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WIEN

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    Ausstellung

    Siegfried Zaworka

    Funktionale

    27/09/201924/09/2022

    mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

    Museumsplatz 1,
    1070 Wien

    Mit Siegfried Zaworka lädt das mumok erstmals einen österreichischen Künstler ein, die Wand im Foyer des Museums mit einer eigens dafür konzipierten Arbeit zu bespielen. Nach den fotobasierten Installationen von Cindy Sherman, Louise Lawler und Jeff Wall sind es bei Zaworka die Mittel der Malerei, die einer künstlerischen Befragung unterzogen werden. Unter dem Titel Funktionale arrangiert er eine Gruppe von auf bloße Leinwand gemalten Bildelementen zu einem temporären Wandbild, das mit der Wahrnehmung der Betrachter*innen ein raffiniertes Spiel treibt. Was auf den ersten Blick wie eine surreale Landschaft mit Gebirgskette, Tannenbaum und vegetabilen Formen anmutet, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als systematische Auseinandersetzung mit dem illusionistischen Potenzial der Malerei.

    Ausstellung

    MAK SCHAUSAMMLUNG WIEN 1900

    Design / Kunstgewerbe 1890-1938

    1/07/202031/07/2022

    MAK – Museum für angewandte Kunst

    Stubenring 5,
    1010 Wien

    Die Räume der Schausammlung sind von zeitgenössischen KünstlerInnen gestaltet und zeigen ausgewählte Highlights der MAK-Sammlung. In einem einzigartigen Zusammenspiel von künstlerischem Erbe und zeitgenössischen Interventionen werden die historischen Bestände in Szene gesetzt und laden in dieser speziellen Inszenierung zur eingehenden Betrachtung der Objekte ein.
    Thematisches Zentrum der Präsentation bildet das vielgestaltige Ringen um einen österreichischen modernen bürgerlich-demokratischen Stil. Als Secessionismus und Jugendstil bezeichnet, dient das Design und Kunstgewerbe dieser vibrierenden Zeit heute wie kein anderes der österreichischen Identitätsstiftung.

    ©MAK

    Corita Kent (Sister Corita) the sea queen, 1973
    Ausstellung

    Enjoy – die mumok Sammlung im Wandel

    19/06/202118/04/2022

    mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

    Museumsplatz 1,
    1070 Wien

    Zehn Jahre nach ihrer Antrittsausstellung Museum der Wünsche präsentiert Karola Kraus zusammen mit ihrem Team eine Sammlungsausstellung, die zentrale Schen- kungen und Ankäufe des letzten Jahrzehnts integriert, um die Sammlung in ihrer Entwicklung neu zu beleuchten. 20 Jahre nach der Eröffnung des mumok im Museums- Quartier und 40 Jahre nach Gründung der Österreichischen Ludwig-Stiftung ist diese Ausstellung Resümee und Ausblick zugleich. Sie ermöglicht die Rückschau auf die vergangenen Jahre und stellt neue Perspektiven zur Diskussion, auf deren Grundlage die zukünftige museale Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit gestaltet werden kann. Die Präsentation zielt darauf ab, die Kunstgeschichte seit der Moderne als einen lebendigen Prozess zu vermitteln, in dem sich gesellschaftspolitische, soziokulturelle und philosophische Entwicklungen und Diskurse – sowie deren Wandelbarkeit – widerspiegeln.

    Ausstellung

    SUSAN MEISELAS. MEDIATIONS

    16/09/202113/02/2022

    KUNST HAUS WIEN. Museum Hundertwasser

    Untere Weißgerber Straße 13, 1030 Wien

    Die US-amerikanische Fotografin Susan Meiselas setzt sich seit den 1970er-Jahren mit brisanten sozialen und politischen Themen auseinander. Im Zentrum ihrer Arbeit, die erstmals umfassend in Österreich gezeigt wird, stehen die Dokumentation von Kriegen, Revolutionen und humanitäre Krisen sowie die Auseinandersetzung mit kultureller Identität und Feminismus. Die Personale im KUNST HAUS WIEN zeigt unter anderem Meiselas’ frühe Serien Carnival Strippers (1972–1975) und Prince Street Girls (1975–1992) sowie die Installation Mediations (1978–1982) über die nicaraguanische Revolution. Ihre aktuelle Serie zu britischen Frauenhäusern wird ebenfalls in der Ausstellung präsentiert. A Room of Their Own (2015–2016) umfasst Fotos der Zufluchtsräume, aber auch Aussagen und Gegenstände der Bewohnerinnen.

    © Susan Meiselas / Magnum Photos

    Ausstellung

    The 80s. Die Kunst der 80er Jahre

    10/10/202113/02/2022

    Albertina Modern

    Karlsplatz 5, 1010 Wien

    Die 80er-Jahre sind das wichtigste Jahrzehnt für die Kunst unserer Zeit. Erstmals dominiert nicht mehr ein alles bestimmender Stil wie Abstraktion oder Pop Art. Die 80er sind geprägt von einem noch nie dagewesenen Stilpluralismus, der sich des Bildfundus vergangener Jahrhunderte bedient: Die 80er sind die Geburtsstunde der Postmoderne.

    Nach den Jahren von Minimalismus und Konzeptkunst befriedigen die Neuen Wilden mit ihrer neoexpressiven Malerei den Hunger nach Bildern. Jeff Koons entdeckt den Kitsch. Francesco Clemente bemüht die antike Mythologie, während Julian Schnabel mit seinen Materialcollagen das Ideal des reinen Bildes zertrümmert. Cindy Sherman und Robert Longo enttäuschen die Erwartungshaltung von permanenter künstlerischer Innovation und attackieren den Fetisch der Originalität von Kunst. Jean-Michel Basquiat und Keith Haring avancieren zum Inbegriff der nicht angepassten Kunst. Die feministische Kunst von Barbara Kruger und Jenny Holzer erklärt der männlichen Dominanz und der konsumfixierten amerikanischen Gesellschaft den Krieg. Und erstmals fügt sich die österreichische Kunst von Franz West, Brigitte Kowanz oder Erwin Wurm nahtlos in die internationale Kunst ihrer Zeit.

    Isolde Joham Electric Rider, 1981, Privatsammlung © Isolde Joham | Foto: Olga Pohankova

    Ausstellung

    Ana Hoffner ex-Prvulovic* & Belinda Kazeem-Kamiński

    22/10/20216/03/2022

    Kunsthalle Wien Museumsquartier

    Museumsplatz 1, 1070 Wien

    Die Kunsthalle Wien widmet den in Wien lebenden Künstlerinnen Ana Hoffner ex-Prvulovic* und Belinda Kazeem-Kamiński zwei Einzelausstellungen, die gleichzeitig in der oberen Halle der Kunsthalle Wien Museumsquartier zu sehen sind. Die Ausstellungen umfassen sowohl bestehende, für den Raum neu interpretierte Arbeiten als auch eigens für den Anlass geschaffene Werke.

    Ana Hoffner ex-Prvulovic* nimmt die Fabrikation von Geschichte, Erinnerung und Subjektivität unter die Lupe, wobei sie* darauf besteht, dass bei diesen Prozessen das Unbewusste am Werk ist. Entlang welcher Linien von Herrschaft und Ausschluss finden diese Prozesse statt? Welche Geschichten und Praktiken werden weggefegt und ausgelöscht? Wie könnten wir die frauenfeindlichen und rassistischen Vorurteile entschärfen, die in (westliche) offizielle Geschichten und Darstellungen eingebettet sind?

    Belinda Kazeem-Kamiński hinterfragt die Art und Weise, wie die Geschichte Schwarzer Menschen dargestellt und musealisiert wird, und setzt dabei vor allem bei der immer noch bestehenden Blindheit gegenüber den anhaltenden Folgen von Sklaverei und Kolonialisierung an. Kritische Theorie und künstlerische Praxis miteinander verschränkend, entwickelt sie Methoden und Rituale für die Auseinandersetzung und den Umgang mit den Spuren der repressiven kolonialen Vergangenheit, die dem Archivmaterial eingeschrieben sind – so versucht sie, dem Übersehenen und Unterdrückten eine Stimme zu geben.

    Ana Hoffner ex-Prvulovic*, Videostill aus Freud Film, Video Installation, 2019, Courtesy die Künstlerin

    Ausstellung

    arm & reich

    5/11/202128/08/2022

    Dom Museum Wien

    Stephansplatz 6,
    1010 Wien

    Armut und Reichtum sind bei allen Gegensätzen kaum zu trennen: Der Reichtum weniger baut auf der Armut vieler auf. Ökonomische und soziale Ungleichheit hat verschiedenste Auswirkungen auf Lebensglück, Bildung und Gesundheit – ein Umstand, der während einer Pandemie besonders augenscheinlich wird.

    Die Ausstellung lotet die komplexen Facetten ungleicher Verteilung aus und folgt diesem zeitlosen Thema vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Mittels Zeichnung, Druckgrafik, Malerei, Fotografie und multimedialer Installationen werden Ausprägungen von Armut und Reichtum beleuchtet und vor allem auch ihre unauflösbare gegenseitige Bedingung thematisiert.

    Positionen von Lamia Maria Abillama, Iris Andraschek, Andrea Appiani, Joseph Beuys, Pieter Bruegel d. Ä., Alice Creischer, Friedl Dicker-Brandeis, Hermann Drawe, Albrecht Dürer, Peter Fendi, Thomas Feuerstein, Luca Giordano, Malek Gnaoui, Jim Goldberg, Nan Goldin, Lauren Greenfield, Georg Grosz, David Hammons, John Heartfield, Thomas Hirschhorn, Johann Baptist Höchle, Siggi Hofer, Johanna Kandl, Käthe Kollwitz, Hubert Lobnig, Meister S. H., Fernando Moleres, Michelangelo Pistoletto, Sigmar Polke, Lisl Ponger, Projeto Morrinho, Thomas Rentmeister, Oliver Ressler, Rembrandt van Rijn, Isa Rosenberger in Zusammenarbeit mit Martina Berisha, Margaret Carter und Martha Vollnhofer, Andreas Siekmann, Anna Skladmann, Klaus Staeck, Thomas Struth in Zusammenarbeit mit Obdachlosen, Rosemarie Trockel, Il Vecchietta, Ferdinand Georg Waldmüller, Albrecht Wild, Krzysztof Wodiczko, Paolo Woods sowie historische Künstler_innen, deren Namen nicht überliefert sind.

    Kuratorin: Johanna Schwanberg

    David Hammons, Bliz-aard Ball Sale, 1983. Courtesy Tilton Gallery, New York. Foto: Dawoud Bey.

    Ausstellung

    Gruppenausstellung „connections unplugged, bodies rewired“

    10/11/202129/01/2022

    das weisse haus

    Hegelgasse 14,
    1010 Wien

    mit Johanna Bruckner, Debby Friday, Daniela Grabosch, Daniela Grabosch + Anna Thomas, Rindon Johnson, Sara Lanner, Martina Menegon, Hyeji Nam, Davinia-Ann Robinson und Ningli Zhu 

    kuratiert von Frederike Sperling

    Vor dem Hintergrund der zunehmenden, algorithmischen Steuerung unserer Körper und Beziehungen, spürt die performative Gruppenausstellung „connections unplugged, bodies rewired“ postdigitalen Intimitäten nach. Sich an Bruchstücke verworfener Datenfetzen schmiegend, flirtet sie mit Verschiedenartigkeiten und Inkongruenzen, die der vergeschlechtlichte und rassistische Algorithmus nicht zu greifen vermag. Die eingeladenen Künstler*innen navigieren zwischen digitalen und analogen Realitäten und eröffnen dabei Möglichkeitsräume für ungeschriebene Beziehungen, unlesbare Körper und komplexe Sinnlichkeit.

     

    Begleitprogramm

    09.11.2021, 20–21h
    Fortlaufende Performance als Teil von Hyeji Nams Multimedia-Installation „Fly like a worm, sing like a snail – however they left, with the rattling sound of the bones breaking down“

     

    12.11.2021, 19h
    „Intimate Illusions“, neue Performance von Sara Lanner

    Rindon Johnson und Daata Editions

    Ausstellung

    Do Nothing. Feel Everything.

    19/11/202120/02/2022

    Kunsthalle Wien Karlsplatz

    Treitlstraße 2, 1040 Wien

    Sich mit Wahnsinn oder Unvernunft zu befassen heißt, nicht nur über Formen des Bewusstseins, sondern auch über die Beschreibung historischer Denksysteme zu sprechen. Ob Wahnsinn nun als philosophisches bzw. spirituelles Phänomen oder als objektive medizinische Psychopathologie beschrieben wird: Bei diesen Vorstellungen handelt es sich nicht um bloße Funde, sondern um historische Sinnproduktionen. Wenn Wahnsinn also ein kulturelles Phänomen ist, muss die Heilung des Wahns nicht die einzige mögliche Antwort darauf sein.

    In diesem Zustand gemeinsamen Wahnsinns fragen wir uns, wie wir unser Befinden instrumentalisieren oder vielleicht daraus lernen können ‒ nicht um unseren Gewinn zu optimieren, sondern weil wir Menschen Verhaltensstrateg*innen sind und Lernen ein im Kern biologischer Prozess ist. Daher befasst sich diese Gruppenausstellung mit Kunstpraktiken aus verschiedenen Teilen der Welt, die Wahnsinn als eine Form des Wissens begreifen und Risikobereitschaft dann als Lernmethode nutzen, wenn etwas auf dem Spiel steht ‒ Praktiken, die durch vorsichtige Verletzungen zu heilen versuchen. Nicht vergessen dürfen wir jedoch, dass Wahnsinn nicht die Wahrheit über Kunst sagt oder umgekehrt. Wir müssen die Verbindungen zwischen beiden anerkennen, denn für Schwule, Butches, Feminist*innen, Junkies, Migrant*innen, Menschen ohne Papiere, Sexarbeiter*innen, Crips, HIV-Positive, Transsexuelle, Transgenderpersonen usw. kann das Verhältnis zu Kunst heute nur paranoid sein.

    Do Nothing. Feel Everything: I want to have enough luck, Foto: Lesley Braun

    Ausstellung

    Nairy Baghramian: Breath Holding Spell

    20/11/202123/01/2022

    Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession

    Friedrichstraße 12, 1010 Wien

    Nairy Baghramian setzt sich meist ausgehend vom menschlichen Körper mit den grundlegenden Fragen der Bildhauerei auseinander, entwirft mit ihren Skulpturen und Installationen jedoch ganz bewusst eine Antithese zum traditionellen Skulpturenbegriff. In ihrer künstlerischen Formensprache, Materialwahl und Herangehensweise dem Postminimalismus gleichermaßen nahe stehend wie der Konzeptkunst, nutzt die Künstlerin das Potential der Abstraktion, um komplexe Fragestellungen zu verhandeln und für sie eine ästhetisch formale Entsprechung zu finden. Baghramian selbst spricht dabei von „ambivalenter Abstraktion“. Ihre Arbeit thematisiert zeitliche, räumliche und soziale Beziehungen zu Sprache, Geschichte und Gegenwart mit Formen, die sich als Reaktion auf Kontextbedingungen oder die Prämissen eines bestimmten Mediums materialisieren.Ihre bildhauerischen Werke für den Innen- wie den Außenraum bestehen häufig aus mehreren Elementen und aus so unterschiedlichen Materialien wie Aluminium, Glas, pigmentiertem Wachs, Marmor, Porzellan, Kork und Epoxidharz. Organische Formen, die dicht gebündelt sind, ineinandergreifen, einander stützen, tragen oder aneinander lehnen, stellen ihre gegenseitige Abhängigkeit subtil und doch deutlich zur Schau. Die Korrelation oder Interdependenz der Objekte wird zudem durch den Einsatz von prothesenartigen Stützen und Zwingen unterstrichen, wobei vermeintliche Mängel der Arbeit immanent bleiben dürfen. „Meine Skulpturen sollen die Zweifel an ihnen mit formulieren.“ Das macht ihre Werke angreifbar und verletzlich, während die Hilfskonstruktionen zugleich auf ihre konzeptuelle temporäre Qualität und Veränderbarkeit verweisen.Baghramians Installationen und Skulpturen nehmen zum Ausgangspunkt stets einen Bezug auf Architektur, Geschichte und institutionellen Kontext des Ausstellungsortes, ohne dabei von diesem abhängig zu werden. 2017 beispielsweise wählte sie für ihre Arbeit Beliebte Stellen / Privileged Points für die Skulptur Projekte Münster mit einem barocken Schloss im Stadtzentrum einen sehr prominenten Ort. 1987 hatte Richard Serra hier eine mächtige, knapp sechs Meter in die Höhe ragende Vertikalstruktur aus Stahl errichtet. Während Serra seine auf die Fassade des Hauses bezugnehmende monumentale Skulptur mit der Absicht des permanenten Verbleibs auch nach der Ausstellungsdauer platziert hatte, thematisierte Baghramian mit ihrem raumgreifenden Arbeiten die zeitliche Begrenztheit des Ausstellungskonzepts. Baghramians Beitrag im repräsentativen Hof vor dem Schloss blieb bodennah und scheinbar unvollendet. Die feine, wie gekritzelte Linie, die ihre großzügig mit Farbe übergossene Bronzeskulptur in Form eines offenen Kreises beschrieb, erstreckte sich horizontal. Die noch nicht verschweißten Einzelelemente der gegossenen Bronzeskulptur wurden von verzinkten Stahl-Hilfskonstruktionen provisorisch in Position gehalten, während für die Installation im Hinterhof weitere lediglich mit Grundierung behandelte Elemente lose gestapelt lagen, aus denen potentiell weitere Beliebte Stellen zusammengesetzt werden konnten.Ein weiterer Wesenszug ist die räumliche Annäherung der Werke von der Peripherie, den Durchgängen und Korridoren hin zum Zentrum, wobei sie sich ihrer Umgebung eher einschreiben und eine Stelle markieren als den Raum zu dominieren. Mit ihren oft fragil wirkenden Skulpturen, die Stützung brauchen und so gesehen abhängig sind, stellt sich Baghramian stets auch der Konvention der selbstbewussten (männlichen) Pose, der dominanten Setzung, dem Anspruch des Immerwährenden entgegen.
    Nairy Baghramian, 1971 in Isfahan geboren, lebt und arbeitet in Berlin.

    Nairy Baghramian, Breathing Spell, 2017, Courtesy die Künstlerin und Marian Goodman Gallery, New York, Paris; kurimanzutto, Mexico City, New York

    Ausstellung

    Nora Turato I ri-mEm-buhr THuh mUHn-ee

    20/11/202123/01/2022

    Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession

    Friedrichstraße 12, 1010 Wien

    Nora Turato setzt sich in klangvollen Sprechperformances und aus gefundenem Textmaterial gefertigten typografischen Werken mit der Brüchigkeit der Sprache in heutigen Medienlandschaften auseinander. Sprache aus Büchern, Werbung, sozialen Medien und Alltagsgesprächen wird angeeignet und fließt in Performance-Texte und Arbeiten bildender Kunst von Wandmalereien und Videos bis hin zu Künstlerbüchern und Postern ein.

    Ihre Performances trägt sie mit einer scheinbar impulsiven und ungeplanten Dringlichkeit vor, die über die aufwändigen Forschungs- und Probenarbeiten hinwegtäuschen können, die ihnen jeweils zugrunde liegen. Zurzeit produziert sie zwei Performances von je etwa 20 Minuten Dauer pro Jahr, was es ihr erlaubt, aktuelle Trends, Redewendungen und sprachliche Muster, die sich in den Medien ausbreiten, aufzunehmen und die kulturellen und politischen Themen der Gegenwart aufzugreifen. Ihre Stimme, die sich durch großen Umfang und Flexibilität auszeichnet, setzt sie mit vielfältig wechselnden Tonlagen und Satzmelodien, Intensitäten und emotionalen Ausdrucksqualitäten ein, um bewegende theatralische Wirkungen zu erzielen.

    Turatos unverkennbar durch ihre Ausbildung als Grafikdesignerin geprägte bildende Kunst zieht mit plakativen typografischen Bildlösungen den Blick auf sich, in denen die Botschaften ihrer Sprechperformances und die Bildsprache heutiger Werbeslogans anklingen. So kann sie Formate vom kleinen, aber gehaltvollen Künstlerbuch bis zur werbetafelgroßen Wandarbeit bespielen, ohne Zugeständnisse bei der künstlerischen Qualität oder dem Nuancenreichtum ihrer Arbeiten zu machen.

    Obwohl ihr Werk und seine gewandte Auseinandersetzung mit heutiger Kultur unter vielen verschiedenen Gesichtspunkten analysiert und gedeutet werden können, ziehen oft vor allem Turatos Bühnenpräsenz – als Frau, deren Verhalten unvorhersehbar ist—und ihre abwechselnd donnernde, heulende und quiekende Stimme die Aufmerksamkeit der Kritik auf sich. So wird überdeutlich, dass allen Illusionen zum Trotz das Recht der Frau auf freie Rede selbst in angeblich fortschrittlichen Gesellschaften höchst umstritten bleibt.

    Nora Turato, Foto: Sabina Bösch, Zürich, Courtesy: the artist & Galerie Gregor Staiger, Zürich

    Ausstellung

    Sarah Rapson I Ode To Psyche

    20/11/202123/01/2022

    Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession

    Friedrichstraße 12, 1010 Wien

    Sarah Rapson

    Ode To Psyche

    20. November 2021 – 23. Januar 2022

    Die Kunstwerke einer kommenden Ausstellung im Untergeschoß der Secession werden vorwiegend irgendwo zwischen den Londoner Häusern von Sigmund Freud und John Keats entstanden sein. Sarah Rapson, deren Praxis kürzlich als eine Form des „romantischen Konzeptualismus“ beschrieben wurde, ist in Nord-London der 1960er und 1970er-Jahre aufgewachsen, ging in den 1980ern nach New York und kehre Jahrzehnte später nach England zurück, wo sie weiterhin ihr Material editiert.
    Ausstellung

    Nora Turato I ri-mEm-buhr THuh mUHn-ee

    20/11/202123/01/2022

    Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession

    Friedrichstraße 12, 1010 Wien

    Nora Turato

    ri-mEm-buhr THuh mUHn-ee

    20. November 2021 – 23. Januar 2022

     

    Nora Turato setzt sich in klangvollen Sprechperformances und aus gefundenem Textmaterial gefertigten typografischen Werken mit der Brüchigkeit der Sprache in heutigen Medienlandschaften auseinander. Sprache aus Büchern, Werbung, sozialen Medien und Alltagsgesprächen wird angeeignet und fließt in Performance-Texte und Arbeiten bildender Kunst von Wandmalereien und Videos bis hin zu Künstlerbüchern und Postern ein.Ihre Performances trägt sie mit einer scheinbar impulsiven und ungeplanten Dringlichkeit vor, die über die aufwändigen Forschungs- und Probenarbeiten hinwegtäuschen können, die ihnen jeweils zugrunde liegen. Zurzeit produziert sie zwei Performances von je etwa 20 Minuten Dauer pro Jahr, was es ihr erlaubt, aktuelle Trends, Redewendungen und sprachliche Muster, die sich in den Medien ausbreiten, aufzunehmen und die kulturellen und politischen Themen der Gegenwart aufzugreifen. Ihre Stimme, die sich durch großen Umfang und Flexibilität auszeichnet, setzt sie mit vielfältig wechselnden Tonlagen und Satzmelodien, Intensitäten und emotionalen Ausdrucksqualitäten ein, um bewegende theatralische Wirkungen zu erzielen.Turatos unverkennbar durch ihre Ausbildung als Grafikdesignerin geprägte bildende Kunst zieht mit plakativen typografischen Bildlösungen den Blick auf sich, in denen die Botschaften ihrer Sprechperformances und die Bildsprache heutiger Werbeslogans anklingen. So kann sie Formate vom kleinen, aber gehaltvollen Künstlerbuch bis zur werbetafelgroßen Wandarbeit bespielen, ohne Zugeständnisse bei der künstlerischen Qualität oder dem Nuancenreichtum ihrer Arbeiten zu machen.

    Obwohl ihr Werk und seine gewandte Auseinandersetzung mit heutiger Kultur unter vielen verschiedenen Gesichtspunkten analysiert und gedeutet werden können, ziehen oft vor allem Turatos Bühnenpräsenz – als Frau, deren Verhalten unvorhersehbar ist—und ihre abwechselnd donnernde, heulende und quiekende Stimme die Aufmerksamkeit der Kritik auf sich. So wird überdeutlich, dass allen Illusionen zum Trotz das Recht der Frau auf freie Rede selbst in angeblich fortschrittlichen Gesellschaften höchst umstritten bleibt.

    Ausstellung

    Wolfgang Tillmans. Schall ist flüssig

    27/11/202124/04/2022

    mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

    Museumsplatz 1,
    1070 Wien

    In Wolfgang Tillmans künstlerischer Arbeit kommt der Beobachtung von Menschen, deren Beziehungen zueinander und deren Verhältnis zu den Dingen, die sie umgeben, zentrale Bedeutung zu. Diese subjektiven Beziehungen und Modi der Wahrnehmung von Körpern, Bildern, Materialien oder Oberflächen ändern sich angesichts der aktuellen Gesundheitskrise, der Forderung nach Social Distancing sowie der Verlagerung unseres Alltags und Miteinanders in den virtuellen Raum massiv.

    Die Entwicklungen der letzten Monate beschleunigen die bereits seit geraumer Zeit zu beobachtende Mediatisierung unseres Alltags. Wir erleben räumliche Umstrukturierungen und mediale Veränderungen, die nicht zuletzt auch den Status der Fotografie und deren Verhältnis zu Materialität und Visualität betreffen

    Kuratiert von Matthias Michalka

    Wolfgang Tillmans Mond in Erdlicht, 1980 Courtesy of Galerie Buchholz, Maureen Paley, London, David Zwirner, New York

    Ausstellung

    Huang Po-Chih. Blue Elephant

    27/11/202127/02/2022

    mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

    Museumsplatz 1,
    1070 Wien

    Huang Po-Chih (*1980 in Taoyuan) gehört einer Generation von Künstler*innen an, die in einer Ära demokratischer Reformen und hohen Wirtschaftswachstums in Taiwan sozialisiert wurde. Seine multidisziplinäre Praxis, die diverse künstlerische Medien ebenso umfasst wie Literatur, Agrarwirtschaft, Textilmanufaktur und soziales Entrepreneurship, reflektiert den gewandelten Identitätsdiskurs Taiwans der letzten Jahrzehnte: von einer nach innen gerichteten, von der japanischen Besatzung, der Rolle im Kalten Krieg und den Souveränitätsansprüchen gegenüber der Volksrepublik China bestimmten Erzählung hin zu einer transnationalen Vision, die lokale, ostasiatische und globale Perspektiven gleichermaßen berücksichtigt.

    Im Mittelpunkt von Huang Po-Chihs Präsentation im mumok steht die mehrteilige Werkserie Production Line – Made in China & Made in Taiwan (2014–20). Ausgehend von seinem Essay Blue Skin: Mama’s Story (2011–13), in dem er das wechselvolle Arbeitsleben seiner Mutter schildert, thematisiert Huang darin den Aufstieg und Untergang der Textilproduktion in Taiwan und deren schrittweises Outsourcing.

    Kuratiert von Heike Eipeldauer

    Huang Po-Chih Seven People Crossing the Sea (video still), 2019-2021 4K video, color, sound courtesy CHAT Photo: Hoho Lin © Huang Po-Chih

    WASSEF BOUTROS - GHALI, Untitled, 2015, Acryl auf Leinwand, 38 x 38 inches | 96.5 x 96.5 cm
    Online

    Wassef Boutros-Ghali | LEVANTE

    3/12/202129/01/2022

    Christine König Galerie

    Schleifmühlgasse 1A, 1040 Wien

    kommende Ausstellung ab Freitag, 3. Dezember 2021 – zu sehen IRL nach Österreichs Lockdown #4
    Die Malerei von Wassef Boutros-Ghali verwendet eine luxuriöse Farbpalette, in der warme, ockerfarbene oder rot modulierte Kolorierungen genauso eingesetzt werden wie klirrendkalte Blaufärbungen. Er läßt Primärfarben auf seinen Leinwänden mit Komplementärfarben kollidieren, um Raum und Tiefe zu erzeugen und damit die in unendlicher Weite sich verlierende Topographie der mesopotamischen Wüstenlandschaften zu evozieren. Eine allzu starke Fokussierung auf Gegenständliches scheint es allerdings nicht zu sein: Boutros-Ghali’s Bilder wirken eher wie zwischen Abstraktion und Figuration oszillierende Hitzespiegelungen, in denen erkennbare Landschaften und geometrische Abstraktion faszinierende Allianzen eingehen. „Mein Ziel ist einfach, ein ästhetisches visuelles Equilibrium von geometrischen Formen und Farben zu erreichen“, sagt der Künstler selbst.
    Man kann die Kunst des 1924 in Kairo geborenen – und dort auch lebenden – Weltbürgers nicht einordnen, ohne seine Familiengeschichte mitzureflektieren: Die Politikerdynastie Boutros-Ghali ist seit vielen Jahrzehnten Mitgestalterin der ägyptischen wie auch der internationalen Politik: Sein Großvater Boutros Ghali Pasha war Premierminister, sein Bruder Boutros Generalsekretär der Vereinten Nationen. Wassef, der in europäischen Eliteninstitutionen ausgebildet wurde und auch lange in den USA lebte, entschied sich für eine künstlerische Karriere, in der er sowohl als Maler wie auch als Architekt exzellierte. Sein Vorbild in Bezug auf modernistische Konsequenz war Le Corbusier, aus seiner Malerei lassen sich auch Ähnlichkeiten zur formalen Abstraktion von Josef Albers oder Ellsworth Kelly herauslesen. Doch greifen solch vermeintliche Analogien zu kurz. In Wassef Boutros-Ghali’s Malerei spielt noch eine Tradition mit, die man als levantinische Abstraktion bezeichnen könnte und die man auch bei Salida Douaihy und Etel Adnan findet. Eine Tradition, die in einer Epoche der gesellschaftspolitischen Verwerfungen und der kriegerischen Auseinandersetzungen, das postkoloniale Subjekt als abstraktes konzipiert und die biographische Erfahrung des Kolonialismus als einer der radikalsten und unmenschlichsten Formen der Herrschaft in den künstlerischen Prozess einbezieht.
    So erscheint es viel ergiebiger, die Traumlandschaften und Farbfeldspiele von Wassef Boutros-Ghali nicht als Kopie, Übersetzung oder Verzerrung der euroamerikanischen Avantgarde zu begreifen, sondern als eine ´alternative Moderne`, die sein ganzes Leben bestimmt hat und an deren ästhetischer Durchleuchtung er konsequent bis heute arbeitet – ganz egal, in welcher Weltregion er gerade lebt und tätig ist. „Man muss nur an die willkürlichen Grenzen denken,“ schreibt der Kurator Kaleem Hawa, „mit denen die imperialistischen Mächte ‚den Orient‘ definiert haben, um zu verstehen, warum Struktur für einen arabischen Künstler so wichtig ist.“
    (zit. Thomas Miessgang, 2021)

    WASSEF BOUTROS - GHALI, Untitled, 2015, Acryl auf Leinwand, 38 x 38 inches | 96.5 x 96.5 cm

    Online

    JOSEF HOFFMANN

    Fortschritt durch Schönheit

    15/12/202119/06/2022

    10:00—18:00

    MAK – Museum für angewandte Kunst

    Stubenring 5,
    1010 Wien

    Aus Anlass seines 150. Geburtstags dokumentiert die Ausstellung JOSEF HOFFMANN. Fortschritt durch Schönheit erstmals umfassend das Gesamtwerk des Architekten, Designers, Lehrers und Ausstellungsmachers Josef Hoffmann (1870–1956), einer der zentralen Figuren der Wiener Moderne und internationalen Lebensreformbewegung. Hoffmann kultivierte mit seiner unermüdlichen Entwurfsarbeit und Lehrtätigkeit ein exemplarisches Modell moderner Lebensweisen auf Basis einer handwerklich geprägten sowie künstlerisch ambitionierten Bau- und Produktkultur. Die Schau zeigt einen Querschnitt durch Hoffmanns revolutionäre Designs und seine wichtigsten Bauten, darunter das Palais Stoclet in Brüssel (1905–1911) oder das Sanatorium Purkersdorf (1904–1905).

    In Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien.

    © MAK