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    Ausstellung

    Siegfried Zaworka

    Funktionale

    27/09/201924/09/2022

    mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

    Museumsplatz 1,
    1070 Wien

    Mit Siegfried Zaworka lädt das mumok erstmals einen österreichischen Künstler ein, die Wand im Foyer des Museums mit einer eigens dafür konzipierten Arbeit zu bespielen. Nach den fotobasierten Installationen von Cindy Sherman, Louise Lawler und Jeff Wall sind es bei Zaworka die Mittel der Malerei, die einer künstlerischen Befragung unterzogen werden. Unter dem Titel Funktionale arrangiert er eine Gruppe von auf bloße Leinwand gemalten Bildelementen zu einem temporären Wandbild, das mit der Wahrnehmung der Betrachter*innen ein raffiniertes Spiel treibt. Was auf den ersten Blick wie eine surreale Landschaft mit Gebirgskette, Tannenbaum und vegetabilen Formen anmutet, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als systematische Auseinandersetzung mit dem illusionistischen Potenzial der Malerei.

    Ausstellung

    MAK SCHAUSAMMLUNG WIEN 1900

    Design / Kunstgewerbe 1890-1938

    1/07/202031/07/2022

    MAK – Museum für angewandte Kunst

    Stubenring 5,
    1010 Wien

    Die Räume der Schausammlung sind von zeitgenössischen KünstlerInnen gestaltet und zeigen ausgewählte Highlights der MAK-Sammlung. In einem einzigartigen Zusammenspiel von künstlerischem Erbe und zeitgenössischen Interventionen werden die historischen Bestände in Szene gesetzt und laden in dieser speziellen Inszenierung zur eingehenden Betrachtung der Objekte ein.
    Thematisches Zentrum der Präsentation bildet das vielgestaltige Ringen um einen österreichischen modernen bürgerlich-demokratischen Stil. Als Secessionismus und Jugendstil bezeichnet, dient das Design und Kunstgewerbe dieser vibrierenden Zeit heute wie kein anderes der österreichischen Identitätsstiftung.

    ©MAK

    Ausstellung

    arm & reich

    5/11/202128/08/2022

    Dom Museum Wien

    Stephansplatz 6,
    1010 Wien

    Armut und Reichtum sind bei allen Gegensätzen kaum zu trennen: Der Reichtum weniger baut auf der Armut vieler auf. Ökonomische und soziale Ungleichheit hat verschiedenste Auswirkungen auf Lebensglück, Bildung und Gesundheit – ein Umstand, der während einer Pandemie besonders augenscheinlich wird.

    Die Ausstellung lotet die komplexen Facetten ungleicher Verteilung aus und folgt diesem zeitlosen Thema vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Mittels Zeichnung, Druckgrafik, Malerei, Fotografie und multimedialer Installationen werden Ausprägungen von Armut und Reichtum beleuchtet und vor allem auch ihre unauflösbare gegenseitige Bedingung thematisiert.

    Positionen von Lamia Maria Abillama, Iris Andraschek, Andrea Appiani, Joseph Beuys, Pieter Bruegel d. Ä., Alice Creischer, Friedl Dicker-Brandeis, Hermann Drawe, Albrecht Dürer, Peter Fendi, Thomas Feuerstein, Luca Giordano, Malek Gnaoui, Jim Goldberg, Nan Goldin, Lauren Greenfield, Georg Grosz, David Hammons, John Heartfield, Thomas Hirschhorn, Johann Baptist Höchle, Siggi Hofer, Johanna Kandl, Käthe Kollwitz, Hubert Lobnig, Meister S. H., Fernando Moleres, Michelangelo Pistoletto, Sigmar Polke, Lisl Ponger, Projeto Morrinho, Thomas Rentmeister, Oliver Ressler, Rembrandt van Rijn, Isa Rosenberger in Zusammenarbeit mit Martina Berisha, Margaret Carter und Martha Vollnhofer, Andreas Siekmann, Anna Skladmann, Klaus Staeck, Thomas Struth in Zusammenarbeit mit Obdachlosen, Rosemarie Trockel, Il Vecchietta, Ferdinand Georg Waldmüller, Albrecht Wild, Krzysztof Wodiczko, Paolo Woods sowie historische Künstler_innen, deren Namen nicht überliefert sind.

    Kuratorin: Johanna Schwanberg

    David Hammons, Bliz-aard Ball Sale, 1983. Courtesy Tilton Gallery, New York. Foto: Dawoud Bey.

    Ausstellung

    JOSEF HOFFMANN

    Fortschritt durch Schönheit

    15/12/202119/06/2022

    10:00—18:00

    MAK – Museum für angewandte Kunst

    Stubenring 5,
    1010 Wien

    Aus Anlass seines 150. Geburtstags dokumentiert die Ausstellung JOSEF HOFFMANN. Fortschritt durch Schönheit erstmals umfassend das Gesamtwerk des Architekten, Designers, Lehrers und Ausstellungsmachers Josef Hoffmann (1870–1956), einer der zentralen Figuren der Wiener Moderne und internationalen Lebensreformbewegung. Hoffmann kultivierte mit seiner unermüdlichen Entwurfsarbeit und Lehrtätigkeit ein exemplarisches Modell moderner Lebensweisen auf Basis einer handwerklich geprägten sowie künstlerisch ambitionierten Bau- und Produktkultur. Die Schau zeigt einen Querschnitt durch Hoffmanns revolutionäre Designs und seine wichtigsten Bauten, darunter das Palais Stoclet in Brüssel (1905–1911) oder das Sanatorium Purkersdorf (1904–1905).

    In Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien.

    © MAK

    THOMAS REINHOLD Rod, 2021 oil on canvas 90 x 110 cm
    Ausstellung

    LA VIE DE L‘ ESPACE Thomas REINHOLD

    7/04/202228/05/2022

    Christine König Galerie

    Schleifmühlgasse 1A, 1040 Wien

    Eröffnung: Donnerstag, 7. April 2022, 11 bis 20 Uhr

    „A steady drip, drip, drip“ heißt ein Album der amerikanischen Popband Sparks aus dem Jahr 2020. Ein beständiges Tropfen, Tropfen, Tropfen spielt aber auch eine Rolle in der künstlerischen Arbeit des Malers Thomas Reinhold, der eher selten einen Pinsel verwendet und stattdessen durch komplexe, minutiös arrangierte Schüttvorgänge die Farbe auf der Leinwand verteilt. Durch Schrägstellung des Malgrundes verwandeln sich Tropfen und Farbflecke in Schlieren, die sich wie Fäden von oben nach unten ziehen und die Bilder strukturieren. Doch es gibt auch flächige geometrische Elemente in diskreten Farben, bei denen ein dotteriges Gelb, zartes Violett und verschiedene Blautöne zwischen Azur und Kobalt hervorstechen. Nicht präzise Formen sollen hergestellt, sondern Annäherungswerte erzielt werden: „Ich will keine sterile Exaktheit!“ sagt Thomas Reinhold.

    All dies ist per definitionem ungegenständlich und, wie der Künstler betont, ohne farbsymbolische Komponente, obwohl Betrachterinnen und Betrachter bei längerer, kontemplativer Betrachtung der Bilder, darunter das Diptychon „Himmel und Hölle“ nach dem bekannten Faltspiel, traumhafte, geradezu halluzinatorische Eindrücke von exotischen Landschaften gewinnen könnten. Doch es geht Reinhold bei seinen neuen Arbeiten, die zum größten Teil im Jahr 2021 entstanden sind, nicht um ein elaboriertes Spiel zwischen Figuration und abstrakter Farben- und Formensprache, sondern um eine Überwindung traditioneller malerischer Raumkonzepte. Er zitiert den belgischen Schriftsteller Maurice Maeterlinck, der eine vierdimensionale Welt beschwört, „wo das Vorher, das Nachher, das Jetzt übereinander geschichtet sind wie fotografische Filme und von jeher gleichzeitig bestehen.“ Thomas Reinhold steuert die Verräumlichung der Malerei dadurch an, dass er in seinen Bildern fünf, sechs Schichten übereinanderlagert und den Betrachter „quasi im zeitlosen Zustand mit etwas konfrontiert, das über einen langen Zeitraum gemacht wurde. Und genau dieses Phänomen empfindet man dann als räumlich.“

    Ergänzt durch Tuschemalereien und eine 5-teilige Fotoserie aus den 1970er Jahren, die gewisse formale Prinzipien in der Kunst Thomas Reinholds gewissermaßen antizipiert, geht es bei den neuen Bildern um ein Aufsprengen des Raum-Zeit-Kontinuums, in dem sich der Mensch behaglich eingerichtet zu haben scheint. Um eine explosive Simultaneität, in welcher der Künstler eine Maeterlinck’sche Vierdimensionalität zu erkennen glaubt. Ähnliche transzendentale Erlebnisse hätten sich für ihn manchmal beim Hören von Musik eingestellt: „Etwa beim späten John Coltrane, wo die Klänge nicht mehr so dahinjagen, sondern stillzustehen scheinen. Wo man etwas Kompaktes spürt und die Musik sich wie eine Architektur im Raum entfaltet.“
    (Thomas Miessgang, 2022)

    THOMAS REINHOLD Rod, 2021 oil on canvas 90 x 110 cm

    Ausstellung

    Widerständige Musen. Delphine Seyrig und die feministischen Videokollektive im Frankreich der 1970er- und 1980er-Jahre

    7/04/20224/09/2022

    Kunsthalle Wien Museumsquartier

    Museumsplatz 1, 1070 Wien

    Kurator*innen: Nataša Petrešin-Bachelez, Giovanna Zapperi

    Künstler*innen: Fani Adam • Etel Adnan • Claire Atherton • Ti-Grace Atkinson • Florence Assouline • Mary Barnes • Cathy Bernheim • Danièle Bordes • Aloïse Corbaz • Francoise Dasques • Catherine Deudon • Micha Dell-Prane • Marguerite Duras • Éditions des Femmes • Anne Faisandier • Claire Goriot • Henriette Grindat • Ellsworth Kelly • Erica Lennard • Guy Le Querrec • Les Insoumuses • Babette Mangolte • Rosine Nusimovici • Ulrike Ottinger • Brigitte Pougeoise • Michèle Richer • Nadja Ringart • Yvette Roudy • Carole Roussopoulos • Paul Roussopoulos • Carlos Santos • Abraham Ségal • Delphine Seyrig • Valerie Solanas • Vidéa • Ioana Wieder • …

    Eine Kooperation mit dem Museo Reina Sofía Madrid und dem Württembergischen Kunstverein Stuttgart

    Widerständige Musen. Delphine Seyrig und die feministischen Videokollektive im Frankreich der 1970er- und 1980er-Jahre erforscht die Überschneidung zwischen den Geschichten des Kinos, des Videos und des Feminismus: Die Ausstellung beleuchtet ein Netzwerk kreativer und politischer Akteurinnen rund um die Schauspielerin, Regisseurin und Aktivistin Delphine Seyrig und entwirft so eine Geschichte des Feminismus als Mediengeschichte.

    Delphine Seyrig (1932–1990) erlangte Bekanntheit als Schauspielerin im französischen Autorenkino, etwa in Alain ResnaisLetztes Jahr in Marienbad (1961). Seit den 1970er-Jahren engagierte sie sich als Aktivistin in der feministischen Bewegung und arbeitete mit Filmemacherinnen wie Chantal Akerman, Marguerite Duras und Ulrike Ottinger zusammen. Um 1975 schloss sich Seyrig mit Carole Roussopoulos und Ioana Wieder zu dem Kollektiv Les Insoumuses (Die widerständigen Musen) zusammen und produzierte Videos, die zu einem emanzipatorischen Werkzeug und Medium des politischen Aktivismus wurden.

    Fotografien, Filme und andere Werke bedeutender Künstlerinnen und Filmerinnen wie Etel Adnan, Akerman, Duras, Babette Mangolte und Ottinger vermitteln die vielfältigen politischen Fragen und Forderungen, die in diesem historischen Moment gestellt wurden und bis in die Gegenwart nachwirken: Struktureller Sexismus in der Filmindustrie und die Unsichtbarkeit von Frauen* als Kulturproduzentinnen* und gesellschaftliche Akteurinnen* allgemein sind bestehende gravierende Missstände, in deren Kontext die Ausstellung zur hochaktuellen historischen Blaupause für die politische Formierung und erfolgreiche Selbstbestimmung von Frauen* wird.

    Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

    Cathy Bernheim, Delphine Seyrig filmt Où est-ce qu’on se “mai”? während der Demonstration zum 1. Mai 1976 in Paris (Detail), Courtesy Cathy Bernheim

    Ausstellung

    GÜNTER UMBERG

    Feld 2

    28/04/202230/07/2022

    Domgasse 6 – Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder

    Domgasse 6, 1010 Wien

    Günter Umbergs Malerei ist nicht auf das Format begrenzt. In seiner Ausstellung FELD 2 verschränkt er Architektur, Raum und Bild zu einer Situation, die das zentrale Thema in den Arbeiten des Künstlers sichtbar und erfahrbar macht: Die Beziehung zwischen dem Werk und seinen Betrachtern. Erst in dieser spezifischen
    Relation wird für Umberg die Existenz des Bildes geschaffen. Das autonome Werk ist nicht unabhängig vom Ort, sondern wird durch räumliche Gegebenheiten in ein enges Verhältnis mit den Rezipierenden gesetzt.

     

    Wie bereits in früheren Ausstellungen in der Städtischen Galerie im Städel, Frankfurt, der Secession, Wien oder im Museum moderner Kunst in Frankfurt, konstruiert Umberg für die Präsentation in der Domgasse einen räumlichen Kontext – ein architektonisches Raumgebilde, das sich förmlich in die Ausstellungsfläche einschiebt. Als umgehbares, skulpturales Objekt gestaltet, ohne selbst Werkträger im gewohnten Sinn zu sein, gliedert es den Ort in einzelne Bereiche. Die dadurch erzeugten Räume, Sichtachsen, vertikalen und horizontalen Setzungen lenken die Bewegungen und Blicke der Besucher. Sie sind mitbestimmend für die Dauer der Reflexion und bringen die Dimension von Zeitlichkeit, Nähe und Distanz in Umbergs Konzept ein. Der räumliche Eingriff, L-förmig und mit hohen Stellwänden, trennt die beiden im Raum gegenüber positionierten Arbeiten – eine Fotografie und ein monochromes Bild. Während dadurch eine gleichzeitige Betrachtung und Wechselwirkung verweigert wird, öffnen sich unvorhergesehene, neu eingenommene
    Perspektiven, die eine erweiterte Auseinandersetzung mit den Werken zulässt.

     

    Die ausgestellten Arbeiten fügen sich in Umbergs Konzept von Beziehungsgeflechten ein, in dem auch die monochromen Gemälde nur in einer physischen Erfahrung und Wahrnehmung existieren. Wählt man einen der beiden, durch das Stellwerk geschaffenen, Zugänge, trifft man auf eine Fotografie, die formal wie inhaltlich Bezug zum heterogenen, räumlichen Konstrukt nimmt. Sie zeigt Ein Bilderhaus, Umbergs spektakuläre Rauminstallation, die der Künstler 2004 für die Art Basel Unlimited geschaffen hat. Mit der eigenwilligen, großdimensionierten Holzkonstruktion, die Räume, Gänge und Strukturen schafft, aber kein
    eigenständiges Werk im herkömmlichen Sinn in sich aufnimmt, verhandelt Umberg Begriffe wie Präsenz, Anwesenheit und Abwesenheit, Erinnerung, Erwartung und Fantasie.

     

    Mit FELD 2 wird der Ausstellungsraum zu einem „Erfahrungsfeld“, zu einer „Architektur-Bild-Malerei“, die für Umberg mit ihrer gesamten räumlichen Konstruktion als Bildträger fungiert und als Metapher für seine Vorstellung von Bild gelesen werden kann.

     

     

    GÜNTER UMBERG, geboren 1942 in Bonn, lebt und arbeitet in Köln und Corberon, Frankreich.

     

    Courtesy Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder

    VERA KOX ((undulating))
    Ausstellung

    VERA KOX ((undulating))

    29/04/20224/06/2022

    KOENIG2 by_robbygreif

    Margaretenstraße 5, 1040 Wien

    Den menschlichen Körper als „Korallenriffe voller Polypen, Schwämme, Gorgonien, frei schwimmender Makrophagen, die ständig durch das Monsunklima aus feuchter Luft, Blut und Adern bewegt werden“ begreifen. Mit diesem Zitat von Alphonso Lingis führt uns die australische Theoretikerin Astrida Neimanis in ihre Vorstellung von menschlicher Existenz ein, die unseren Körper als Gewässer begreift, das potenzielle Zukünfte und alle möglichen Vergangenheiten in sich trägt. Dieses queere und fließende Verständnis unseres Daseins liegt ihrem Entwurf des „Hydrofeminismus“ zugrunde. Sie lädt uns ein, unsere Natur, unsere verworrene Genealogie und unser Körperverständnis als etwas zu überdenken, das durch die Substanz des Wassers grundlegend mit der Welt verbunden ist. Wir saugen auf, was wir gewesen sein könnten, was wir werden könnten oder wie sie es ausdrückt: “our bodies as carrier bags”.

    Dieser Gedanke des Aufsaugens oder Absorbierens findet sich auch in der Ausstellung von Vera Kox wieder. Die skulpturalen Elemente, die uns die Künstlerin in einer übergreifenden Installation präsentiert, stammen aus der Serie „… into deliquescence”, die in ihrer ersten Version für den Kunstverein Reutlingen entstand. Der Titel der Serie verweist auf den chemischen Prozess der Deliqueszenz. Hierbei nehmen wasserlösliche Substanzen, die der Luft ausgesetzt sind, atmosphärische Wassermoleküle auf und saugen sich voll. Haben diese Substanzen die Möglichkeit, unbegrenzt Wasser aufzunehmen, kann es zur völligen Auflösung kommen. Für ihre Ausstellung bei KOENIG2 erweitert Kox diesen Gedanken um die visuelle wie auch metaphorische Verflüssigung, die sanfte Wellen schlägt, sich anstößt und räumlich
    verändert.

    Bei der Betrachtung der Installation von Kox, fallen einem die gelblichen Schaumplatten auf, die im starken Kontrast zu den Elementen aus Glas und Keramik stehen. Sie sind klar als Industrieprodukt zu entlarven. Die große schwarze Skulptur in der Mitte des Raumes hingegen erinnert an überdimensionierte Häutungen, Abdruck nehmend von einem abwesenden, sich wandelnden Körper. Die organische Form und Textur der Skulptur vermittelt Flexibilität, Biegsamkeit und Veränderung und ist doch beim näheren Hinsehen hart, hohl und trocken. Ähnliche Täuschungen entstehen an anderen Stellen im Raum: An der Wand finden sich größere „Pfützen”, die tiefschwarz, nass glänzend und zäh triefend daher kommen und doch in sich erstarrt sind. Sowie die im Schaufenster abgelegten, weich wirkenden keramischen Häutungen. Kox gliedert zwei gegensätzliche Eigenschaften, Weichheit und Härte aneinander und verbindet sie.

    Die Werke der Bildhauerin stellen unsere Wahrnehmung auf die Probe und testen das Verhältnis der unterschiedlichen Werkstoffe, der Texturen – ob industriell oder handgemacht – sowie ihre Beziehungen zueinander. Kox befragt unser Verständnis und Verhältnis zu Materialität und Material. Ihre Objekte absorbieren unsere projizierten Ideen und lassen ihre Potenziale fluktuieren, sodass sie sich durch weitere Betrachtung ständig verändern – wie die Welt, in der unsere Körper aus Wasser sich in einem ständigen Zyklus der Veränderung befinden.

    Patrick C. Haas, 2022

    (This exhibition, curated by Patrick C. Haas, is a collaboration between KOENIG2 by_robbygreif, Vienna and Galleri Opdahl, Stavanger.)

    VERA KOX ((undulating))

    Ausstellung

    OPEN

    3/06/20222/10/2022

    Der Besuch der Heidi Horten Collection ist nur mit einem gültigen Time-Slot-Ticket möglich: www.hortencollection.com/tickets

    Heidi Horten Collection

    Hanuschgasse 3, 1010 Wien

    Mit OPEN feiert die Heidi Horten Collection die Eröffnung ihrer neuen Wirkungsstätte – einem eigens für die Sammlung geschaffenen Museum, das auf Wunsch und Initiative der Kunstsammlerin Heidi Goëss-Horten entstand.

    Courtesy Heidi Horten Collection

    Eröffnung

    Eröffnung: mixed up with others before we even begin

    Ausstellungseröffnung

    25/11/202225/11/2022

    19:00

    mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

    Museumsplatz 1,
    1070 Wien

    Die Ausstellung mixed up with others before we even begin fokussiert auf Formen von Kontamination und untersucht Denk- und Arbeitsmodelle, die innerhalb der gegenwärtigen visuellen Kultur unterschiedliche, teils gegensätzliche Einheiten miteinander in Beziehung bringen.

    Anhand aktueller künstlerischer Positionen, die in Dialog mit ausgewählten Werken der mumok Sammlung sowie mit Objekten der Sammlungen des Naturhistorischen Museums Wien treten, rückt die Mischform nicht nur als künstlerische, sondern auch als gesellschaftliche und politisch wirksame Leitlinie in den Vordergrund. Dabei geht es um Momente der Begegnung und des freundlichen Zusammenschlusses ebenso, wie um Momente des Aufeinanderprallens.

     

    Künstler*innen: Leilah Babirye, Mariana Castillo Deball, Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová, Nilbar Güreş, Nicolás Lamas, Slavs and Tatars

    Nilbar Güreş: Contaminated Pina Colada, 2021. Oil on canvas, 50 × 40 cm. Courtesy of the artist and Galerie Martin Janda, Vienna

    Ausstellung

    mixed up with others before we even begin

    26/11/202210/04/2023

    mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

    Museumsplatz 1,
    1070 Wien

    Die Ausstellung mixed up with others before we even begin fokussiert auf Formen von Kontamination und untersucht Denk- und Arbeitsmodelle, die innerhalb der gegenwärtigen visuellen Kultur unterschiedliche, teils gegensätzliche Einheiten miteinander in Beziehung bringen.

    Anhand aktueller künstlerischer Positionen, die in Dialog mit ausgewählten Werken der mumok Sammlung sowie mit Objekten der Sammlungen des Naturhistorischen Museums Wien treten, rückt die Mischform nicht nur als künstlerische, sondern auch als gesellschaftliche und politisch wirksame Leitlinie in den Vordergrund. Dabei geht es um Momente der Begegnung und des freundlichen Zusammenschlusses ebenso, wie um Momente des Aufeinanderprallens.

     

    Künstler*innen: Leilah Babirye, Mariana Castillo Deball, Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová, Nilbar Güreş, Nicolás Lamas, Slavs and Tatars

    Nilbar Güreş: Contaminated Pina Colada, 2021. Oil on canvas, 50 × 40 cm. Courtesy of the artist and Galerie Martin Janda, Vienna