Vienna Art WeekAgenda
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Ausstellung *Exhibition*

Family Matters

4/10/201930/08/2020

Dom Museum

Stefansplatz 6, 1010 Wien

Dom Museum Wien Foto: Hertha Hurnaus, Dom Museum Wien Johanna Schwanberg Foto: Lena Deinhardstein, Dom Museum Wien
Ausgehend von dem Wandel, den der Begriff „Familie“ durchlebt, geht die Ausstellung der Frage nach, wie sich Familienkonstellationen, ihre Bedingungen und Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft in der Kunst spiegeln. Von der Einelternfamilie über Sippenverbände bis zu „gewählten“ Familien zeigt sich durch die Epochen und Medien – Plastik, Grafik, Malerei, Fotografie und Videokunst – ein vielschichtiges Bild von dem, was Familie sein kann.   Mit Werken von: Uli Aigner, Iris Andraschek, Hans Op de Beeck, Elinor Carucci, Josef Franz Danhauser, Carola Dertnig, Johannes Deutsch, VALIE EXPORT, Peter Fendi, Weronika Gęsicka, Leander Kaiser, Angelika Kauffmann, Käthe Kollwitz, Nina Kovacheva, Maria Lassnig, Iris Legendre, Ferdinand Mallitsch, Katharina Mayer, Giovanni Battista Pittoni, Sam Jinks, Johann Matthias Ranftl, Neo Rauch, Judith Samen, August Sander, Johann Martin („Kremser“) Schmidt, Annegret Soltau, Carl Spitzweg, Jacopo Tintoretto, Ferdinand Georg Waldmüller u. a.

Dom Museum Wien Foto: Hertha Hurnaus, Dom Museum Wien Johanna Schwanberg Foto: Lena Deinhardstein, Dom Museum Wien

Ausstellung *Exhibition*

Fokus Favoriten

21/09/20191/09/2020

Kunst im öffentlichen Raum | Favoritenstraße

Sonnwendplatz, Favoritenstraße 76 bis Viktor-Adler-Markt, 1100 Wien

Wien wächst! Unaufhaltsam reiht sich ein neues Stadtentwicklungsgebiet an das nächste. Rund um den Hauptbahnhof entsteht das Sonnwendviertel mit Wohnungen, Hotels und Bürotürmen. Die Altbauten des traditionellen Arbeiterbezirks Favoriten warten indes noch auf ihre Wiederentdeckung. Im Rahmen der Ausstellung „Fokus Favoriten“, die den Blick auf den Wandel im Bezirk lenkt, wurden internationale Kunstschaffende eingeladen, die Situation aufzugreifen. Sechs künstlerische Projekte befragen die Bevölkerung, geben deren Antworten, ihrer Musik und ihren Interessen eine neue ästhetische Form. Die Arbeiten transformieren die Orte entlang der Favoritenstraße vom Sonnwendplatz bis zum Viktor-Adler-Markt. In Geschäften und auf der Straße finden Performances von Julia Bünnagel, Beteiligungsprojekte vom Department für öffentliche Erscheinungen und Britta Thie sowie musikalische Darbietungen von Akteuren rund um Ines Doujak statt. Am Viktor-Adler-Markt entsteht eine interaktive Lichtinstallation von Alicia Framis und am Sonnwendplatz platziert das Atelier Van Lieshout Objekte.
Ausstellung *Exhibition*

Künstlergespräch

Synästhesie

22/11/201930/10/2020

Nitsch Foundation

Hegelgasse 5, 1010 Wien

Hermann Nitsch o.T. Multimedia Collage auf Papier 83 x 88 cm 2010 Foto: Manfred Thumberger ©Atelier Hermann Nitsch
„meine arbeit soll eine schule des lebens, der wahrnehmung und der empfindung sein und mit allen fünf sinnen erfahren werden“   Hermann Nitsch entwickelt Kunst, die auf Harmonie aufbaut. Ob in der Musik oder in der Malerei, in beiden Fällen spricht Nitsch von Farben und Tönen, von Harmonien und Dissonanzen. Während seiner Frankfurter Lehrtätigkeit erarbeitete Hermann Nitsch mit seinen Studenten „farb- und formversuche“. Die entstandenen „Farbskalen“ veranschaulichten harmonische Verhältnisse und Konstellationen, die auch wesentlicher Bestandteil des Orgien Mysterien Theaters sind. Diese bestehen nicht nur innerhalb eines Mediums, den Farben sind im synästhetischen Sinn Töne, Geschmacks- und Geruchswerte zuzuordnen. Erst die Synästhesie der Sinneseindrücke führt zum Erleben des Gesamtkunstwerks. Die Nitsch Foundation greift mit dieser Ausstellung den Synästhesiegedanken des Orgien Mysterien Theaters auf und spürt der Bedeutung des Zusammenspiels der Sinneseindrücke in Hermann Nitschs Arbeit nach.   Zur Eröffnung wird naturreiner Nitsch-Wein aus Prinzendorf ausgeschenkt.

Hermann Nitsch o.T. Multimedia Collage auf Papier 83 x 88 cm 2010 Foto: Manfred Thumberger ©Atelier Hermann Nitsch

Ausstellung *Exhibition*

And if I devoted my life to one of its feathers?

30/05/202027/09/2020

Kunsthalle Wien Museumsquartier

Museumsplatz 1, 1070 Wien

Eine gemeinsame Ausstellung der Kunsthalle Wien und der Wiener Festwochen

Die Ausstellung And if I devoted my life to one of its feathers?, ein gemeinsames Projekt der Kunsthalle Wien und der Wiener Festwochen, reflektiert Kämpfe ums kollektive Überleben und Prozesse der Wiederherstellung sozialer Bindungen – Bindungen, die von Frauenfeindlichkeit, Kolonialismus und imperialer Gewalt unterbrochen wurden. Die Ausstellung bringt rund 35 Künstler*innen und Kunstwerke aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten zusammen, um ein Gespräch über Selbstbestimmung, sozialen und ökologischen Wandel zu initiieren. Die gezeigten Arbeiten sind Antworten auf den rasenden Rohstoffabbau und die Umweltzerstörung des Neoliberalismus: Indigene Positionen durchbrechen das koloniale Erbe und postulieren kollektive Rechte. Werke erzählen von solidarischen Begegnungen im Kampf gegen Kapitalismus und staatliche Unterdrückung. Anthropozentrische und heteropatriarchale Fantasien, die den Menschen als dominante Lebensform auf unserem Planeten annehmen, werden in Frage gestellt. Die Vielfalt von Lebensentwürfen wird zurückerobert.

Künstler*innen: Babi Badalov • Denilson Baniwa • Patricia Belli • Amoako Boafo • Giuseppe Campuzano • Manuel Chavajay • Chto Delat? • Annalee Davis • Jim Denomie • María Galindo • Nilbar Güreş • Sheroanawe Hakihiiwe • Hiwa K • Karrabing Film Collective • Prabhakar Pachpute • Cecilia Vicuña • Santiago Yahuarcani • …

Kurator: Miguel A. López

Jim Denomie, Standing Rock, 2016, Courtesy der Künstler

Ausstellung *Exhibition*

Ana Hoffner ex-Prvulovic* & Belinda Kazeem-Kamiński

10/06/20204/10/2020

Kunsthalle Wien Museumsquartier

Museumsplatz 1, 1070 Wien

Die Präsentation der Arbeiten von Ana Hoffner ex-Prvulovic* und Belinda Kazeem-Kamiński in der Kunsthalle Wien ist für beide Künstlerinnen die erste institutionelle Einzelausstellung in der Stadt. Gemeinsam ist Ana Hoffner ex-Prvulovic* und Belinda Kazeem-Kamiński das Interesse daran, dominante Auffassungen von Geschichte und Erinnerung zu hinterfragen. Sie untersuchen deren heteronormative, imperialistische und koloniale Determinanten sowie psychologische und räumliche Ausdrucksformen, die sich etwa in politischen Organisationen, der Produktion von Wissen oder der Prägung des Blicks konkretisieren. Sie entwickeln künstlerische Strategien, um den Prozess der Erinnerung zu verwandeln und seine linear rückwärtsgerichtete Bahn aufzubrechen: Sie lesen Archivmaterialien immer wieder neu, interpretieren und erzählen persönliche Geschichten immer wieder anders, verkörpern sie und sprengen so den Rahmen jeder dokumentarischen Funktion, indem sie Fiktion und Beschreibung, Fantasie und Analyse ineinander verweben. Ihre Arbeiten sind queere Räume der Projektion und Desidentifikation, die ihre Energie aus dekolonialem Denken beziehen. So evozieren sie nicht nur die Gewalt, die überkommenen postkolonialen und gender-binären Geschichten innewohnt, sondern wirken auch aktiv auf ihre grundlegende Umbildung hin. Ana Hoffner ex-Prvulovic*s Filme, Installationen, Performances und Texte entwerfen eine ästhetische und politische Neudefinition imperialistischer/kolonialer und binärer/geschlechtlich kodierter Beziehungen – insbesondere in den Bereichen von Erinnerung und Identitätspolitik, wie sie in der jüngeren Geschichte und im Rahmen der gegenwärtigen visuellen Produktion am Werk sind. In ihren performativen und queeren Untersuchungen richtet die Künstlerin, Forscherin und Autorin ihr Augenmerk insbesondere auf Momente der Abweichung, Subversion, Krisis und Widerspenstigkeit. Die Stimmen wirklicher oder imaginärer anderer werden in ihren Arbeiten verkörpert, nachgespielt, nachinszeniert, neu erzählt und kommentiert, um so queere Formen von Distanz und Nähe, Rückzug und Intimität, Affekt und Analyse, Objektivität und Projektion hervorzubringen. Die Künstlerin und Autorin Belinda Kazeem-Kamiński stellt die heute üblichen Regimes der Musealisierung schwarzer Geschichte, der Darstellung und Indexierung schwarzer Menschen in Frage. Sie sind strukturell und psychologisch in den „Nachleben der Sklaverei“ (Christina Sharpe) gefangen und sehen sich generalisierter und essenzialisierter Schwarzenfeindlichkeit ausgesetzt. In einer Verknüpfung von kritischer Theorie und künstlerischer Praxis erfindet Belinda Kazeem-Kamiński Methoden und Rituale für die Betrachtung von und den Umgang mit fotografischen und textuellen Spuren der quälenden Last der Kolonialgeschichte und leiht so dem Verdeckten und Unterdrückten ihre Stimme. Ihre Filme und Installationen bringen eine antirassistische und gewaltfreie Praxis zum Einsatz, deren Wurzeln in schwarzer queerer feministischer Theorie, spekulativem Realismus und afrikanischen Futurismen liegen. Kuratorin: Anne Faucheret

Belinda Kazeem-Kamiński, Unearthing. In Conversation, Filmstill, 2017, Courtesy die Künstlerin

Ausstellung *Exhibition*

SHOW OFF: Austrian Fashion Design

14/02/202012/07/2020

MAK - Museum für angewandte Kunst

Stubenring 5, 1010 Wien

Zeitgenössische Mode designed/made in Austria steht im Fokus der ersten umfassenden Großausstellung zu österreichischem Modedesign. Eine Zeitreise durch das Modedesign mit all seinen Facetten von den 1980er Jahren bis heute zeigt das vielfältige Spektrum von DesignerInnen, die aus Österreich stammen, hier arbeiten oder hier eine Modeausbildung absolviert haben. Eingebettet in eine spektakuläre, raumgreifende Installation von Architekt Gregor Eichinger, macht SHOW OFF. Austrian Fashion Design auf mehreren Ebenen das künstlerische Schaffen kreativer Disziplinen im Kontext Mode erlebbar. Das Objekt Mode in Form des Kleidungsstücks wird durch signifikante Modepositionen von rund 60 DesignerInnen der letzten vier Jahrzehnte inszeniert. Dabei setzt die Ausstellung beim Spätwerk von Rudi Gernreich, dessen Entwürfe aus Los Angeles Ende der 1970er Jahre den globalen Zugang zur Mode revolutionierten, und der Wiener U-Mode mit ihren damaligen Stars wie Ledea Muard, Marc Thomas Merz oder Schella Kann an. Wiener Kultlabels wie Wendy&Jim und fabrics interseason, „big player“ Andreas Kronthaler, seit zwei Jahren Teil des Labels „Andreas Kronthaler für Vivienne Westwood“, und die renommierte jüngere Generation – in der Ausstellung beispielsweise vertreten durch Kenneth Ize – tragen zur Formierung einer vielschichtigen, international verankerten Szene bei. Susanne Bisovsky arbeitet in ihrem Wiener Salon seit 1996 an außer-gewöhnlichen Kreationen, die in der Ausstellung zu sehen sind. Ergänzend geben Werke von 30 FotografInnen Einblick in die österreichische Modefotografie. Einen Eindruck zur sozialen und kulturellen Wahrnehmung des Phänomens Mode geben Dokumentationen zu legendären und prägenden Events, Magazine und Interviews. Die einzigartige Modeausbildung an der Universität für angewandte Kunst Wien vervollständigt den Erzählstrang der Ausstellung. Beginnend mit dem Innovations-Schub unter Rektor Oswald Oberhuber zu Beginn der 1980er Jahre und dem ersten „Modeprofessor“ Karl Lagerfeld, dem weitere Topstars wie Vivienne Westwood, Helmut Lang, Raf Simons und aktuell Lucie und Luke Meier folgen, werden die Highlights der international renommierten Modeausbildung an der „Angewandten“ präsentiert.

Teilnehmende DesignerInnen

___fabrics interseason, AND_i , Andreas Kronthaler, Arthur Arbesser, ASSASYN, Atil Kutoglu, Awareness & Consciousness, Bless, BRANDMAIR, Carol Christian Poell, Carolin Holzhuber, Christoph Rumpf, Claudia Rosa Lukas, DEMIAN, Edwina Hörl, Eric Rainer, EVA BLUT, FATEEVA, Femme Maison, Flora Miranda, FLorian Jewelry, George Bezani, GON, Gregor Pirouzi, Hartmann Nordenholz, Helmut Lang, House of the very island’s, Jana Wieland, Karin Bergmayer, Kenneth Ize, Ledea Muard, Lena Hoschek, Leos, Ludwig Reiter, Macchu Picchu, Marc Thomas Merz, Marina Hoermanseder, Mark Baigent, Markus Strasser, Maximilian Rittler, meshit, Michaela Buerger, MICHEL MAYER, Modus Vivendi, Mühlbauer, Natalie Zipfl, ODEEH, pelican avenue, Petar Petrov, Peter Pilotto, Rani Bageria, Robert La Roche, rosa mosa, Rubin & Chapelle, Rudi Gernreich, SAGAN Vienna, Schella Kann, SEMI DEI, Sissy Pink, Sonja Bischur, SUSANNE BISOVSKY, Thomas Kirchgrabner, Ute Ploier, Wendy&Jim

Teilnehmende FotografInnen

Christian Anwander, Andreas H. Bitesnich, Bela Borsodi, Michael Dürr, Marina Faust, Lukas Gansterer, Peter Garmusch, Irina Gavrich, Mark Glassner, Yasmina Haddad, Gerhard Heller, Anaïs Horn, Raphael Just, Jakob Lena Knebl, Bettina Komenda, Rudi Molacek, Markus Morianz, Stefanie Moshammer, Elsa Okazaki, Günter Parth, Bernd Preiml, Rafaela Pröll, Hanna Putz, Peter Rigaud, Markus Rössle, Elfie Semotan, Daliah Spiegel, Udo Titz, Helga Traxler, Esther Vörösmarty, Jork Weismann, Erwin Wurm, Wolfgang Zac, Maria Ziegelböck Gastkuratorin: Ulrike Tschabitzer-Handler Gast-Co-Kurator: Andreas Bergbaur Wissenschaftliche Beratung: Brigitte Winkler Ausstellungsarchitektur: Gregor Eichinger

Schella Kann, Lederoutfit, FW 92 © Rudi Molacek

Ausstellung *Exhibition*

Gelebt – Ingeborg Strobl

Ingeborg Strobl

6/03/202026/07/2020

10:00

mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

Museumsplatz 1, 1070 Wien

+43-1-525 00-0

Ingeborg Strobl ohne Titel, 2014 mumok, Schenkung Ingeborg Strobl, 2017 © Bildrecht, Wien 2020, Foto: © Ingeborg Strobl

Ingeborg Strobls Arbeit steht in der Tradition konzeptueller und medienübergreifender Kunst. In ihren Objekten, Installationen, Collagen, Malereien, Fotografien, Filmen und Publikationen nehmen Natur- und Tiermotive als Spiegelbilder des Gesellschaftlichen eine zentrale Rolle ein. Auch zeigt sich in ihrem Werk eine Vorliebe für das Randständige, Verborgene, das allzu leicht Übersehene oder Verdrängte, sowie eine damit verknüpfte Abneigung gegen Produktions- und Konsumwahn. Schwerpunkte innerhalb der Ausstellung bilden die - bisher selten gezeigten - frühen keramischen Arbeiten, die während der Studienzeit in London entstanden sind. Strobls Sinn für die im Vergänglichen verborgene Schönheit, bzw. für die Hinfälligkeit aller Pracht manifestiert sich bereits in diesen frühen Arbeiten. In einer Vielzahl von detailliert ausgeführten Buntstiftzeichnungen übersetzt sie den surrealen Illusionismus der Keramiken ins Bildhafte. Ihr immer wieder durchschlagendes Interesse, an Verfall, Tod und Vergänglichkeit - etwa in den zahlreichen Friedhofsfotos - ist, fernab jeder Weltflucht, als feinsinnige Studie über die Lebenden sowie als Interesse am Gegenwärtigen und Kommenden zu werten. Strobl hat dem mumok ihr Archiv mit zahlreichen Werken und Drucksorten als Schenkung überlassen welcher einen repräsentativen Einblick in ihr umfangreiches Oeuvre gibt.

Kuratiert von Rainer Fuchs

Ingeborg Strobl ohne Titel, 2014 mumok, Schenkung Ingeborg Strobl, 2017 © Bildrecht, Wien 2020, Foto: © Ingeborg Strobl

Ausstellung *Exhibition*

Steve Reinke. Butter

Steve Reinke

6/03/202021/06/2020

10:00

mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

Museumsplatz 1,1070 Wien

+43-1-525 00-0

Steve Reinke Strong Corpse Weak Ghost, 2019 Siebdruck (Unikat) / Unique silkscreen print, 76,2 × 55,9 cm Courtesy der Künstler und Galerie / courtesy of the artist and gallery Isabella Bortolozzi, Berlin und / and Western Exhibitions, Chicago, © James Prinz

"My work wants me dead, I know. It is all it ever talks about", schreibt Steve Reinke in einem Briefwechsel anlässlich seiner Ausstellung im mumok. Tod und Leben, Empathie und Grausamkeit, Sex und Intimität – es sind die „großen“ Fragen, die den Künstler in seiner Arbeit beschäftigen. In bester nietzscheanischer Manier betrachtet Reinke den Menschen allerdings nicht als politisches oder moralisches Wesen, sondern als Spielball mikrobiotischer Agenden: Anstelle eines freudianischen Ichs oder Es bestimmen in seinen Videos Bakterien, Plazenta und Plankton den Lauf der Welt. „Kultur“ beschreibt nicht humanistische Exzellenz, sondern Leben aus der Petrischale. In seiner ersten musealen Einzelpräsentation zeigt Reinke eine neue Videoarbeit (An Arrow Pointing to a Hole) sowie eine Auswahl von Textbildern und Stickereien, die auf paradox präzise Weise von Kontrollverlust, Formlosigkeit und Selbstvergessenheit erzählen.

Kuratiert von Manuela Ammer

Steve Reinke Strong Corpse Weak Ghost, 2019 Siebdruck (Unikat) / Unique silkscreen print, 76,2 × 55,9 cm Courtesy der Künstler und Galerie / courtesy of the artist and gallery Isabella Bortolozzi, Berlin und / and Western Exhibitions, Chicago, © James Prinz

Ausstellung *Exhibition*

ALLES WAR KLAR

7/03/20206/09/2020

Künstlerhaus

Karlsplatz 5, 1010 Wien

ALLES WAR KLAR thematisiert, wie sich die institutionellen Routinen über die letzten 150 Jahre der Geschichte des Künstlerhauses immer wieder hinterfragen lassen. Die Besucher*innen werden auf einen Rundgang durch insgesamt sieben Ausstellungsräume eingeladen, der einer sorgfältig entwickelten Dramaturgie folgt. Ein Zyklus der Metamorphose und zugleich Katharsis der neu zu etablierenden Institution wird sich schließen, bis sich die Unterscheidung und Wertigkeit von Vergangenheit und Zukunft allmählich auflöst.

Künstler*innen:
Anna Artaker, Thomas Baldischwyler (mit Werken von Willi Baumeister, Falm, Haus-Rucker-Co, Karl Hofer, Thomas Jeppe, Gustav Klimt, Martin Kippenberger, Elke Silvia Krystufek, Teresa Feodorowna Ries, Didi Sattmann, Hanns Wagula), Cäcilia Brown, Natalia Domínguez Rangel, Michaela Eichwald, Agata Ingarden,
Florian Aschka, Alexandru Cosarca, Georg Klüver-Pfandtner, Larissa Kopp, Adam Kraft, Max Schaffer, Toni Schmale, Wiener Perspektive / AG SPACE

Anna Artaker, Blume und Plastik, 19312020 Terrarium, Pflanzen, Mauerziegel

Eintritt frei

The Beginning. Kunst in Österreich 1945 bis 1980

13/03/20202/08/2020

Albertina Modern

Karlsplatz 5, 1010 Wien

The opening exhibition of ALBERTINA MODERN, entitled The Beginning. Art in Austria, 1945 to 1980, offers the first-ever comprehensive overview of a period that numbers among Austrian art history’s most innovative. The Beginning presents the most important artistic stances situated at the threshold of postmodernism—from the Vienna School of Fantastic Realism to early abstraction, Viennese Actionism, kinetic and concrete art, Austria’s own version of pop art, and the socially critical realism so characteristic of Vienna.

© Estate Robert Klemmer