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„Wahrheit wird gemacht, weil es dafür Bedingungen gibt …”

© Viktor Brázdil

Wahrheit wird gemacht, weil es dafür Bedingungen gibt, die historisch und institutionell sind und die sich in die Ordnung der Körper einschreiben. Dasselbe gilt für das, was „wahre Kunst“ ist und sich im öffentlichen Raum positioniert. Die Akademie der bildenden Künste Wien ist ein Reflexions- und Experimentierraum für solche normativen Ordnungen. An ihr werden Praktiken erprobt und Fragen gestellt, die Wahrheit und ihre Bedingungen kritisch ausleuchten. Dafür stehen beispielhaft queer-feministische und postkoloniale Perspektiven in Kunst und Forschung, dazu zählen diverse medien- und institutionskritische Arbeitsweisen. An der Schnittstelle von künstlerischer und wissenschaftlicher Forschung schaffen und erproben junge Denker neue Wissensfelder. Wahrheitsproduktion und -politik gehören an der Akademie auf all diese Weisen zusammen.

 

Johan F. Hartle, Akademie der bildenden Künste Wien