, Magazine und Interviews. Die einzigartige Modeausbildung an der Universität für angewandte Kunst Wien vervollständigt den Erzählstrang der Ausstellung. Beginnend mit dem Innovations-Schub unter Rektor Oswald Oberhuber zu Beginn der 1980er Jahre und dem ersten „Modeprofessor“ Karl Lagerfeld, dem weitere Topstars wie Vivienne Westwood, Helmut Lang, Raf Simons und aktuell Lucie und Luke Meier folgen, werden die Highlights der international renommierten Modeausbildung an der „Angewandten“ präsentiert.

Teilnehmende DesignerInnen

___fabrics interseason, AND_i , Andreas Kronthaler, Arthur Arbesser, ASSASYN, Atil Kutoglu, Awareness & Consciousness, Bless, BRANDMAIR, Carol Christian Poell, Carolin Holzhuber, Christoph Rumpf, Claudia Rosa Lukas, DEMIAN, Edwina Hörl, Eric Rainer, EVA BLUT, FATEEVA, Femme Maison, Flora Miranda, FLorian Jewelry, George Bezani, GON, Gregor Pirouzi, Hartmann Nordenholz, Helmut Lang, House of the very island’s, Jana Wieland, Karin Bergmayer, Kenneth Ize, Ledea Muard, Lena Hoschek, Leos, Ludwig Reiter, Macchu Picchu, Marc Thomas Merz, Marina Hoermanseder, Mark Baigent, Markus Strasser, Maximilian Rittler, meshit, Michaela Buerger, MICHEL MAYER, Modus Vivendi, Mühlbauer, Natalie Zipfl, ODEEH, pelican avenue, Petar Petrov, Peter Pilotto, Rani Bageria, Robert La Roche, rosa mosa, Rubin & Chapelle, Rudi Gernreich, SAGAN Vienna, Schella Kann, SEMI DEI, Sissy Pink, Sonja Bischur, SUSANNE BISOVSKY, Thomas Kirchgrabner, Ute Ploier, Wendy&Jim

Teilnehmende FotografInnen

Christian Anwander, Andreas H. Bitesnich, Bela Borsodi, Michael Dürr, Marina Faust, Lukas Gansterer, Peter Garmusch, Irina Gavrich, Mark Glassner, Yasmina Haddad, Gerhard Heller, Anaïs Horn, Raphael Just, Jakob Lena Knebl, Bettina Komenda, Rudi Molacek, Markus Morianz, Stefanie Moshammer, Elsa Okazaki, Günter Parth, Bernd Preiml, Rafaela Pröll, Hanna Putz, Peter Rigaud, Markus Rössle, Elfie Semotan, Daliah Spiegel, Udo Titz, Helga Traxler, Esther Vörösmarty, Jork Weismann, Erwin Wurm, Wolfgang Zac, Maria Ziegelböck Gastkuratorin: Ulrike Tschabitzer-Handler Gast-Co-Kurator: Andreas Bergbaur Wissenschaftliche Beratung: Brigitte Winkler Ausstellungsarchitektur: Gregor Eichinger

Schella Kann, Lederoutfit, FW 92 © Rudi Molacek

Ausstellung *Exhibition*

Gelebt – Ingeborg Strobl

Ingeborg Strobl

6/03/202026/07/2020

10:00

mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

Museumsplatz 1, 1070 Wien

+43-1-525 00-0

Ingeborg Strobl ohne Titel, 2014 mumok, Schenkung Ingeborg Strobl, 2017 © Bildrecht, Wien 2020, Foto: © Ingeborg Strobl

Ingeborg Strobls Arbeit steht in der Tradition konzeptueller und medienübergreifender Kunst. In ihren Objekten, Installationen, Collagen, Malereien, Fotografien, Filmen und Publikationen nehmen Natur- und Tiermotive als Spiegelbilder des Gesellschaftlichen eine zentrale Rolle ein. Auch zeigt sich in ihrem Werk eine Vorliebe für das Randständige, Verborgene, das allzu leicht Übersehene oder Verdrängte, sowie eine damit verknüpfte Abneigung gegen Produktions- und Konsumwahn. Schwerpunkte innerhalb der Ausstellung bilden die - bisher selten gezeigten - frühen keramischen Arbeiten, die während der Studienzeit in London entstanden sind. Strobls Sinn für die im Vergänglichen verborgene Schönheit, bzw. für die Hinfälligkeit aller Pracht manifestiert sich bereits in diesen frühen Arbeiten. In einer Vielzahl von detailliert ausgeführten Buntstiftzeichnungen übersetzt sie den surrealen Illusionismus der Keramiken ins Bildhafte. Ihr immer wieder durchschlagendes Interesse, an Verfall, Tod und Vergänglichkeit - etwa in den zahlreichen Friedhofsfotos - ist, fernab jeder Weltflucht, als feinsinnige Studie über die Lebenden sowie als Interesse am Gegenwärtigen und Kommenden zu werten. Strobl hat dem mumok ihr Archiv mit zahlreichen Werken und Drucksorten als Schenkung überlassen welcher einen repräsentativen Einblick in ihr umfangreiches Oeuvre gibt.

Kuratiert von Rainer Fuchs

Ingeborg Strobl ohne Titel, 2014 mumok, Schenkung Ingeborg Strobl, 2017 © Bildrecht, Wien 2020, Foto: © Ingeborg Strobl

Ausstellung *Exhibition*

Steve Reinke. Butter

Steve Reinke

6/03/202021/06/2020

10:00

mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

Museumsplatz 1,1070 Wien

+43-1-525 00-0

Steve Reinke Strong Corpse Weak Ghost, 2019 Siebdruck (Unikat) / Unique silkscreen print, 76,2 × 55,9 cm Courtesy der Künstler und Galerie / courtesy of the artist and gallery Isabella Bortolozzi, Berlin und / and Western Exhibitions, Chicago, © James Prinz

"My work wants me dead, I know. It is all it ever talks about", schreibt Steve Reinke in einem Briefwechsel anlässlich seiner Ausstellung im mumok. Tod und Leben, Empathie und Grausamkeit, Sex und Intimität – es sind die „großen“ Fragen, die den Künstler in seiner Arbeit beschäftigen. In bester nietzscheanischer Manier betrachtet Reinke den Menschen allerdings nicht als politisches oder moralisches Wesen, sondern als Spielball mikrobiotischer Agenden: Anstelle eines freudianischen Ichs oder Es bestimmen in seinen Videos Bakterien, Plazenta und Plankton den Lauf der Welt. „Kultur“ beschreibt nicht humanistische Exzellenz, sondern Leben aus der Petrischale. In seiner ersten musealen Einzelpräsentation zeigt Reinke eine neue Videoarbeit (An Arrow Pointing to a Hole) sowie eine Auswahl von Textbildern und Stickereien, die auf paradox präzise Weise von Kontrollverlust, Formlosigkeit und Selbstvergessenheit erzählen.

Kuratiert von Manuela Ammer

Steve Reinke Strong Corpse Weak Ghost, 2019 Siebdruck (Unikat) / Unique silkscreen print, 76,2 × 55,9 cm Courtesy der Künstler und Galerie / courtesy of the artist and gallery Isabella Bortolozzi, Berlin und / and Western Exhibitions, Chicago, © James Prinz

Ausstellung *Exhibition*

Korrespondenzen: Bosch & Schlegel

Christine Schlegel: Reservate abtrünniger Engel

Die Ausstellungsreihe Korrespondenzen
Das Herzstück der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien ist das Triptychon mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts von Hieronymus Bosch (um 1450/55 – 1516). Der dreiteilige Altar zählt zu den weltweit bedeutendsten Kunstwerken der Zeit um 1500 und ist das zweitgrößte Werk Boschs. Das Retabel gibt bis heute Rätsel auf und ist der unbestrittene Publikumsmagnet der Sammlung.
Die Ausstellungsreihe zeigt Korrespondenzen zwischen dem Werk des niederländischen Malers und dem anderer Künstler_innen auf und setzt in regelmäßiger Folge Kunstwerke zu seinem Weltgerichts-Triptychon in Beziehung. Es werden überraschende Verbindungen zwischen unter-schiedlichen Medien und Künstler_innen sichtbar, die Perspektive auf Bosch wechselt.

Christine Schlegel: Das verlorene Paradies, 2019 Öl auf Leinwand © Christine Schlegel, Foto: Erich Hussmann, Wien

Guided Tours

Korrespondenzen: Bosch & Schlegel

Kuratorinnenführung mit Direktorin Julia M. Nauhaus

14/04/202014/04/2020

16:30

Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien zu Gast im Theatermuseum

Lobkowitzpl. 2, 1010 Wien

Die Ausstellungsreihe Korrespondenzen
Das Herzstück der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien ist das Triptychon mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts von Hieronymus Bosch (um 1450/55 – 1516). Der dreiteilige Altar zählt zu den weltweit bedeutendsten Kunstwerken der Zeit um 1500 und ist das zweitgrößte Werk Boschs. Das Retabel gibt bis heute Rätsel auf und ist der unbestrittene Publikumsmagnet der Sammlung.
Die Ausstellungsreihe zeigt Korrespondenzen zwischen dem Werk des niederländischen Malers und dem anderer Künstler_innen auf und setzt in regelmäßiger Folge Kunstwerke zu seinem Weltgerichts-Triptychon in Beziehung. Es werden überraschende Verbindungen zwischen unter-schiedlichen Medien und Künstler_innen sichtbar, die Perspektive auf Bosch wechselt.

Christine Schlegel: Das verlorene Paradies, 2019 Öl auf Leinwand © Christine Schlegel, Foto: Erich Hussmann, Wien

Guided Tours

Korrespondenzen: Bosch & Schlegel

Künstlerinnengespräch mit Christine Schlegel

26/04/202026/04/2020

10:30

Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien zu Gast im Theatermuseum

Lobkowitzpl. 2, 1010 Wien

Die Ausstellungsreihe Korrespondenzen
Das Herzstück der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien ist das Triptychon mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts von Hieronymus Bosch (um 1450/55 – 1516). Der dreiteilige Altar zählt zu den weltweit bedeutendsten Kunstwerken der Zeit um 1500 und ist das zweitgrößte Werk Boschs. Das Retabel gibt bis heute Rätsel auf und ist der unbestrittene Publikumsmagnet der Sammlung.
Die Ausstellungsreihe zeigt Korrespondenzen zwischen dem Werk des niederländischen Malers und dem anderer Künstler_innen auf und setzt in regelmäßiger Folge Kunstwerke zu seinem Weltgerichts-Triptychon in Beziehung. Es werden überraschende Verbindungen zwischen unter-schiedlichen Medien und Künstler_innen sichtbar, die Perspektive auf Bosch wechselt.

Christine Schlegel: Der Falkner, 2019 Öl auf Leinwand © Christine Schlegel, Foto: Erich Hussmann, Wien

Ausstellung *Exhibition*

John Akomfrah

21/02/202019/04/2020

Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession

Friedrichstraße 12, 1010 Wien

Der Filmemacher und Drehbuchautor John Akomfrah untersucht in seinen atmosphärischen Filmen die Struktur von Erinnerung, die Erfahrungen von MigrantInnen in ihren Diasporen und die historischen, gesellschaftlichen und politischen Hintergründe des Postkolonialismus. Als Gründungsmitglied des einflussreichen Black Audio Film Collective (1982–1998) arbeitet er bis heute mit seinen Künstler­gefährten David Lawson und Lina Gopaul zusammen. Schon früh etablierte er den vielschichtigen visuellen Stil seiner filmischen Essays, für die er Archivmaterial aus verschiedenen historischen Epochen, Texte aus literarischen und klassischen Quellen und neu gefilmte Sequenzen kombiniert und auf poetische Weise ineinander schneidet. Seine filmischen Montagen widersetzen sich dabei stets einer einzelnen Erzählung oder historischen Chronologie.

John Akomfrah, Vertigo Sea, 2015, video installati

Ausstellung *Exhibition*

Michael E. Smith

21/02/202019/04/2020

Vereinigung bildender KünstlerInnen Secession

Friedrichstraße 12, 1010 Wien

Michael E. Smith produziert Skulpturen, Installationen, Objekt-Collagen und Videos; er setzt zum Teil interaktive Klanginstallationen ein und versteht den jeweiligen Ausstellungsraum als aktiven Dialogpartner bei der Entstehung der Ausstellung.
Smiths Arbeit löst mitunter Assoziationen zu Umweltzerstörung und dem Verschwinden von Lebensräumen – von Menschen und Tieren – aus. Sie verweist auf politische und soziale Erfahrungen, ökologische Krisen, kapitalistisches Konsumverhalten und Ressourcenverschwendung sowie auf Gewalt, Tod und soziale Ungerechtigkeit. Prägend ist bis heute seine Herkunft aus Detroit, einer Stadt, die prototypisch für den Niedergang der US-amerikanischen Wirtschaft und der Arbeiterschicht ist, in der aber gleichzeitig seit jeher eine vielfältige Musik- und Alternativkulturszene blüht.

Michael E. Smith, geboren 1977 in Detroit, lebt in Providence, Rhode Island, USA.

Michael E. Smith, Ausstellungsansicht Secession 2020, Foto: Oliver Ottenschläger

Ausstellung *Exhibition*

Van Gogh, Cézanne, Matisse, Hodler

Die Sammlung Hahnloser

22/02/202024/05/2020

Albertina

Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Die ALBERTINA widmet ihre Frühjahrsausstellung 2020 einer der bedeutendsten Privatsammlungen der französischen Moderne. Die Sammlung Hahnloser entstand zwischen 1905 und 1936 im engen freundschaftlichen Austausch zwischen dem Sammlerpaar Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler und ihren Künstlerfreunden, darunter Pierre Bonnard, Ferdinand Hodler, Henri Matisse und Félix Vallotton. Später wurden auch deren Vorläufer Cézanne, Renoir, Toulouse-Lautrec, Van Gogh u.a. Teil der Sammlung.

Mit rund 120 Werken präsentiert die Ausstellung in der ALBERTINA einen Überblick dieser international einzigartigen Sammlung der Moderne, und beleuchtet durch Leihgaben aus dem Kunstmuseum Bern oder dem Kunstmuseum Winterthur auch ihren kulturpolitisch vorbildhaften Aspekt.

Félix Vallotton The Violet Hat, 1907 Oil on canvas Permanent loan to Hahnloser/Jaeggli Foundation © Photo: Reto Pedrini, Zürich

Ausstellung *Exhibition*

ALLES WAR KLAR

7/03/20206/09/2020

Künstlerhaus

Karlsplatz 5, 1010 Wien

ALLES WAR KLAR thematisiert, wie sich die institutionellen Routinen über die letzten 150 Jahre der Geschichte des Künstlerhauses immer wieder hinterfragen lassen. Die Besucher*innen werden auf einen Rundgang durch insgesamt sieben Ausstellungsräume eingeladen, der einer sorgfältig entwickelten Dramaturgie folgt. Ein Zyklus der Metamorphose und zugleich Katharsis der neu zu etablierenden Institution wird sich schließen, bis sich die Unterscheidung und Wertigkeit von Vergangenheit und Zukunft allmählich auflöst.

Künstler*innen:
Anna Artaker, Thomas Baldischwyler (mit Werken von Willi Baumeister, Falm, Haus-Rucker-Co, Karl Hofer, Thomas Jeppe, Gustav Klimt, Martin Kippenberger, Elke Silvia Krystufek, Teresa Feodorowna Ries, Didi Sattmann, Hanns Wagula), Cäcilia Brown, Natalia Domínguez Rangel, Michaela Eichwald, Agata Ingarden,
Florian Aschka, Alexandru Cosarca, Georg Klüver-Pfandtner, Larissa Kopp, Adam Kraft, Max Schaffer, Toni Schmale, Wiener Perspektive / AG SPACE

Anna Artaker, Blume und Plastik, 19312020 Terrarium, Pflanzen, Mauerziegel

Ausstellung *Exhibition*

KUBUS

Ein partizipatives Projekt von Anke Armandi, Maria Grün und Lena Knilli Teilen

21/03/202011/04/2020

Künstlerhaus

Karlsplatz 5, 1010 Wien

KUBUS ist ein partizipatives Projekt von Anke Armandi, Maria Grün und Lena Knilli
Moderation: Tim Voss

KUBUS initiiert Gespräche über künstlerische Prozesse, Sichtweisen und Konzepte. Das KUBUS Team wählt zueinander assoziierte Werke von bis zu vier Künstler*innen aus und lädt Interessierte ein, hierauf mit weiteren Werken zu reagieren. In einem moderierten Gespräch vor Publikum entsteht eine Ausstellung in der Factory.

© Maria Grün, Mollusk, 2018

Eintritt frei

The Beginning. Kunst in Österreich 1945 bis 1980

13/03/20202/08/2020

Albertina Modern

Karlsplatz 5, 1010 Wien

Die Eröffnungsausstellung der ALBERTINA MODERN The Beginning. Kunst in Österreich 1945 bis 1980 bietet erstmals einen umfassenden Überblick einer der innovativsten Epochen österreichischer Kunstgeschichte. Die Schau präsentiert die wichtigsten Positionen an der Schwelle zur Postmoderne – vom Wiener Phantastischen Realismus über die frühe Abstraktion, den Wiener Aktionismus, die kinetische und konkrete Kunst sowie die österreichische Spielvariante der Popart bis zu dem für Wien so kennzeichnenden gesell­schafts­kritischen Realismus.

© Estate Robert Klemmer