VERANSTALTUNGSSPRACHE: DEUTSCH
Edith Payer verwandelt die KUNSTZELLE, die als ehemaliger Münzfernsprecher auch heute bereits Geschichte schreibt, in eine Zeitkapsel. In der Installation „Als die Dinge noch kleiner waren“ werden ausgewählte Gegenstände aus der Kindheit der Künstlerin gezeigt. Ihr Fundus sind Sammlungskisten, welche die Künstlerin nach Jahrzehnten öffnet, sichtet, und in der Zelle präsentiert. Gezeigt wird eine von ihr kuratierte Auswahl von Schmuck über Spielzeug, Briefen und Sammlungen, wie die von Kugel aus Tintenpatronen und Tierpostern und vielem mehr. Diese spannenden Relikte aus den 70ern und 80er Jahren geben einen persönlichen Einblick in die private Gedankenwelt eines Kindes und widerspiegeln gleichzeitig die Materialität der kapitalistisch-industriellen Gesellschaft dieser Zeit.
Zur Eröffnung findet ein Talk mit der Edith Payer statt, werden von ihr aufgenommene Musikkasstetten gespielt und bei einem kleinen Buffet mit Partypilz und -spießchen in oder über alte Zeiten geschwelgt. Dabei dürfen sich Erinnerungen (der Älteren) mit den Retro-Gefühlen (der Jüngeren) auf spannende Weise mischen.
KUNSTZELLE
Die KUNSTZELLE, eine ehemalige Telefonzelle aus den 60er Jahren, steht prominent im Hof des WUK Werkstätten- und Kulturhauses und ist seit 2006 Ort für künstlerische Installation und Intervention. Das Programm wird kuratiert von Initiatorin Christine Baumann gemeinsam mit Pablo Chiereghin. Die KUNSTZELLE bietet Künstler*innen einen Dreh- und Angelpunkt ihre Arbeiten an ein breites Publikum aus Besucher*innen und Passant*innen zu adressieren und wird seit fast 20 Jahren immer wieder neu ausgelotet. Neben Künstler*innen mit längerer Berufserfahrung zeigen alle drei Jahre Studierende der Klasse TransArts / die Angewandte ausgewählte Arbeiten.
Eröffnung: Edith Payer „Zeitkapsel – Als die Dinge kleiner waren“
13 Nov 2024/19:00-22:00H
KUNSTZELLE
Währinger Straße 59, 1090 Wien, Österreich
© Edith Payer