Meiereistraße 3 & 16
Horizont Stadt 25 Jahre dérive
Global – Neutral: Architektur aus Österreich in Afrika und Asien 1955–1989
Vasarely – Adrian: Bewegte Bilder
Care Matters: Eine Ausstellung der SAMMLUNG VERBUND
HELGA PHILIPP: Bewegungsräume
Richard Prince
EMMA HUMMERHIELM CARLÉN: Luftlinie
Die Sammlung betrachten & The Day You Were Thinking About the Sibyl While You Were Picking Autumn Leaves An Insert by Ana Torfs
THE MATERIAL SHOW
Ferdinand Georg Waldmüller: Nach der Natur gemalt
MICHAEL HEINDL: Knife Game with the Invisible Hand
Reading Rave & Cucina Alchimia
Meiereistraße 3 & 16
„I do” by Kelvin Atmadibrata
Meiereistraße 3 & 16
NEU. SACHLICH. Fotografie der 1920er- und 1930er-Jahre
HERBERT BOECKL – HANS JOSEPHSOHN: Archetypen des Figuralen
PREMIERE! Die Sammlung der Oesterreichischen Nationalbank
Sandra Mujinga: Skin to Skin
Der Fall Freud: Dokumente des Unrechts
Ndidi Dike: Rare Earth Rare Justice
Guglielmo Castelli: Sweet Baby Motel
Lebt und arbeitet in Wien: Contemporary Art from Vienna
Animalia: Von Tieren und Menschen
GUSTAVE COURBET: REALIST UND REBELL
still (a little life)
DOMESTICATED
Schwarze Juden, Weisse Juden?
GLIMPSES
Systemische Läufe
WERKSCHAU XXX: SIGRID KURZ
MACHINOISERIE Tobias Klein / Hong Zeiss
Max Freund
PARALLEL Vienna
Paradise
Vienna Contemporary
Mimi Ọnụọha: Soft Zeros
METABOLICA: Thomas Feuerstein
Du sollst dir ein Bild machen
Chinesische Kunst aus der verbotenen Stadt
Fuzzy Earth: The Belly Knows Before The Brain
Alles in Arbeit
Die Linie
LISETTE MODEL
Kunsthalle Wien Preis 2025: Jonida Laçi & Luīze Nežberte
Richard Hawkins: Potentialities
HELMUT LANG
TURNING PAGES: Künstler*innenbücher der Gegenwart
HITO STEYERL: Der Menschheit ist die Kugel bei einem Ohr hinein und beim anderen herausgeflogen
EGOR LOVKI
Burn The Diaries, Read Them Out Loud
Ibrahim Mahama: Zilijifa
Nicola L.
Reichtum statt Kapital. Anupama Kundoo
Daniel Hafner: Modern People, 2021/2025
VERBORGENE MODERNE
IMAGINING PIECE
Wotruba International
SUCK MY CODE! – Gruppenausstellung
ANNA HULAČOVÁ: HUNGRY HARVEST
BRIGITTE KOWANZ: LICHT IST WAS MAN SIEHT
STRABAG Artaward: Preisträger:innen Ausstellung
Frederick Kiesler – The Endless Search
Thomas Feuerstein: ARBEIT AM FLEISCH
WATER PRESSURE: Gestaltung für die Zukunft
Francis Offman: Weaving Stories
Experiment Expressionismus: Schiele meets Nosferatu
Damien Hirst: Drawings
Kata Oelschlägel: Versöhnung
Claudia Pagès Rabal
Tobias Pils: Shh
Kazuna Taguchi: I’ll never ask you
Nie endgültig! Das Museum im Wandel
Die Welt von morgen wird eine weitere Gegenwart gewesen sein
–
Park McArthur: Contact M
Die Pfeile des wilden Apollo
Wenn die Kinder ausziehen
Focus Franz West
Jenny Saville: Gaze
Egon Schiele: Last Years
Oskar Kokoschka: Schule des Sehens
Eva Gentner
Huda Takriti: Anatomy of an Endless Scene
herman de vries: all this
Die Pfeile des wilden Apollo
Suburbia
IMAGINE CLIMATE DIGNITY
Moskau Material
TWO HOUSES: Jürgen Bauer, Frederick Kiesler
Nana Mandl: Related Issues
Die unendliche Analyse: Psychoanalytische Schulen nach Freud
Ana Vaz: Meteoro
NITSCH & GEORG BERNSTEINER: DER ZWEITE TEIL DER NACHT
Gustav Klimt: Pigment & Pixel
Ursula Biemann: Becoming Earth
Ansichtssache #29: Mengs und Velázquez
Arcimboldo – Bassano – Bruegel
Plastic Matters
Mika Rottenberg: Antimatter Factory
Be a mensch: Johanna Kandl
Kunsthalle Wien Preis 2024
Radical Software: Women, Art & Computing 1960–1991
Liliane Lijn: Arise Alive
Der europäische Koran
Poesie des Ornaments: Das Backhausen-Archiv
Suburbia: Leben im amerikanischen Traum
True Colors: Farbe in der Fotografie von 1849 bis 1955
Eine kollektive Reise zu Klimagerechtigkeit: gemeinsam lernen, gemeinsam handeln
Weaving Time: Gender, Labor & Disputed Chronologies
SONIA LEIMER TOBIAS PILS HANS SCHABUS – Gezeiten
JONGSUK YOON Han
“a prayer unanswered” (Mithu Sen)// “Toy World” Farah Al Quasimi
Erik SWARS | MEDIEN-VER-GLEICH
CHAPTER III: James BENNING | READERS
Flaka HALITI & Jimmie DURHAM | Come, but as a Daytime Comet
WICKED FUTURES & the Board of Imagination
Nora Turato: Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!
Ins Dunkle schwimmen. Abgründe des kreativen Imperativs
Monster Chetwynd – Moths, Bats and Velvet Worms! Moths, Bats and Heretics!
DAS UNHEIMLICHE – Sigmund Freud und die Kunst
Junya Ishigami 石上 純也
Donna Huanca „Skin Painteens“
Mapping the 60s Kunst – Geschichten aus den Sammlungen des mumok
AUT NOW – 100 × Österreichisches Design für das 21. Jahrhundert
ICONIC AUBÖCK – Eine Werkstätte formt den österreichischen Designbegriff
Rembrandt – Hoogstraten: Farbe und Illusion
LIGHT SOUND SENSES
In aller Freundschaft
Anne Duk Hee Jordan – The End Is Where We Start From
Aleksandra Domanović
Chagall
Marc Chagall – Schwerelos in dunklen Zeiten
Marc Chagalls Bildwelt widersetzt sich der gewohnten Ordnung der Dinge. Nichts scheint an seinem rechten Platz. Nur eine Konstante gibt es in seinem Leben und Schaffen: die Erinnerung an seine Kindheit und Jugend in Witebsk.
Seiner Herkunft aus dem orthodoxen östlichen Judentum entsprechend nimmt Chagall eine andere Haltung gegenüber der Realität und ihrem Abbild ein als seine emanzipierten Künstlerfreunde im Westen. Seine Zweifel an der visuell überprüfbaren Wirklichkeit münden in eine originelle Überwindung des jüdischen Bilderverbots. Um der poetischen Darstellung von Realität willen nimmt er bewusst folkloristische Vereinfachungen und Verformungen von Protagonisten und Häusern in Kauf. Die Menschen in Chagalls Bildern verhalten sich vernunftwidrig: Sie spazieren durch die Luft, spielen Geige auf dem Dach. Chagall vergrößert und verkleinert seine Figuren je nach ihrer Bedeutung, nicht nach den optischen Gesetzen der Perspektive. Er türmt Räume übereinander und stellt Tiere als dem Menschen gleichberechtigte Mitspieler dar. Im Spätwerk opfert Chagall endgültig Form und Konstruktion dem Schmelz und der transparenten Glut der Farbe.
100 Werke des Künstlers aus allen Schaffensjahren zeigen die Vielfalt eines Oeuvres, das immer wieder Staunen auslöst. Chagalls zentrale Themen sind Geburt und Mutterschaft, Liebe, der Zirkus, die Bibel und der Tod – mit stets wiederkehrenden Motiven: Hahn und Kuh, Ziege oder Stier und Fisch, Geigenspieler, Rabbis und Clowns. Immer wieder reflektiert er seine Themen vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen und weltpolitischer Ereignisse.
Chagalls Bilder vermitteln den Eindruck eines Daseins erfüllt von Lebensfreude und Glück. Tatsächlich prägt die konfliktreiche Erfahrung von Freud und Leid dieses Werk, das fröhlich beschwingt ist, ohne das Dunkle und Bedrohliche auszusparen: Liebe, Tanz und Spiel in Zeiten von Verfolgung und Vertreibung.